21.07.2000, 17:26 Uhr

Intelligente Speicher machen E-Commerce flott

Der Internet-Boom beschert den Herstellern von Datenspeichern rasante Zuwachsraten. Doch Firmenkunden verlangen immer öfter auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen. Im Bereich Network Attached Storage (NAS) bieten Hersteller jetzt explizit auf den E-Commerce abgestimmte Produkte an.

Mehr und mehr entwickelt sich der Netzwerkmarkt zum Wachstumsmotor der Informationstechnik (IT). Der Einfluss des Internets auf den Speicherbedarf wurde lange unterschätzt. „Traditionelle, Server-basierte Speicherkonzepte können die ständig wachsenden Anforderungen des World Wide Web nicht mehr erfüllen“, erklärt Johannes Kunz, Marketing Europe bei Network Appliance. Besonders die hohe Verfügbarkeit – rund um die Uhr – und die Möglichkeit, die Speicherkapazitäten schnell dem Bedarf anzupassen, seien ein Problem, so der Manager eines der Hauptakteure auf dem Markt für Network Attached Storage (NAS).
Die steigende Nachfrage nach derart flexibel skalierbaren Speicherlösungen für EDV-Netzwerke in Unternehmen kommt vor allem dem NAS-Sektor zugute. Die US-Marktforscher von Dataquest erwarten, dass sich der Umsatz mit NAS-Komponenten binnen drei Jahren verfünffacht.
„Die konsequente Nutzung des Internets zur Abwicklung von Geschäftsprozessen konfrontiert Unternehmen mit eskalierenden Investitionskosten“, verdeutlicht Kunz die Auswirkungen des E-Commerce auf die daran teilnehmenden Firmen. Im Mittelpunkt der Kostenexplosion steht dabei die Datenspeicherung: In den nächsten zwei bis fünf Jahren sollen 75 % aller Ausgaben für Computer-Hardware auf Massenspeicherprodukte entfallen, so Dataquest.
Die Kundschaft möchte deswegen von den Speicherherstellern mittlerweile auch deutlich mehr geboten bekommen als nur blanke Bits und Bytes in einem Metallgehäuse. „Appliance“ lautet das neue IT-Zauberwort – etwa um den Speicherbedarf für die Abwicklung des Internetauftritts oder des elektronischen Geschäftes reibungslos abwickeln zu können.
Mit einem spezifischen NAS-System für E-Commerce-Anwendungen trägt der NAS-Pioneer Auspex der zunehmenden Nachfrage in diesem Bereich Rechnung. Web Attached Storage (WAS) heißt die Komplettlösung des US-Anbieters. „Web Attached Storage trennt die Datenspeicherung komplett von den Web- und Applikations-Servern. Das erleichtert das Backup und ermöglicht ein sehr schnelles Update der Web-Sites. Auf diese Weise schaffen wir die Basis für neue E-Commerce-Lösungen mit enorm großen Datenmengen“, erklärt Rolf Lange, Geschäftsführer der deutschen Auspex-Niederlassung in München.
Das WAS-System ist darauf ausgelegt, Daten zu transportieren und diese dem Anwender schnell zur Verfügung zu stellen. Wichtig für den hohen Datendurchsatz ist, dass ein WAS ohne ein Betriebssystem auskommt. Hinzu kommt eine integrierte Software, die losgelöst vom Betriebssystem den Daten- und Befehlsaustausch zwischen den einzelnen Komponenten beschleunigt und insgesamt die Input-/Output-Leistung steigert. Sie sorgt dafür, dass Befehle effizienter abgehandelt werden und der Overhead eines Betriebssystems wegfällt.
Laut Dataquest-Prognosen wächst der Markt für NAS-Systeme von etwa 200 000 verkauften Systemen in 2000 binnen drei Jahren auf 1. Mio. Der Umsatz soll im gleichen Zeitraum von 1,3 Mrd. Dollar auf 6,7 Mrd. Dollar steigen. In Zukunft soll sich aber auch dieser Markt zunehmend spezialisieren.
NAS-Lösungen sind speziell für den flexiblen Ausbau von Speicherkapazitäten in heterogenen Netzwerken konzipiert, wenn etwa sowohl Unix- als auch NT-Systeme auf dieselben Daten zugreifen können sollen. NAS- Hardware und -Betriebssystem sind für die Datenverwaltung und den Datentransport über das Netzwerk optimiert. Der Aufwand für Installation, Konfiguration und Verwaltung verringert sich gegenüber der herkömmlichen, Server-basierten Speicherverwaltung auf Servern auf ein Minimum.
„Hat ein File- oder Applikations-Server die Grenzen seiner Speicherkapazität erreicht, muss zum Einbau neuer Platten der Server komplett heruntergefahren werden“, erklärt Thomas Astheimer, Manager Application Engineering beim Festplatten- und Speicherspezialisten Quantum das Problem.
Im schlimmsten Fall kommen so die Arbeiten im Netzwerk vollständig zum Erliegen. Nach dem Neustart stellt der Systemadministrator oft genug fest, dass die zusätzlichen Speicherprozesse und das zugehörige Festplatten-Management die Leistung der Anwendungen spürbar reduzieren. „Dies sind Auswirkungen, die nicht nur bei Internet-Anwendungen mit Hochverfügbarkeitsanspruch mittlerweile untragbar sind,“ konstatiert Astheimer.
Obwohl NAS kein Geheimtipp mehr ist, ist der Informationsbedarf hoch. Es droht die Verwechselung mit dem SAN (Storage Area Network), einem anderen Spei-cherkonzept. „Es muss klar werden, dass NAS und SAN keine konkurrierenden Technologien sind,“ so Peter-Paul van Heesewijk, Product Manager Professional Services beim Speichermedienhersteller Imation.
Der Hauptunterschied beider Systeme: Die NAS-Hardware wird in ein bestehendes EDV-Netzwerk eingebunden – das LAN (Local Area Network). Das SAN hingegen ist ein eigenes, neben dem LAN existierendes Netzwerk, das die komplette Speicherverwaltung und das -management abwickelt und auf das vom LAN aus zugegriffen werden kann. Spezifische NAS-Lösungen können sicherlich den Anwenderanforderungen aus technischer Sicht noch stärker gerecht werden. WAS ist vermutlich nur der Anfang. SIEGFRIED DANNEHL/ KARL FRÖHLICH
Flexibel und jederzeit bereit – Komponenten für Network Attached Storage (NAS), hier Quantums Snapserver 4000, bieten, was Unternehmen für den E-Commerce brauchen. Der NAS-Markt boomt deswegen.

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