Internetdomäne 24.06.2011, 12:09 Uhr

„.eu“ wird immer beliebter

Die Internetdomäne .eu erfreut sich wachsender Beliebtheit. In Europa nimmt sie inzwischen den 4. Platz ein. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen identifizieren sich im World-Wide-Web gerne mit der europäischen Hausnummer.

Das Unternehmen Ebas befördert VIPs. Der maßgeschneiderte Transport des Vorstandsvorsitzenden, der zur Besprechung am Morgen nach Mailand oder Madrid fliegt, um am Nachmittag in die Münchner Konzernzentrale zurückzukehren, gehört zum Kerngeschäft des „European Business Aviation Services“.

Die Kunden sitzen in Europa, den USA und zunehmend auch in Russland. Mit zehn Mitarbeitern managt Ebas-Gründer Jochen Petereit, ein Fachmann der allgemeinen Luftfahrt, seine 2000 gegründete Firma. Inzwischen ist sie auch in der Ambulanzfliegerei aktiv, organisiert Organtransporte oder verfrachtet produktionswichtige Teile für die Industrie.

Transportunternehmen Ebas entscheidet sich für die Internetdomäne der EU

Wichtig fürs Business ist nicht zuletzt der Web-Auftritt. Da hat sich Ebas für die Internetdomäne der EU entschieden. „Wir arbeiten im europäischen Raum“, erklärt Marketing- und Salesmanagerin Britta Martin. „Da ist die Domäne .eu hilfreich.“

Auch die eWine GmbH in Celle, spezialisiert auf den Internethandel mit Premiumweinen aus Südafrika, hat zum .eu gegriffen. Der Händler vertreibt seine Tropfen europaweit. Da lag das „ewine.eu“ nahe. Er gehört wie Ebas zur wachsenden Zahl der deutschen .eu-Nutzer.

In der Bundesrepublik ist die Web-Adresse inzwischen so beliebt, dass Deutschland Platz 1 hält. 31 % aller Registrierungen der gerade fünf Jahre alten Domäne entfallen auf unser Land. Gefolgt von den Niederländern (13 %), den Briten (10 %) und den Franzosen (9 %). In jüngster Zeit hat ihre Verwendung auch in der Tschechischen Republik, in Estland, Litauen und der Slowakei zugenommen.

Nahezu 3.5 Millionen „.eu“-Registrierungen

Bald werden die Registrierungen die 3,5 Mio.-Marke erreichen, wodurch .eu weltweit bei der Beliebtheit der Top-Level-Domain auf Platz 9 kommt. Im Vergleich zu dem 1985 eingeführten amerikanischen .com mit knapp 92 Mio. Registrierungen ist das zwar noch wenig, aber Europas Jungunternehmer stehen auf die eu-Kennung. Die hebe sich vom US-dominierten .com positiv ab, meint etwa Holger Knappenschneider von der International Dialogue Advisors GmbH, Berlin. „.eu zu nutzen, ist eine gute Repräsentanz für den europäischen Markt.“ Es demonstriert Zugehörigkeit zum größten Binnenmarkt der Welt, was grenzübergreifend agierende Firmen als Vorteil empfinden. Außerdem gilt vielen das weit verbreitete .com als ausgelaugt und abgegriffen, zumal attraktive Namen und Begriffe bereits vergeben sind.

Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission wird das freuen. Sie erklärte gerade: „Eine Webpräsenz unter einer .eu-Adresse gibt Personen und Unternehmen eine europäische Identität, die über Grenzen hinweg von potenziellen Kunden sofort wiedererkannt wird.“

Im italienischen Musterland Toskana, das die Nase stets vorne hat, wenn es um Technik, Innovation und Lifestyle geht, geben sich junge Gründer neuerdings auch gerne europäisch. So präsentiert sich die Solarenergiefirma Electrawinds im Piaggio-Städtchen Pontedera ebenso unter .eu wie die Livorneser Soing, Hersteller von Hightechgeräten für archäologische Grabungen.

Vor allem junge Geschäftsgründer setzen auf „.eu“

Generell sind es junge Geschäftsgründer, die beim offiziell bestellten Registrar Eurid in Brüssel anklopfen, um sich die europäische Hausnummer für das Internet abzuholen. Die Palette ist groß. Da ist zum Beispiel der Rosenvertreiber aus dem holländischen Limburg, der unter „buyarose.eu“ alles vertreibt, was mit der Königin der Blumen zu tun hat. Oder der Konditor aus dem britischen Stamford, der unter „crazycakes.eu“ seine extravaganten Kuchenkreationen vermarktet.

Aber auch die Multis der Konzernwelt wenden sich inzwischen an Eurid. So bestreitet der koreanische Autobauer Hyunday mit dem zweistelligen Kürzel ebenso den europäischen Markt wie der Softwaregigant Microsoft, der Reifenhersteller Bridgestone oder der Elektronik-Riese Pioneer.

Ganz offensichtlich hat die EU-Kommission ihr Ziel erreicht, die Dominanz der Dotcoms mit ihrem eigenen Label zu unterlaufen. Als Eurid 2006 die Vergabe der .eu Hausnummern für jedermann freigab, waren bereits zwei Stunden nach dem Start eine halbe Million Internetseiten mit dem Europakürzel freigeschaltet. Die erste private Registrierung, die ins Netz einfließen durfte, lautete übrigens www.exhibitionist.eu.   

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