Entwarnung für Angehörige 16.10.2014, 17:10 Uhr

Facebook startet Katastrophen-Funktion Safety Check

Sind meine Liebsten trotz Erdbeben, Unwetter oder Krieg in Sicherheit? Eine schnelle Antwort bietet Facebook mit der neuen Funktion Safety Check. Betroffene in Krisengebieten drücken einfach den Knopf „I´m safe“. 

Der verheerende Tsunami in Japan veranlasste Facebook 2011 dazu, mit der Entwicklung eines Meldesystems zu beginnen. Safety Check steht ab sofort allen 1,32 Milliarden Usern zur Verfügung. 

Der verheerende Tsunami in Japan veranlasste Facebook 2011 dazu, mit der Entwicklung eines Meldesystems zu beginnen. Safety Check steht ab sofort allen 1,32 Milliarden Usern zur Verfügung. 

Foto: dpa

Es ist eine Funktion, die User nicht wirklich benutzen möchten. Im Falle von Kriegen oder Naturkatastrophen sind Familie und Freunde jedoch dankbar, wenn sie über Facebook die Sicherheitsmeldung „I’m safe“ erhalten, übersetzt „mir geht es gut“.  

Facebook-Funktion kontaktiert Menschen in Krisengebieten

Die Funktion Safety Check greift dann, wenn es beispielsweise ein Hochwasser, einen Brand oder ein Erdbeben gibt. Dann kontaktiert sie alle betroffenen Facebook-User in der Region, entweder über den Wohnort im Profil oder die automatische Standortbestimmung. Eine Anfrage fordert den Nutzer auf, an Smartphone, Tablet oder Computer eine einfache Frage zu beantworten: „Sind Sie sicher?“

Befindet sich der User im Krisengebiet, fragt Facebook automatisch nach dessen Wohlbefinden. Mit dem Drücken nur einer Taste gibt er dann Entwarnung. 

Befindet sich der User im Krisengebiet, fragt Facebook automatisch nach dessen Wohlbefinden. Mit dem Drücken nur einer Taste gibt er dann Entwarnung. 

Foto: Facebook

Sämtliche Freunde der Kontaktliste erhalten daraufhin eine Push-Benachrichtigung über den Sicherheitsstatus des Nutzers: entweder „Ich bin sicher“ oder „Ich bin nicht in der Gegend.“ Der User wiederum sieht eine Liste mit dem Status der Freunde, die sich im Katastrophengebiet aufhalten. Er kann auch gleich Freunde markieren, von denen er weiß, dass sie sich in Sicherheit befinden. Diese müssen allerdings vorher zustimmen

Tsunami in Japan im Jahr 2011 gab Anstoß zur Entwicklung

Facebook-Chef Mark Zuckerberg stellte das neue Tool jetzt vor, das ab sofort auf allen Plattformen den 1,32 Milliarden Facebook-Nutzern zur Verfügung steht. Ausschlaggebend für die Idee war der große Tsunami in Japan im Jahr 2011. Facebook entwickelte daraufhin zunächst das Disaster Message Board, den Vorläufer des Safety Checks. 

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