Überlebende nach Erdbeben 27.04.2015, 16:21 Uhr

Mit Facebook und Google nach Freunden in Nepal suchen

Nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal bieten Facebook und Google Funktionen an, die eine Personensuche im Katastrophengebiet einfacher macht. Mit Safety Check und person finder können Überlebende Freunde und Familie über ihre Situation informieren.

Das Erdbeben in Nepal forderte auch Todesopfer auf dem Mount Everest. Im Basislager starben nach bisherigen Informationen 18 Menschen. Aktuell wird von insgesamt mehr als 3200 Toten und 6500 Verletzten ausgegangen.

Das Erdbeben in Nepal forderte auch Todesopfer auf dem Mount Everest. Im Basislager starben nach bisherigen Informationen 18 Menschen. Aktuell wird von insgesamt mehr als 3200 Toten und 6500 Verletzten ausgegangen.

Foto: Azim Afif/dpa

Letzten Samstag wurde Nepal von einem der schwersten Erdbeben der letzten Jahrzehnte erschüttert, mit verheerenden Folgen. Aktuell spricht die nepalesische Katastrophenschutzabteilung von 3218 Toten und 6500 Verletzten. Im Land sollen, mitten in der Kletter- und Trekkingsaison, auch rund 300.000 ausländische Touristen unterwegs gewesen sein, schreibt Spiegel Online. Über spezielle Funktionen bei Facebook und Google können Nutzer jetzt recherchieren, ob sich Freunde oder Familienmitglieder im Katastrophengebiet aufhalten.

Der person finder von Google wurde nach dem Erdbeben in Haiti entwickelt

Bei Google ist es der „person finder“, über den man die Möglichkeit hat, Nachrichten zu posten oder nach Personen zu suchen.  Menschen, die sich im Katastrophengebiet aufhalten, können ihren Status und Aufenthaltsort bekanntgeben, wonach wiederum Freunde und Angehörige gezielt suchen können. Alle Infos werden laut Google öffentlich gesammelt und können von jedem Interessierten eingesehen werden.

Die Google-App person finder steht nicht immer zur Verfügung sondern wird von Googles Krisenreaktionsteam bei Bedarf freigeschaltet.

Die Google-App person finder steht nicht immer zur Verfügung sondern wird von Googles Krisenreaktionsteam bei Bedarf freigeschaltet.

Foto: Google

Der person finder ist eine open source-Anwendung, die von Ingenieuren bei Google freiwillig als Reaktion auf das schwere Erdbeben in Haiti 2010 entwickelt worden war. Die App steht nicht immer zur Verfügung sondern wird von Googles Krisenreaktionsteam bei Bedarf freigeschaltet, zum Beispiel auch nach dem Erdbeben und nachfolgenden Tsunami 2011 in Japan.

Facebook-Nutzer im Katastrophengebiet erhalten eine Nachricht

Auch bei Facebook gibt es mit dem „Safety Check“ eine ähnliche Anwendung, die aber mit der Vorstellung vor einem halben Jahr noch vergleichsweise frisch ist. Vor zwei Tagen meldete Mark Zuckerberg auf seinem Facebook-Profil: „Heute Morgen haben wir Safety Check für Menschen, die vom Erdbeben in Nepal betroffen sind, aktiviert. Es ist eine einfache Möglichkeit, mit der man Freunde und Familie wissen lassen kann, dass es einem gut geht.“

Wurde vor einem halben Jahr vorgestellt und jetzt aktiviert: der Safety Check von Facebook.

Wurde vor einem halben Jahr vorgestellt und jetzt aktiviert: der Safety Check von Facebook.

Foto: Facebook

Facebook-Nutzer, die sich im Katastrophengebiet aufhalten, erhalten eine Nachricht von Facebook, in der gefragt wird, ob es ihnen gut geht und ob sie dies ihren Freunden mitteilen wollen. Dazu genügt der Klick auf den Button „I’m safe“ und alle Facebook-Freunde wissen, dass man in Sicherheit ist. Umgekehrt kann auch gezielt nach dem Sicherheitsstatus von Freunden gesucht werden. 

Überlebende des Erdbebens besorgen sich am 27. April in Kathmandu Wasser von einem Lastwagen der Army.

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Foto: Narendra Shrestha/dpa

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