Yahoo überarbeitet Fotoportal 23.05.2013, 07:30 Uhr

Neues Design und mehr Speicherplatz bei Flickr

Yahoo hat sein Fotoportal Flickr überarbeitet: Es gibt jetzt ein Terabyte Speicherplatz und ein neues Design, aber keine Pro-Accounts mehr. Yahoo-Chefin Marissa Mayer bastelt an einem neuen Image für den Konzern.

Yahoo-Tochter Flickr will mit neuem Design und eines kostenlosen Speicherplatz von einem Terabyte neue Kunden gewinnen.

Yahoo-Tochter Flickr will mit neuem Design und eines kostenlosen Speicherplatz von einem Terabyte neue Kunden gewinnen.

Foto: Screenshot ingenieur.de

Seit Marissa Mayer im letzten Sommer von Google zu Yahoo wechselte, hat das große Aufräumen begonnen. Die 37-Jährige ist angetreten, um den Internetriesen Yahoo, der mit seinen 19 Jahren etwas schwerfällig geworden war, wieder fit zu machen. Erst vor wenigen Tagen wurde der Kauf des erfolgreichen Blog-Dienstes Tumblr bekannt. Damit soll vor allem eine junge Community, bei der das einfach bedienbare Tumblr besonders beliebt ist, in die Yahoo-Sphäre gezogen werden.

Flickr soll massentauglich gemacht werden

Nun geht Marissa Mayer mit dem Relaunch von Flickr in die nächste Runde. Auch bei Flickr, das 2004 gegründet wurde, waren in den letzten Jahren einige Entwicklungen verschlafen worden. Während Flickr genau wie in seinen Anfangsjahren auch weiterhin eine riesige Datenbank für Fotos sein wollte, hatte die Konkurrenz wie Instagram bereits den Community-Gedanken im Internet aufgegriffen und sich zu einem sozialen Netzwerk entwickelt. Bei Instagram tummelte sich bald die Masse, die ihre Fotos durch die angebotenen Filter verfremdeten. Die eher guten Fotografen, denen die spielerische Verwendung von automatisierten Filtern gegen die Fotografenehre geht, blieben bei Flickr.

Marissa Mayer will nun auch Flickr für ein Massenpublikum attraktiv machen. Die bisherigen Pro-Accounts, mit denen man für rund 20 Euro im Jahr unbegrenzte Bildermengen hochladen konnte, wurden abgeschafft. Die Mitgliedschaft ist jetzt kostenlos, inklusive einem Terabyte Speicherplatz. Das entspricht je nach Bildgröße mehreren Hunderttausend Bildern. Die Begrenzungen beim Hochladen hebt Flickr auf 200 Megabyte bei Fotos und ein Gigabyte bei Videos an. Die Filme in Full-HD-Auflösung dürfen maximal drei Minuten lang sein. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann ein weiteres Terabyte für rund 390 Euro hinzukaufen. Soll die eigene Flickr-Seite außerdem werbefrei sein, kostet das rund 39 Euro extra pro Jahr.

Massive Kritik gibt es von Nutzern für das neue Design

Auch das Design von Flickr präsentiert sich jetzt neu und entrümpelt. Es gibt weniger Text und der Hintergrund ist schwarz geworden. Die Bilder selbst kommen in einem Fotostream besser zur Geltung und werden auch in höherer Auflösung dargestellt. Durch so genanntes Responsive Design passt sich die Darstellung automatisch der Breite des Bildschirmes an.

Außerdem gibt es nun einen sogenannten Actitvity Feed, in dem sowohl Aktionen der Kontakte als auch Aktivitäten im eigenen Fotostream gesammelt werden. Die überarbeitete Android-App bietet optisch ebenfalls einen Fotostream. Die Bilder behalten, wie bei der seit Dezember erhältlichen iOS-App, ihre Original-Auflösung und werden beim Bearbeiten, Teilen oder Betrachten auf dem Mobilgerät nicht verkleinert.

Unter den Nutzern der Seite stößt der Relaunch von Flickr bereits kurz nach der Einführung auf jede Menge Kritik. Bemängelt werden vor allem die fehlende Übersichtlichkeit und die weggefallene Anzeige vieler Informationen. Einige Kommentare im offiziellen Hilfeforum von Flickr: „Macht das Update wieder rückgängig, das ist absoluter Schrott!“ „Es ist ja nett, dass ihr uns ein Terabyte schenken möchtet. Doch den gebe ich euch gerne zurück, wenn ich dafür das alte Flickr wiederbekomme.“ „Die großen Fotos beim Fotostream erschlagen einen.“ „Die Albenseite ist vollkommen unübersichtlich.“ „Schaut mal auf der englischen Seite nach. Dort wird Flickr mit Kritik überflutet und das zurecht.“

Von Gudrun von Schoenebeck Tags:

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