Firmenstrategie 16.11.2012, 19:56 Uhr

Fujitsu will mit Cloud-Computing mehr Geld verdienen

Die Cloud steht inzwischen im Fokus des japanischen IT-Giganten Fujitsu. Neue, auf Cloud-Nutzung zugeschnittene Hardware, passende Konzepte und Lösungen sollen die Umsätze des Konzerns nach oben bringen.

Rod Vawdrey zeigte sich auf der jährlichen europäischen Anwenderkonferenz Fujitsu Forum in München zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens. Der Präsident für das internationale Geschäft ist derzeit kommissarisch für den westeuropäischen Ableger FTS (Fujitsu Technology Services) zuständig.

Fujitsu habe trotz wirtschaftlich herausfordernder Bedingungen mit einem Umsatz von 1,95 Mrd. € im ersten Halbjahr seine Marktposition verbessert. In der zweiten Jahreshälfte seien allerdings mehr Risiken zu erwarten.

Der japanische Konzern strebe aber nach wie vor einen Auslandsanteil von 40 % Geschäft und 5 % Marge an – wann diese Marken jedoch erreicht werden, möchte der Manager nicht vorhersagen. Den Umsatz will Fujitsu durch mehr Lösungsgeschäft, bessere Erschließung neuer, sich entwickelnder Märkte und bessere Abläufe erhöhen. Dafür wurden z.  B. 100 Rechenzentren Fujitsus zu einem globalen Netz, Basis eines globalen Dienstleistungszentrums, zusammengeschlossen.

Fujitsu: Cloud-Strategie basiert im wesentlichen auf Cloud Fusion

Fujitsu nennt sein Konzept, mehrere Clouds logisch zusammenzufassen, so dass sie gemeinsam genutzt und verwaltet werden können, Cloud Fusion. Das bildet einen wesentlichen Bestandteil der Cloud-Strategie des Unternehmens. Fujitsu verwendet für seine Clouds eigene Technik und Technologie.

Bis zu 30 % vom Umsatz will Fujitsu zukünftig mit Cloud-Services erwirtschaften. Als Motoren dieser Entwicklung sieht der Hersteller neben den Clouds selbst Sensoren und die verschiedenen Arten von mobilen Systemen sowie die neuartige, gemeinsame und sehr schnelle Auswertung von großen Datenmassen aus unterschiedlichen, teilweise auch öffentlich zugänglichen Quellen – Stichwort Big Data.

„90 % unserer Kunden nutzen bis 2015 in irgendeiner Form Cloud“, zeigt sich Vawdrey überzeugt. Schon heute habe Fujitsu 3000 Cloud-Kunden, deren IT-Kosten durch die Technologie um 15 % gesunken seien.

Fujitsu verschlankt Endanwender-Hardware am Arbeitsplatz

Der japanische Konzern hat sich auch daran angepasst, dass die Endanwender-Hardware am Arbeitsplatz immer schlanker wird: Die neue X-Line besteht aus PCs, Thin Clients und Displays unter einer einheitlichen Technologiebasis. Die Verarbeitungseinheit steckt bei den Standgeräten jeweils im Fuß, die Bildschirme arbeiten als Touchscreens.

Entsprechend konfiguriert, können die Geräte die Gesichter ihres Benutzers erkennen und schalten sich funktionsfrei, sobald der berechtigte Nutzer sich vom System entfernt. Esprimo-PCs (ab 1499 €) und Futro-Thin Clients aus der X-Serie (ab 699 €) haben ein 23-Zoll-Display, das sich optional drehen und waagerecht stellen lässt, so dass man beispielsweise rund um einen Tisch sitzen und sich eine darauf gezeigte Präsentation anschauen kann.

Die Thin Clients werden über ein Ethernet-Kabel mit Strom versorgt. An das Display X (299 €) kann man auch ein Smartphone anschließen, das dann seine Display-Inhalte auf dem großen Display darstellt. Gleichzeitig wird das Smartphone geladen.

Die Cloud-Technologie von Fujitsu fließt direkt in neue Angebote ein, etwa in die Fujitsu Personal Cloud. Sie bietet Cloud-Endanwendern, die auf Fujitsu-Clouds arbeiten, eine sogenannte Personal Cloud, die man sich aus Nutzersicht wie einen individualisierten Desktop auf HTML-Basis vorstellen muss. Von dort aus können Nutzer sich neue Applikationen, die sie für verschiedene Aufgaben brauchen, quasi per Mausklick aus dem Fujitsu-Softwarestore selbsttätig zubuchen.

Neues SaaS-Produkt gibt Richtung für Cloud-Service-Geschäft von Fujitsu vor

„Kunden können durch eine solche Browser-Infrastruktur 35 % bis 40 % ihrer IT-Kosten einsparen“, erklärt Benno Zollner, CIO von Fujitsu. Derzeit wird die Lösung Fujitsu-intern getestet, bei Erfolg sind ab 2013 auch externe Implementierungen möglich. Außerdem soll es möglich sein, Personal Clouds auch innerhalb von Private Clouds auf Fujitsu-Basis („Enterprise Cloud“) einzurichten.

Wohin es im Cloud-Service-Geschäft gehen könnte, zeigt ein neues SaaS (Software as a Service)-Produkt, das in der Fujitsu-Cloud läuft und sich in Japan bereits bewährt hat: Unternehmen über 250 Mitarbeiter oder mit mehr als 2 GW Stromverbrauch im Jahr – in Deutschland betrifft das rund rund 50 000 Unternehmen – müssen ab 2013 verpflichtend ein Energiemanagement einrichten und ein umfangreiches Reporting liefern. Fujitsus Service Eco-Track fasst die Daten, die Anwender in verschiedene Medien eingeben, zu einem Bericht zusammen, der den inhaltlichen und formalen Regeln entspricht. Die Kosten dafür sollen jährlich 2000 € bis 3000 € betragen.  

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