Telekommunikation 20.09.2002, 18:21 Uhr

NetCologne buhlt um Gunst lokaler TK-Kunden

Ingenieur-Jobs bei NetCologne verlangen weit mehr als nur technisches Können. Mitarbeiter sollten auch menschlich ins Team passen und flexibel einsetzbar sein.

Flexibel und kommunikationsfreudig – so wünscht sich NetCologne seine Ingenieure. Die regionale Kölner Telekommunikationsgesellschaft ist seit ihrer Gründung 1994 rasant gewachsen und bietet derzeit 500 Menschen Arbeit. Tätigkeitsfelder für Ingenieure, „die finden sich bei uns hauptsächlich in drei technischen Bereichen“, sagt NetCologne-Sprecherin Judith Schmitz. „Nämlich Network Engineering and Design, Network Operating sowie ‚Informationsverarbeitung und Organisation’, darüber hinaus auch im Produkt-Marketing.“
Die Anforderungen an die Ingenieure sind bei dem Kölner Carrier mehr als nur technischer Art. Es gilt, mit dem Entwicklungstempo der IT-Technologie ebenso Schritt zu halten wie mit den Veränderungen der Kundenwünsche. Flexibilität und Lernfähigkeit schreibt NetCologne deswegen groß. Das schnelle Wachstum der Firma sorgt dafür, dass starre Hierarchiemuster ebenso fehlen wie dauerhafte Strukturen. Technische Projekte müssen mit vielen internen Bereichen abgestimmt werden. „Techniker sollten über den Tellerrand blicken“, erklärt Schmitz.
Wie beispielsweise Diplom-Ingenieur Tim Schweren. „Als Projektleiter betreute ich bei NetCologne die Umstellung einer Sparkasse mit 140 Geschäftsstellen auf ISDN-TK-Anlagenanschluss, inklusive der Planung, der Analyse des Kundenbedarfs, der Abstimmung mit dem Kunden und mit den externen Systemlieferanten sowie der Umsetzung und Logistik.“ Eine völlig andere Perspektive bot ihm der Aufbau einer technischen Plattform für Dienste-Rufnummern (Beispiel: 0800-Nummern) bei seinem Arbeitgeber. „Dabei gab es Aufgaben zu bewältigen wie die Erarbeitung der internen Prozesse und die Abstimmung mit vielen internen Bereichen vom Marketing bis hin zum Vertrieb.“
NetCologne versorgt als Tochter der GEW RheinEnergie AG sowie der Stadt- und der Kreissparkasse Köln die Rheinmetropole sowie große Teile der umliegenden Gemeinden einschließlich der alten Bundeshauptstadt Bonn mit Festnetz-Telefonie, Internet, Kabel-TV sowie Corporate Networks und maßgeschneiderten Telekommunikationslösungen. Das Unternehmen, das im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 118 Mio. € anpeilt (2001: 102 Mio. € ), verfügt über etwa 2000 km Glasfaserkabel und 2200 km Kupferkabel, womit es 103 000 Telefonkunden, 94 000 Internet-Nutzer, 20 000 DSL-Surfer und 91 000 Vertragskunden mit Breitbandkabel-Anschluss bedient.
Es hat bereits Investitionen in beträchtlicher Höhe gekostet, dies zu erreichen: 256 Mio. € will NetCologne bis 2004 insgesamt in den Netzausbau stecken. Das hat die Bilanzen entsprechend belastet. Doch schon in diesem Jahr, so Geschäftsführer Werner Hanf, „sind wir optimistisch, eine schwarze Null zu erreichen“. Als Erfolgsfaktoren wertet Hanf neben dem Einsatz modernster Technik die Fokussierung auf Kundennähe, Service und Qualität. Das Unternehmen muss sich an dem selbst aufgestellten Anspruch messen lassen, alle angebotenen Dienste rund um die Uhr in höchster Qualität zur Verfügung zu halten. Der dritte Faktor neben Technik und Service sind durchschaubare Tarifmodelle für Business- und Privatkunden.
Der Kölner Telekommunikationsdienstleister bemüht sich, innovative technische Lösungen, zugeschnitten auf spezielle Kundenbedürfnisse, einzuführen. Neu ist beispielsweise der Aufbau eines auf Gigabit Ethernet basierenden flächendeckenden Metropolitan Area Networks für interessierte Unternehmen im Wirtschaftsraum Köln/Bonn. Beim DSL-Zugang für Geschäftskunden versucht NetCologne, den Marktführer Telekom mit dem Angebot alternativer Bandbreiten und entsprechender Tarifmodelle aus dem Feld zu schlagen. Beim Breitbandkabel kommen in den Haushalten vieler Kölner Stadtteile schon jetzt Telefon, zwei Megabit schnelles Internet und Fernsehen aus einer Anschlussdose. Das „MediaNetCologne“ ist ein spezielles Angebot für die Sendeanstalten, Studios und Media-Agenturen der Medien-Stadt Köln. Der Datenverkehr mit bis zu zehn Gigabit pro Sekunde ist möglich.
Wenn es darum geht, neue Dienstleistungen in technische Wirklichkeit umzusetzen, spielen bei NetCologne Leute wie Bernhard Gottschlich eine entscheidende Rolle. Der Diplom-Ingenieur von der TH Aachen ist zuständig für Kernaufgaben der Netzwerkplanung. So muss er z. B. bei Vermittlungsnetzen die von der Marketing-Abteilung festgelegte Absatzhöhe in ein technisches Konzept umsetzen und dabei eng mit externen technischen Kooperationspartnern wie etwa Alcatel zusammenarbeiten. Auch juristische und regulatorische Fragen muss er in Kooperation mit internen Fachleuten behandeln. „Bei Verhandlungen mit der Deutschen Telekom über Interconnectionsverträge fungiere ich manchmal als technischer Fachmann für Fragen von Risiko und Machbarkeit verschiedener Lösungsvorschläge.“
„Ingenieure müssen bei uns viel Verständnis für die Anforderungen des Kunden, des Marktes und auch der Juristen mitbringen“, bilanziert Judith Schmitz. „Komplexe Aufgaben werden in Teams gelöst, und Teamfähigkeit ist deswegen eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit bei NetCologne.“

 

Ein Beitrag von:

  • Thomas Finkemeier

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