Nach dem Vorreiter Berlin 01.05.2013, 12:00 Uhr

München testet kostenloses Surfen auf dem Marienplatz

Der Münchner Marienplatz im Zentrum der Stadt hat nun neben den prägnanten Sehenswürdigkeiten Rathaus, Glockenspiel und Mariensäule eine neue Attraktion: kostenloses WLAN. Die Stadtwerke München bieten den freien Internetzugang vorerst im Probebetrieb an.

Er hat das kostenlose Münchner WLAN-Netz auf dem Marienplatz als erster ausprobiert: der Stadtwerkerferent Dieter Reiter.

Er hat das kostenlose Münchner WLAN-Netz auf dem Marienplatz als erster ausprobiert: der Stadtwerkerferent Dieter Reiter.

Foto: Stadtwerke München

„M-WLAN“ heißt das Funknetzwerk, das die Stadtwerke gemeinsam mit dem Telekommunikationsanbieter M-net auf dem Marienplatz installiert haben. „Vom frei zugänglichen WLAN-Angebot zum Nulltarif werden Einheimische und Besucher gleichermaßen profitieren“, sagte Stadtwerkereferent Dieter Reiter. Jetzt würden erst einmal die Akzeptanz und die Intensität der Nutzung getestet. Wenn der Testlauf positiv bewertet wird und der Stadtrat am 15. Mai grünes Licht gibt, könnte das Angebot auf weitere Plätze, etwa dem Stachus, ausgedehnt werden.

Mit dem kostenlosen Angebot will München seine Rolle als Hightech-Standort unterstreichen. „Mit diesem neuen Service unterstreichen wir den Anspruch Münchens als Technik-Standort“, so Reiter.

Netz kann etwa 1000 Surfer gleichzeitig bedienen

Fünf Empfangsstationen, sogenannte Access-Points, sollen einen guten Empfang auf dem gesamten Marienplatz garantieren. Die Antennen sitzen auf den Masten der S- und U-Bahn-Schilder an den Abgängen zum Marienplatz-Zwischengeschoss. Um sich in das kostenlose WLAN einzuwählen, sucht der Nutzer auf seinem Mobilgerät unter den WLAN-Einstellungen nach verfügbaren Netzwerken und wählt dann „M-WLAN“ aus.

Anschließend muss er im Browser noch den Nutzungsbedingungen zustimmen. Akzeptiert er diese, wird er zu der Startseite mit den Online-Angeboten von M-net, muenchen.de und den Münchner Stadtwerken weitergeleitet. Von hier aus kann er kostenlos auf das Internet zugreifen.

Etwa tausend Surfer gleichzeitig soll das System ohne Geschwindigkeitseinbußen verkraften können. Die ersten Tests verliefen denn auch recht überzeugend. Allerdings wird alle 60 Minuten die Verbindung unterbrochen und muss neu aufgebaut werden. Mit der lästigen Unterbrechung will man verhindern, dass die ganz cleveren Vielsurfer ihren kostenlosen Dauerbetrieb aufbauen. Filter verhindern außerdem den Zugriff auf illegale Tauschbörsen sowie auf Seiten mit pornografischen oder rechtsradikalen Inhalten.

In Sachen Haftung ist dennoch nicht alles abschließend geklärt, denn über den WLAN-Zugang könnten kriminelle Internetgeschäfte abgewickelt werden. Davon wollen sich die Stadtwerke aber nicht abschrecken lassen.

München nimmt sich – ausnahmsweise – Berlin als Vorbild

Schließlich würden sich auch andere Städte trauen und man müsse den Nutzern einen Vertrauensvorschuss geben, sagte Dieter Reiter von den Stadtwerken. Berlin ist solch eine Stadt, die sich traut und dient damit – ausnahmsweise – als Vorbild für die Münchner.

In der Hauptstadt gibt es bereits seit Oktober 2012 an über 60 Plätzen im Zentrum kostenloses WLAN. Über einen Ausbau auf 90 Stellen plus zehn Hotspots in Potsdam wird dort bereits nachgedacht. In Berlin ist Kabel Deutschland der Kooperationspartner, der die Infrastruktur stellt und die Verbindungskosten übernimmt.

Die Ideen gehen aber noch weiter. Inzwischen hat der Berliner Senat Unternehmen aufgerufen, sich am Ausbau eines freien WLAN zu beteiligen. Die Vision wäre eine flächendeckende Versorgung innerhalb des S-Bahnrings.

Von den Zuständen, wie sie im kleinen Estland herrschen, sind aber auch die Berliner noch weit entfernt. In dem EU-Staat sind 99 Prozent des Landes mit einem kostenlosen Hot-Spot-Netz abgedeckt. Per Gesetz garantiert der Staat seinen Bewohnern über 700 öffentliche Terminals den Zugang zum Internet.

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