E-Business 28.09.2001, 17:31 Uhr

E-Business kämpft mit Hindernissen

Auf dem Weg zum erfolgreichen E-Business müssen viele Firmen noch schwerwiegende Probleme ausräumen, wie die Interkama 2001 als weltgrößte Messe für Prozessautomatisierung vom 24. bis zum 28. September in Düsseldorf zeigt.

Joerg Orth ist überzeugt: „Wir gehen davon aus, dass jedes Unternehmen vom E-Business erfasst wird“, so der Branchenexperte von der ABB Utility Automation GmbH in Mannheim auf der Interkama 2001. Doch geht es um die „Web-Reife“ vieler Firmen in diesem Bereich, fällt seine Antwort anders aus: „Es gibt Unternehmen, in denen die Mitarbeiter nicht ins Internet dürfen oder aber Firewalls blocken die Web-Funktionalitäten ab.“ Zudem hätte man die Erfahrung gemacht , dass interne Widerstände bei den Mitarbeitern überwunden werden müssen. „E-Business verändert und beschleunigt nicht nur die Arbeitsprozesse, sondern macht sie auch transparenter. Fehler können leichter nachvollzogen werden,“ nennt Joerg Orth Gründe für den Widerstand am Arbeitsplatz.

Ähnlich sieht es Dr. Gerd-Ulrich Spohr, Director Product Management im Siemens-Unternehmensbereich Automation and Drives, Karlsruhe: „Die Firmen sind zwar vorbereitet, aber es gibt noch eine Menge zu tun.“ Dabei habe man die Erfahrung gemacht, dass kleinere Firmen hier oftmals agiler agierten als Großunternehmen. „Restriktionen sind bei größeren Betrieben eher anzutreffen. Manchmal sind bestimmte Abteilungen abgeschottet.“ Der Terroranschlag auf das World Trade Center könnte bewirken, dass diese Restriktionen eher noch zunehmen, denn „die Unternehmen müssen verstärkt über Datensicherheit und Zugriffsschutz nachdenken.“

Doch kennt der Siemens-Manager natürlich auch Grundlagen, auf denen sich erfolgreiches E-Business aufbauen lässt. „Besonders wichtig sind ein vereinheitlichtes Bestellwesen und sichere Vereinbarungen über Beschreibungssprachen. Da herrscht zur Zeit noch Wildwuchs.“ Mit dem in Düsseldorf präsentierten System „A&D Mall“ will Siemens den elektronischen Handel weiter vorantreiben. „Schon vor der Bestellung lässt sich prüfen, ob die Ware in der gewünschten Zeit geliefert werden kann“, betont Gerd-Ulrich Spohr. Die Bestellung werde online bestätigt auf Wunsch per E-Mail mit Liefertermin und Lieferscheindaten. Über die Funktion „Tracking & Tracing“ könne der Kunde dabei jederzeit den Status seiner Bestellungen nachverfolgen – online und einschließlich der Lieferscheindaten, auch wenn die Ware einmal nicht über das Internet geordert wurde. Allgemeine Produktinformationen, technische Daten, Applikationsbeispiele sowie Software und Dokumentionen seien durch Suchhilfen in der Mall einfach zu finden und werden zum Download angeboten.

Auch Andreas Thome, Produktmanager beim Steuerungshersteller Beckhoff, Verl, sieht noch Hindernisse auf dem Weg zum erfolgreichen E-Business: „Viele Mitarbeiter sind noch nicht gewohnt, in den E-Kategorien zu denken.“ Zudem laufe das Bestellwesen noch allzu oft konventionell, was sich per Internet mit Sicherheit besser lösen ließe. Doch stellt er unmissverständlich klar: „E-Business kann nicht das technisch fundierte Gespräch in einzelnen Projektphasen ersetzen.“

Roland Schwab wiederum nimmt noch einen weiteren Aspekt ins Visier: „E-Business und E-Manufacturing werden zwar immer zu wichtigeren Faktoren im Unternehmen.“ Doch ebenso müssten auch die Technologien für effektives Engineering stetig weiterentwickelt werden. „Denn was nützt es“, fragt der Produktmanager beim Monheimer Engineering-Softwarehaus Eplan Software & Service. „wenn zweitklassige Konstruktionen schnell per Netz kommuniziert werden?“ Auch was das Web-Business betrifft, schränkt der Eplan-Manager ein: „Der Online-Verkauf eignet sich, zumindest aufgrund der derzeitigen Rahmenbedingungen, in erster Linie für wenig beratungsintensive Produkte und Dienstleistungen.“ Zwar ließen sich auch Zusatzmodule, Schnittstellen oder auch Dienstleistungen über das Netz anbieten. „Doch High-End-Lösungen und entsprechende Services sind zu beratungsintensiv, um sie über das World Wide Web zu vermarkten.“

DIETMAR KIPPELS

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