Drahtlose Übertragungstechnik 04.11.2013, 07:29 Uhr

In Singapur setzt sich NFC schnell durch

Bisher fristete die Near Field Communication (NFC), eine Technologie mit der Datenpakete auf kurze Entfernungen gesendet und empfangen werden können, eher ein Schattendasein. Das lag daran, dass es vor allem in den großen Industrieländern nicht genug Einsatzmöglichkeiten für diese Technik gab, um sich auf breiter Basis durchzusetzen.  Das ändert sich inzwischen aber. 

Handy mit NFC-Kommunikationstechnik: Das Bezahlen mit dem Handy hat sich in Deutschland bislang nicht durchgesetzt. 

Handy mit NFC-Kommunikationstechnik: Das Bezahlen mit dem Handy hat sich in Deutschland bislang nicht durchgesetzt. 

Foto: dpa/Michael Kappeler

Der südostasiatische Stadtstaat Singapur scheint dabei zum Vorreiter zu werden und baut derzeit ein landesweites Netz auf, das den Nutzern sehr viel mehr NFC-Anwendungen ermöglicht.

Ein Gerät berührt das andere

Near Field Communication, kurz NFC, ist eine drahtlose Übertragungstechnik, die zum kontaktlosen Datenaustausch zwischen Geräten von einer Distanz von bis zu vier Zentimeter dienen soll. Die Technologie stammt aus dem Jahr 2002 und wurde von der ehemaligen Philips-Tochter NXP und Sony entwickelt. Dabei wurde auf Standards wie Bluetooth und RFID zurückgegriffen. Bei den typischen Anwendungen von NFC handelt es sich um den Austausch von Informationen zwischen zwei nah aneinander gehaltenen Geräten. So können der Zugriff auf bestimmte Inhalte gewährt und Leistungen, wie beispielsweise bargeldlose Zahlungen oder Ticketing angeboten werden.

Singapur schreitet voran

In Singapur haben die drei  mobilen Netzwerkanbieter SingTel, M1 und Starhub jetzt damit begonnen ein ganzes Paket von NFC-Diensten anzubieten. Das Projekt ist Teil einer Regierungsinitiative, eine nationale NFC-Infrastruktur in Singapur aufzubauen. Die Regierungsbehörde IDA hat  dafür einem Konsortium von Unternehmen, darunter auch die DBS Bank und Citibank sowie dem NFC-Anbieter Gemalto, bereits Genehmigungen erteilt. SingTel, die zusammen mit dem Anbieter kontaktloser Zahlungen EZ-Link kooperiert, ermöglicht den Anwendern Zahlungen über Mobiltelefone bei 20 000 Verkaufsterminals, wie beispielsweise in Taxis, Supermärkten und Schnellimbiss-Restaurants.

Andere Länder Asiens folgen

StarHub hat jüngst den so genannten SmartWallet Service ins Leben gerufen.  Diese Dienstleistung erlaubt, dass man mit einem NFC-Smartphone seine Kinokarten im Kino ausdrucken kann. Dabei kauft man die Karten zuvor über SmartWallet, geht dann an einen Kinoschalter und hält sein Smartphone hin. In China hat der Mobilfunkanbieter China Mobile gemeinsam mit der China UnionPay  einen NFC-Zahlungsdienst in mehr als 14 chinesischen Städten, einschließlich Shanghai, Beijing und  Guangzhou eingeführt. Acht Banken haben sich bereits an die Plattform angehängt. In Beijing startete Ende Juni ein NFC-Pilotprojekt für den Öffentlichen Verkehr. In Südkorea setzt sich mittlerweile das Transit Ticketing mit NFC-Smartphones durch.

NFC-Showroom

Welche neuen Anwendungen NFC weit über den reinen Zahlungsverkehr finden kann, demonstriert auch ein in Singapur eigens dafür eingerichteter Showroom. Dort wird unter anderem ein System vorgestellt, bei dem der Anwender mit seinem Mobiltelefon ein Poster berührt und sofort Sonderangebote und Coupons für einzelne Geschäfte erhält. Der Anwender kann damit verbilligte Waren über sein Mobiltelefon bestellen und liefern lassen.

Einfacherer Transfer auf Flughäfen

Inzwischen sind einige Reisepässe bereits mit NFC-Chips ausgerüstet. In Zukunft könnte die Passabwicklung an Flughäfen mit dieser Technik noch deutlich vereinfacht werden. Der Gedanke ist dabei, die mit NFC-Chips ausgerüsteten Pässe mit einem Fingerkuppen-Scanning zu verbinden. Dabei wird geprüft, ob die Hand, die den Pass hält mit den im Pass gespeicherten Daten übereinstimmen. Die japanische Fluglinie Japan Airlines (JAL) macht sich ebenfalls NFC zunutze. Die Fluglinie kann mit Hilfe der Technik das Boarding eines Flugzeugs mit 450 Personen in 15 Minuten abwickeln. Für ein 150-Personen Flugzeug kann das Boarding ohne NFC bis zu 40 Minuten dauern.

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