IT-Sicherheit 25.05.2007, 19:28 Uhr

IT-Vernetzung macht unsere Gesellschaft anfälliger  

VDI nachrichten, Bonn, 25. 5. 07, rb – Die zunehmende elektronische Vernetzung wichtiger gesellschaftlicher Bereiche wie Verkehr und Gesundheit macht sie anfälliger für Störungen und Ausfälle. Menschliches Versagen, Terroranschläge oder Naturkatastrophen können so über IT-Systeme zu gefährlichen Kettenreaktionen führen, warnten Sicherheitsexperten Mitte dieser Woche.

Wolfgang Schäuble ist überzeugt: „Die Verletzlichkeit kritischer Infrastrukturen wie Verkehrs- und Gesundheitswesen nimmt zu.“ Auf dem 10. IT-Sicherheitskongress Mitte dieser Woche in Bonn warnte der Bundesinnenminister: Mangelnde Sicherheit der IT-Systeme könne von isolierten Ausfällen von Produktionssystemen bis hin zum Stillstand des gesamten gesellschaftlichen Lebens reichen. Nur mit „einheitlichen und strengen Sicherheitsstandards“ ließen sich die Gefahren minimieren.

Tatsächlich sind die Informations- und Kommunikationssysteme in wichtigen Sektoren wie Energie, Telekommunikation und Verkehr über viele Jahre gewachsen, aber wenig auf Robustheit und Widerstandsfähigkeit optimiert. Deshalb steigt die Wahrscheinlichkeit, dass technische Defekte, menschliches Versagen, mutwillige Zerstörungen, terroristische Anschläge oder Naturkatastrophen gefährliche Kettenreaktionen auslösen.

Einzelne Fehler verursachten etwa Stromausfälle an der Ostküste der USA bis hinauf nach Kanada. In der Schweiz führte ein fehlerhaftes Softwareupdate bei der SBB Bundesbahn zum Ausfall des Bahnhofs Zürich und vieler Züge.

Gründe genug für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), ein Frühwarnsystem aufzubauen, innerhalb dessen Behörden und Unternehmen wichtige Informationen zu IT-Schäden austauschen. BSI-Experte Günther Ennen leistet Überzeugungsarbeit: „Mit dem BSI vertrauliche Daten auszutauschen, bedeutet nicht, dass man gleich mit dem Finanzamt zusammenarbeitet.“ Derweil bekommt die Industrie Schadprogramme wie Trojaner immer deutlicher zu spüren. Schäuble weiß: „Sie sind immer weniger darauf ausgerichtet, direkten Schaden auszurichten, sondern sollen Kontrolle über den Computer erlangen und Daten ausspionieren.“ Ziel sei es, eine anhaltende Präsenz auf dem infizierten Computer zu erreichen, um Daten über lange Zeiträume zu sammeln und z. B. gewinnbringend zu verkaufen. 75 % der 2005 ausgewerteten Schadprogramme seien darauf angesetzt, Daten auszuspionieren.

Unternehmen und Behörden warnte Schäuble in diesem Zusammenhang auch vor unkontrolliertem Outsourcing von IT-Dienstleistungen: „Die Beauftragung von Externen enthält jedoch die Gefahr, sich verdeckte Spionageprogramme einzufangen.“ Seite 4

CHR. SCHULZKI-HADDOUTI

  • Christiane Schulzki-Haddouti

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