CeBIT 2010 26.02.2010, 19:45 Uhr

IT-Sicherheitsexperten blicken optimistisch nach Hannover  

Der Markt für Datenschutz wächst kontinuierlich. Grund: Die Gefahren aus dem Internet, aber auch die Bedrohungen durch eigene Mitarbeiter steigen drastisch. Auf der CeBIT stellen neue Hersteller innovative Lösungen vor. Auch hier können die Kunden im Sicherheitsbereich inzwischen unter einer Vielzahl von Cloud- und Hosted-Services wählen. VDI nachrichten, Düsseldorf, 26. 2. 10, pek

Das Jahr 2009 wird in die Annalen als Jahr der Datenschutzskandale, gestohlenen Identitäten und gezielten Hacker- attacken eingehen. Und ein Ende ist nicht in Sicht, Experten zufolge rüsten die Cyberkriminellen weiter auf. Doch auch die Anbieter von Sicherheitslösungen bleiben auf der Höhe der Zeit – und haben in Zeiten von Cloud Computing Lösungen in der Schublade

Das Thema IT-Sicherheit begleitet die CeBIT seit vielen Jahren. Ganze Hallen wurden und werden von Lösungsanbietern gefüllt, wie auch in diesem Jahr (Halle 11). Sie haben auch für Software und Anwendungen, die die Kunden via Internet von Providern beziehen (Cloud Computing), Lösungen parat.

Die Fiduca IT AG ist einer der größten IT-Serviceprovider für Finanzdienstleister in Deutschland. Nach dem Einsatz von Endpunktlösungen für die Datensicherheit setzt das Unternehmen nun drei Lösungen im Hosting-Betrieb ein, den es von Message Labs Hosted Services, einer Symantec-Tochter, mietet: E-Mail-Security, Anti-Spam, Anti-Virus sowie E-Mail-Management-Boundary-Encryption.

Geschützt werden damit neben der Fiducia auch deren Töchter und Beteiligungen mit nahezu 3000 Mitarbeitern sowie ihre rund 700 Kunden, vornehmlich Volks- und Raiffeisenbanken. „Das schließt insgesamt rund 85 000 E-Mail-Accounts und 1200 Domains ein“, berichtet Heiko-Udo Regending, Produktmanager für Security, Network und Voice-Infrastructure bei Fiducia.

Für das Unternehmen gab es mehrere Vorteile. „Zunächst ein optimales Time-to-market“, so Regending. „Es waren keine zusätzlichen Investitionen in den Aufbau eigener Infrastruktur hinsichtlich Personal- oder Hardware-Investitionen nötig.“ Außerdem sei die Leistung von Symantec Hosted Services im Bereich Spam-Erkennung ein Pluspunkt gewesen. „Sie wurde im viermonatigen Pilotprojekt bei mehreren Kunden bestätigt.“

Dem Dienstleister war es sehr wichtig, dass auch der Vertrag nach deutschem Recht inklusive Bundesdatenschutzgesetz gültig ist. „Auch die Datenverarbeitung erfolgt ausschließlich in Ländern, die die europäische Datenschutzrichtlinie EG94/96 umgesetzt haben.“

„Moderne Sicherheitslösungen“, so Paul Wood, Senior Analyst bei Symantec Hosted Services, „sollten heute Antivirus, Firewall, Spamfilter, Einbruchschutz (IPS), Netzwerkzugriffskontrolle und mehr umfassen, um so vollständigen Datenschutz bieten zu können.“

Managed Services verzeichnen hohe Umsatzzuwächse. Mit Zscaler präsentiert sich ein Anbieter auf der CeBIT, der seine Security-Services erst seit einem Jahr in Europa im Software as a Service-Modell anbietet. Bei Demonstrationen erfahren Interessierte, wie sich mit dem „Web Security Cloud Service“ Unternehmensrichtlinien von jedem Ort und Endgerät aus einhalten lassen. „Für mobile Roaming-Nutzer oder Außenstandorte von Firmen ist das ein wichtiges Kriterium“, so Zcaler-Manager Daniel Wolf.

In jüngster Zeit verstärken sich Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Cloud Computing. „Anbieter in der Cloud müssen ihren Kunden die Möglichkeit bieten, Zugangsdaten zu verwalten, Daten zu speichern sowie Compliance-Vorgaben einzuhalten“, fordert Christoph Stoica, Director Identity & Security Management bei Novell Central Europe.

Mit Novells „Cloud Security Service“ sollen Unternehmen nun die Cloud als natürliche Erweiterung ihrer Rechenzentren behandeln können, mit den gleichen Sicherheitsrichtlinien und -prozessen.

Wie wichtig Identity-Management ist, zeigt eine Umfrage im Auftrag von Völcker Informatik. Demnach sollten deutsche mittelständische Betriebe mit mindestens 3000 Mitarbeitern der Einführung eines Identity-Management-Systems hohe Priorität einräumen. „Diese Ansicht vertreten 68 % von insgesamt 100 Vorständen und Geschäftsführern in deutschen IT-Anwenderunternehmen“, so Peter Weierich, Unternehmenssprecher bei Völcker.

„Der Grund dafür liegt im steigenden Druck seitens der Wirtschaftsprüfungsunternehmen, die hohe Anforderungen an die Transparenz und die IT-Compliance stellen.“ MICHAEL MATZER

Ein Beitrag von:

  • Michael Matzer

    Michael Matzer arbeitet als Journalist, Übersetzer, Rezensent und Buchautor. Big Data und Industry of Things zählen zu seinen Schwerpunkten.

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