ELEKTRONIKMESSE CES in LAS VEGAS 07.01.2014, 14:35 Uhr

Garmin steigt in den Kameramarkt für Autos ein

Der Navigationsspezialist Garmin zeigt auf der CES in Las Vegas eine Reihe von neuen Produkten, die im Februar auf den Markt kommen. Dazu gehören neue Navis mit bis zu 6 Zoll großen Displays, eine Dash-Cam mit automatischer Unfallerkennung, ein HUD-Display, das Informationen von der Navi-App eines Smartphones auf der Frontscheibe der Autos einblendet, und das Fitnessarmbandvivofit. 

Das Head up Display HUD+ von Garmin kommt mit einer kostenlosen Navi-App.

Das Head up Display HUD+ von Garmin kommt mit einer kostenlosen Navi-App.

Foto: Garmin

Garmin, neben TomTom einer der führenden Hersteller von Navigationssystemen, hat auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas angekündigt, jetzt auch Kamerasysteme fürs Auto anzubieten. Dort ist TomTom klarer Marktführer.

Mit der Premiere einer Dash Cam steigt Garmin in den Markt der Autokameras ein, die per Saugnapf an der Frontscheibe befestigt werden und mit einem Weitwinkelobjektiv das Verkehrsgeschehen aufzeichnen.

Dabei kann man zwischen den Formaten 1080p, 720p und WVGA wählen. Erkennt der G-Sensor eine unfalltypische starke Verzögerung, wie sie beim starken Bremsen oder bei Kollisionen aufkommt, wird die Aufzeichnung rund um dies Ereignis gegen Überschreiben gesichert. Andernfalls überschreibt die Kamera die älteste Aufnahme, wenn die Karte voll ist. Die Dash Cam wird in zwei Versionen angeboten: Für 229 Euro mit GPS-Empfänger, dessen Daten in die Aufnahme eingespielt werden, und für 199 Euro ohne.

Head up Display HUD+ spiegelt Infos auf die Scheibe

Im vergangenen Jahr präsentiert Garmin schon sein Head Up Display HUD. In diesem Jahr gibt es den verbesserten Nachfolger des Projektors mit der Bezeichnung HUD+. Das Gerät projiziert alle relevanten Routeninformationen direkt auf die Windschutzscheibe.

Damit kann der Fahrer zum Beispiel Abbiegehinweise sehen, ohne den Blick von der Straße abwenden zu müssen. Das alte Modell konnte nur mit den teuren Navi-Apps von Navigon und StreetPilot gekoppelt werden, während zum neuen HUD+ eine kostenlose Navi-App von Garmin dazu. Besonders interessant: Diese Navi-App von Garmin braucht sich nur einmalig mit dem HUD+ verbinden – danach funktioniert sie dauerhaft auch ohne den Projektor.

Die neue Dashcam von Garmin gibt es mit und ohne GPS-Empfänger. Die Kamera zeichnet das Verkehrsaufkommen auf und liefert im Fall eines Unfalls wertvolle Daten.

Die neue Dashcam von Garmin gibt es mit und ohne GPS-Empfänger. Die Kamera zeichnet das Verkehrsaufkommen auf und liefert im Fall eines Unfalls wertvolle Daten.

Foto: Garmin

Der Frontscheibenprojektor HUD+ kostet 179 Euro. Das Gerät wird voraussichtlich ab Februar 2014 verfügbar sein.

Mit Fitness-Armband vivofit Einstieg in den Fitness-Markt

Ab sofort mischt Garmin auch bei den Aktivitätsarmbändern mit und konkurriert in diesem Segment jetzt mit Nike, Jawbone und CO. Das ergonomisch geformte Armband aus weichem TPU-Material ist mit einem farbigen Display ausgestattet, das über täglich zurückgelegte Schritte und Distanzen und die dabei verbrauchte Kalorien informiert.

Darüber hinaus zeigt das Display durch einen roten Aktivitätsbalken das tägliche „Bewegungs-Soll“ an. Im Fitness- Studio können vivofit-Besitzer ihr Fitness-Armband mit einem optional erhältlichen ANT+ Brustgurt auch als Pulsuhr nutzen und ihre Herzfrequenz bzw. ihre Herzfrequenzzone ablesen.

Neue Navis mit verbesserter Oberfläche

Die neu vorgestellten Navis gehören zur preisgünstigen Essential-Serie. Garmin hat bei den Geräten die Bedienoberfläche verbessert und dabei Features übernommen, die bisher den Modellen der teureren Advanced-Serie vorbehalten waren. Dazu gehören die natürliche Sprachausgabe RealVoice, die Funktion „POI entlang der Route“, mit der man direkt zu Sonderzielen auf dem Weg navigieren kann sowie ein vollwertiger Fahrspurassistent.

Die Modelle nüvi 55LMT (149 Euro) und nüvi 65LMT (179 Euro) haben einen 5 beziehungsweise 6 Zoll großen Bildschirm, Kartenmaterial für 22 Länder in Zentraleuropa ist schon installiert. Die Modelle 56LMT und 66LMT sind jeweils 20 Euro teurer. Dafür verfügen sie über Karten von 45 Ländern in Europa.

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