Brettspiel Go 15.03.2016, 14:36 Uhr

Google-Software hat Weltmeister Lee Sedol haushoch geschlagen

4:1 für den Computer: Das ist ein klarer Sieg der Google-Software AlphaGo gegen den amtierenden Go-Weltmeister Lee Sedol aus Südkorea. Das ist nicht irgendein Sieg. Go gilt als schwierigstes Spiel der Welt – und deshalb ist es unglaublich schwer, eine Software zu schreiben, die einen Weltmeister besiegt.

Im fünften Spiel gab Weltmeister nach 280 Zügen auf. Die Software gewann das auf fünf Partien angesetzte Match 4:1.

Im fünften Spiel gab Weltmeister nach 280 Zügen auf. Die Software gewann das auf fünf Partien angesetzte Match 4:1.

Foto: Yna/dpa

Der Weltmeister, der in seiner Karriere bereits 18 internationale Meistertitel errungen hat, ergab sich am Dienstag in Seoul im fünften Spiel nach 280 Zügen. Viermal verlor der 33-jährige Lee gegen die selbstlernende, sich immer weiter verbessernde Software. Nur am Sonntag im vierten Spiel behielt er die Oberhand.

AlphaGo und Lee spielten um ein Preisgeld von einer Million Dollar. Google will die Summe nun spenden, unter anderem an das UN-Kinderhilfswerk Unicef.

Lee glaubte fest an den Sieg gegen die Maschine

Vor dem ersten Spiel hatte der Weltmeister noch siegessicher getönt, gegen die Software haushoch zu gewinnen. Das hatten auch die meisten Experten erwartet, weil das Spiel Go deutlich variantenreicher ist als Schach und deshalb eine Programmierung ausgesprochen schwer ist. Allein das Spielfeld verfügt über 361 Felder, Schach nur über 64 Felder. Die Spielmöglichkeiten sind also ungleich größer. Doch der Google-Tochter DeepMind ist es offenbar gelungen, den Rechner optimal für das Match vorzubereiten.

Das Spiel Mensch gegen Maschine wurde in Südkorea live im Fernsehen übertragen – auch in der U- und S-Bahn.

Das Spiel Mensch gegen Maschine wurde in Südkorea live im Fernsehen übertragen – auch in der U- und S-Bahn.

Foto: Kim Hee-Chul/dpa

Dazu diente auch ein Match im Oktober vergangenen Jahres gegen den Europameister Fan Hui, das AlphaGo mit 5:0 ebenfalls klar für sich entschied und aus dem der Computer offenbar eine Menge gelernt hat.

AlphaGo sagt Züge seines Gegners voraus

AlphaGo verfügt über zwei neuronale Netzwerke mit Millionen von Verbindungen. Damit kann der Computer „denken“ und die wahrscheinlichen Züge seines Gegenspieler untersuchen und den wahrscheinlichsten Zug vorhersagen.

Go-Weltmeister Lee Sedol (l.) gartuliert Demis Hassabis (r.), Mitgründer des Software-Unternehmens DeepMind, zum Sieg. Go gilt als das schwierigste Spiel der Welt.

Go-Weltmeister Lee Sedol (l.) gartuliert Demis Hassabis (r.), Mitgründer des Software-Unternehmens DeepMind, zum Sieg. Go gilt als das schwierigste Spiel der Welt.

Foto: Jeon Heon-Kyun/dpa

Er selbst scheint aber dann doch anders zu reagieren als ein Mensch. Lee Sedol sagte in Seoul, dass ihn der Computer immer wieder überrascht habe mit Zügen, die kein Mensch machen würde.

Hier lesen Sie unseren Bericht über die ersten Partien der Begegnung.

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