Google Ade! 20.11.2014, 15:30 Uhr

Mozilla holt sich Yahoo in den Firefox-Browser

Die Mozilla-Foundation hat sich in den USA von Google als voreingestellter Suchmaschine in ihrem Open-Source-Browser Firefox getrennt. Der neue Suchmaschinen-Partner ist das US-amerikanische Internetunternehmen Yahoo.

In den USA hat sich Mozilla von Google als voreingestellter Suchmaschine in ihrem Open-Source-Browser Firefox getrennt. 

In den USA hat sich Mozilla von Google als voreingestellter Suchmaschine in ihrem Open-Source-Browser Firefox getrennt. 

Foto: Mozilla

Gerade eben hat der populäre Internet-Browser Firefox der Mozilla Foundation seinen zwölften Geburtstag gefeiert, da lassen es die Firefox-Betreiber krachen. Schon ab Dezember 2014 ist die Suchmaschine Google in den USA nicht mehr die Standardeinstellung im Firefox. Nach zehn Jahren gehen Mozilla und Google somit getrennte Wege. Die neue Braut für den Firefox heißt Yahoo.

Google zahlte 2012 an Mozilla 280 Millionen Dollar

Der Vertrag über die Ehe der beiden Internet-Giganten läuft zunächst auf fünf Jahre befristet. „Heute kündigen wir eine Änderung unserer Strategie für Firefox-Suchpartnerschaften an“, schreibt Mozilla-CEO Chris Beard. „Wir beenden die Praxis, weltweit nur einen Anbieter voreinzustellen. Wir übernehmen einen regionaleren und flexibleren Ansatz, um die Auswahl und die Innovationen im Web zu verbessern.“

In China bleibt weiterhin der Marktführer Baidu die Standardsuchmaschine im Firefox, in Russland setzt man künftig auf Yandex. In Europa bleibt vorerst Google die voreingestellte Suchmaschine. Finanzielle Details behielten sowohl Mozilla als auch Yahoo für sich. Google hat für die Voreinstellung im Firefox zum Beispiel allein im Jahr 2012 mehr als 280 Millionen Dollar an die Mozilla Foundation gezahlt, das entsprach rund 90 Prozent der Einnahmen der Non-Profit-Organisation, die 2012 immerhin 311 Millionen Dollar betrugen.

Google-Browser Chrome hat den Feuerfuchs abgehängt

Als im vergangenen Jahr die immens hohe Zahlung von Google an Mozilla bekannt wurde, kommentierte Stefan Mey von Heise: „Die Organisation ist gestartet, um das aufkommende Internet nicht nur einem kommerziellen Titanen zu überlassen. Jetzt geht sie mit einem anderen Titanen ins Bett“, so der IT-Experte von Heise. Mozilla bekommt viel Geld für die Ehe. „Die Foundation zahlt aber selbst auch mit dem denkbar höchsten Preis – mit ihrer Glaubwürdigkeit.“

Google ist im Prinzip nicht mehr auf den Firefox-Browser angewiesen, hat das Unternehmen doch mit Chrome einen eigenen Browser im Angebot. Und dieser eigene Browser ist in diesem Jahr an Firefox vorbeigezogen. Im Januar 2014 lief weltweit auf gut 18 Prozent aller Desktop-Computer der Firefox und auf gut 16 Prozent der Google-Konkurrent Chrome.

Pech für Google: In den USA ist jetzt Yahoo im Open-Source-Browser Firefox als Suchmaschine voreingestellt. 

Pech für Google: In den USA ist jetzt Yahoo im Open-Source-Browser Firefox als Suchmaschine voreingestellt. 

Foto: Ole Spata/dpa

Im Oktober kam Chrome auf einen weltweiten Marktanteil von 21 Prozent, der einst so beliebte Feuerfuchs lag bei nur noch 14 Prozent. Der übermächtige Internet-Explorer liegt mit einem weltweiten Marktanteil von über 58 Prozent ganz weit vorne.

100 Milliarden Suchanfragen über Firefox

Firefox-Nutzer generieren pro Jahr etwa 100 Milliarden Suchanfragen. Yahoo verspricht sich daher von der Partnerschaft viele neue Nutzer und ein Umsatzplus. „Die Partnerschaft hilft uns, unsere Reichweite zu vergrößern“, schreibt Yahoo-CEO Marissa Mayer im Yahoo-Blog. „Das ist die wichtigste Partnerschaft für Yahoo und wir sind sehr stolz, dass Mozilla uns als langjährigen Suchpartner gewählt hat.

„Google sollte beunruhigt sein“

Jeder Firefox-Nutzer kann allerdings die voreingestellte Suchmaschine ändern und wieder Google mit Firefox verknüpfen. Trotzdem geht zum Beispiel Jan Dawson, Chief Analyst bei Jackdaw Research, davon aus, dass viele Nutzer die Voreinstellung bei Yahoo belassen. „Google sollte beunruhigt sein“, so Dawson. „Das könnte eine erhebliche Änderung der Martkanteile weg von Google und hin zu Yahoo bedeuten.“ Derzeit dümpelt Yahoo als Suchmaschine auf dem Desktop-Computer weltweit bei vier Prozent im Keller, während Google einen Marktanteil von fast 60 Prozent hat.

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