IT-Branche 14.12.2012, 14:01 Uhr

HP: Neue Produkte gegen schlechte Zahlen

Im IT-Markt regten sich in letzter Zeit erhebliche Zweifel an HP. Anlässlich der europäischen Anwenderkonferenz Discovery in Frankfurt stemmte sich der Hersteller mit vielen neuen Produkten vor allem im Speicherbereich gegen negative Stimmungsbilder.

HP stellt neue Server vor.

HP stellt neue Server vor.

Foto: HP

Von den Milliarden, die Hewlett-Packard (HP) abschreiben musste, weil das übernommene Softwareunternehmen Autonomy kurz vor der Akquisition seine Bilanz geschönt hatte, hörte man auf der europäischen Anwenderkonferenz Discovery 2012 Anfang Dezember wenig. „Wir haben allein im vierten Quartal 3,1 Mrd. $ Schulden abgebaut und 5,6 Mrd. $ in den vergangenen zwölf Monaten“, betonte CEO Meg Whitman, der Cashflow des Unternehmens sei in dem Zeitraum mit 4,1 Mrd. $ positiv. Autonomy bilde den Kern wichtiger neuer Produkte, hieß es. Die gab es in Frankfurt reichlich.

So sollen im nächsten Jahr die ersten Server der neuen Moonshot-Familie in Stückzahlen verfügbar sein. Sie nutzen statt der komplexen Intel-Xeon-Prozessoren sparsamere Atom-Chips von Intel und Prozessoren des britischen Halbleiterunternehmens ARM. Das bedeutet, so HP, „50 % weniger Kosten, 90 % weniger Stromverbrauch und 80 % geringeren Platzbedarf“.

HP baut Systeme vollständig auf Intel-Xeon-Plattform auf

Bis zu 1000 Rechenknoten lassen sich zu Servermaschinen zusammenbauen, die es in maßgeschneiderten, anwendungsspezifischen Konfigurationen und für den generellen Einsatz geben wird. Testimplementierungen laufen schon. Man darf gespannt sein, ob es HP durch die neue Technologie gelingt, seine Position im Servermarkt wieder auszubauen.

In der Speichertechnologie wagte HP in Frankfurt „die größte Ankündigung seit zehn Jahren“, so Dave Donatelli, bei HP weltweit für die Enterprise Systems Group zuständig. HP hat seine Systeme nun vollständig auf der Intel-Xeon-Plattform aufgebaut und die Speicherprodukte in vier Produktserien mit konsistenter Namensgebung aufgeteilt: HP StoreServ, StoreOnce, StoreAll und StoreVirtual. „Wir wollen einfache Systeme, die in vielen Formen kommen und sich dem Einsatzzweck anpassen“, erklärte David Scott, Senior Vice President und General Manager HP Storage, das nicht gerade selbsterklärende neue Motto der Storage-Produkte, „Polymorphic Simplicity“. Beim wichtigsten Wettbewerber, EMC, gebe es dagegen allein fünf Plattformen für Primär-Storage.

Zu dreien dieser vier Speicherserien gab es in Frankfurt Neuigkeiten von HP. Die Serie StoreServ, in der die Systeme für schnellstens verfügbare Daten (Primär-Storage) des übernommenen Unternehmens 3Par aufgegangen sind, soll zukünftig HPs bisherig wichtigste Plattform EVA ablösen.

HP lockt Kunden mit kleineren physischen Speichern und weniger Managementaufwand

HP reklamiert für 2012 beachtliche 75 % Umsatzzuwachs mit StoreServ-Geräten. Neu ist die Einstiegsproduktreihe 7000, die aus den Modellen 7200 und 7400 besteht. Sie lassen sich ohne Plattformwechsel bis in höchste Leistungsstufen skalieren. Beide nutzen ausschließlich SSD-Speicher (Solid State Disk, Speicher auf Basis von Flash-Chips) und sind auch für Mittelständler bezahlbar. HP garantiert den Käufern, dass sie gegenüber konventionellen Systemen nur noch halb so viel physischen Speicher brauchen, darauf aber doppelt so viele virtuelle Maschinen unterbringen können. Der Managementaufwand soll auf ein Zehntel sinken.

Die Software aller StoreServ-Maschinen ist gleich und wurde um neue Funktionen erweitert. So lassen sich jetzt Upgrades bei laufendem Betrieb durchführen, weil das System sich die Konfiguration der Ein-/Ausgabeschnittstellen merkt. Zwei bis zu 100 km voneinander entfernte StoreServ-Speicher können ausfallsicher zu einem Cluster verbunden werden. Durch die sogenannte „Priority Optimization“ bekommen spezifische Anwendungen genau benötigte Ein-/Ausgabeleistung und Bandbreite.

StoreAll (für die Archivierung und Datenanalyse) sowie StoreOnce (Disk-basierendes Back-up/Restore) sind physisch gleich und werden lediglich mit unterschiedlicher Software bespielt. Back-ups sollen mit StoreOnce jetzt nur noch ein Drittel und das Rückspielen gesicherter Daten nur noch 20 % der zuvor benötigten Zeit beanspruchen. Außerdem sinken die Kosten pro Terabyte laut HP um mehr als die Hälfte. Auch hier haben die kleineren Gerätevarianten nun dieselben Softwareeigenschaften wie die großen.

HP: Neue Wege mit StoreAll

Neue Wege geht HP mit StoreAll. Das System skaliert auf Tausenden von Knoten bis zu 16 PByte Volumen. Um diese Datenmassen durchsuchen zu können, hat HP die Software Express Query mit der Inhaltsanalyselösung Autonomy Idol kombiniert.

Die Kombilösung erstellt den fürs Suchen nötigen Metadatenindex direkt auf dem Speichersystem, was die Suchgeschwindigkeit 100 000-fach beschleunigen soll. Die Software erkennt unstrukturierte Inhalte z. B. aus Social Media, Video- oder Audiodateien. Unveränderliche Daten lassen sich automatisiert auf optische Platten auslagern. Als Einsatzfeld sieht HP z. B. Anwendungen, bei denen es darauf ankommt, Informationen oder Dokumente schnell und sicher aus einer großen Datenmenge herauszufischen. 

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