ANNIVERSARY UPDATE 30.06.2016, 13:31 Uhr

Noch vier Wochen gratis: Windows 10 wird aufpoliert

Rund ein Jahr nach der Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 10 gibt es das erste große Update. Nutzer von Windows 7 und 8, die nun doch umsteigen wollen, können noch vier Wochen kostenlos auf Windows 10 upgraden. 

Schreiben und Zeichnen auf dem Bildschirm: Mit dem Anniversary Update von Windows 10 verspricht Microsoft eine „Schreiberfahrung wie auf Papier“.

Schreiben und Zeichnen auf dem Bildschirm: Mit dem Anniversary Update von Windows 10 verspricht Microsoft eine „Schreiberfahrung wie auf Papier“.

Foto: Microsoft

Noch vier Wochen haben zufriedene Nutzer von Windows 7 und die, die sich mit Windows 8 abplagen, noch Zeit, kostenlos auf das für Microsoft ultimative Betriebssystem Windows 10 zu wechseln. Nach dem 29. Juli müssen Umsteiger bezahlen.

Die Fans von Windows 7 und 8 können auf Dauer ihre gewohnte Software auch nicht mühelos nutzen. Der Softwareriese stellt die Unterstützung ein. Also spricht viele für Windows 10. Wie Sie das Betriebssystem richtig aufspielen, lesen Sie hier.

Das Milliardenziel ist noch weit entfernt

Die letzte Frist hat offenbar viele Nutzer aufgeschreckt. Es heißt, dass die Server, von denen Windows 10 heruntergeladen werden kann, derzeit heiß laufen. 350 Millionen Computer, Smartphones und andere mobile Endgeräte laufen bereits unter dem neuen Betriebssystem, teilte Microsoft jetzt mit.

Auf Windows 10 kann man als Nutzer der Vorgängersysteme noch bis zum 29. Juli kostenlos upgraden. Dann muss man zahlen. Am 2. August kommt voraussichtlich das angekündigte Anniversary Update von Windows 10.

Auf Windows 10 kann man als Nutzer der Vorgängersysteme noch bis zum 29. Juli kostenlos upgraden. Dann muss man zahlen. Am 2. August kommt voraussichtlich das angekündigte Anniversary Update von Windows 10.

Foto: Microsoft

Vor gut einem Monat waren es noch 50 Millionen weniger. Das angepeilte Ziel ist allerdings noch weit entfernt. In spätestens zwei Jahren sollen eine Milliarde Geräte mit Windows 10 laufen.

Fingerabdruck statt Passwort

Vielleicht, so mag sich das Microsoft-Management denken, bringt die Ankündigung eines „Anniversary Updates“ ja noch was. Das steht voraussichtlich vom 2. August an zur Verfügung. Eine entsprechende Ankündigung auf der Homepage des Unternehmens wurde kurz nach der Veröffentlichung wieder entfernt.

Das Update soll die Sicherheit weiter verbessern, unter anderem durch einen besseren Schutz der Computer vor missbräuchlicher Benutzung. Die Eingabe eines Passworts wird durch biometrische Merkmale wie Fingerabdruck, Gesichtsvergleich oder Iris-Scan ergänzt, vorausgesetzt, die entsprechenden Lesegeräte stehen zur Verfügung.

Windows 10 enthält künftig einen eigenen Virenscan

Windows Defender, der integrierte Virenschutz, wird künftig selbstständig Scans durchführen. Die digitale Helferin Cortana, die nicht jedermanns Sache ist, wird künftig besser assistieren können, verspricht Microsoft. Windows Ink, eine Software, die handschriftliche Notizen per Eingabestift (Stylus) auf einem Touchscreen ermöglicht, wird stark aufgewertet. Microsoft verspricht eine „Schreiberfahrung wie auf Papier“.

Über ein Pen-Icon öffnet der User den Windows-Ink–Arbeitsbereich.

Über ein Pen-Icon öffnet der User den Windows-Ink–Arbeitsbereich.

Foto: Microsoft/Ingenieur.de

Das Start-Menü wird leicht verändert. Künftig sind „Meistverwendete Apps“ und „Alle Apps“ in einer Ansicht vereint. Die zuletzt hinzugefügten Apps stehen oben, gefolgt von den meist verwendeten und dem stolzen Rest in alphabetischer Reihenfolge. Auch der integrierte Browser Edge bekommt zusätzliche Funktionen.

Wi-Fi-Sense wird gestrichen

Eine Funktion wird allerdings gestrichen: Wi-Fi-Sense. Damit erkennen mobile Geräte öffentliche Hotspots in der Nähe und stellen automatisch eine Verbindung her. Das könnte zu einem Missbrauch persönlicher Daten führen, befürchten Kritiker. Microsoft begründet die Streichung damit, dass der Aufwand für die Pflege angesichts der Tatsache zu hoch sei, dass die Funktion nur wenige Nutzer aktiv verwenden. 

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