Messen 23.03.2007, 19:27 Uhr

Deutschland mit Chancen bei RFID und Netztechniken  

Ostasien wird Europa und den USA den Rang ablaufen. Doch, wenn sich Deutschland stärker auf die technologische Substanz konzentriert, hat der Standort durchaus Chancen.

China wird im nächsten Jahrzehnt von den USA die Führungsrolle als IT-Taktgeber übernehmen. Deutschland hält sich dagegen in der Rangfolge konstant. Dies ist eines der Ergebnisse des „VDE IT-Panel 2007“, das der VDE mit seiner Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) erarbeitete und in Hannover vorstellte. „Die Kräfteverhältnisse werden sich markant verschieben“, erklärte VDE-Präsident Josef A. Nossek auf der CeBIT. Drei Viertel der Befragten sehen künftig Ostasien vorne, Europa und Nordamerika folgen auf den weiteren Plätzen.

Standortchancen für Deutschland sehen die befragten VDE-Mitgliedsunternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen vor allem bei Themen wie Future Internet, Tele- Health und RFID. Als Standortvorteile gelten die exzellente Ingenieurausbildung, die Vernetzung von Hochschule und Industrie sowie die mittelständischen Strukturen in der Bundesrepublik.

Als sehr hoch wird in der Befragung für alle drei führenden Kontinente die wirtschaftliche Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) eingeschätzt. Ein Drittel der vom VDE Befragten glaubt, dass die IKT mit etwa 25 % zum Wirtschaftswachstum beitrage, ein Fünftel gehen sogar von einer Größenordnung zwischen 50 % und 75 % aus.

Laut EU-Kommission trägt die IKT aktuell rund 50 % zum Wirtschaftswachstum in der EU bei, in den USA sind es sogar 80 %. Weltweit lag das Wachstum nach den Daten des European Information Technology Observatory (EITO) bei 5,9 %. Die höchsten Wachstumsraten mit knapp 10 % erwirtschafteten dabei 2005/06 aufstrebende Staaten wie China und Indien.

Die EU-Staaten werden laut VDE-Studie im Bereich IKT 2007 voraussichtlich um 4,2 % wachsen. Deutschland liegt mit knapp 3 % Wachstum unter dem EU-Durchschnitt. Das von Branchenseite erwartete Wachstum von 150 Mrd. € (2007) auf 164 Mrd. € in 2010 bliebe nach den Prognosen weiterhin unterdurchschnittlich.

„Als Exportweltmeister darf uns ein Platz im unteren Mittelfeld nicht zufrieden stellen“, so VDE-Präsident Nossek. Um die Zukunftstrends mitzubestimmen, müsse sich die deutsche Innovationspolitik stärker für die technologische Substanz seiner IT und Telekommunikation engagieren.

Besonders große Chancen erwarten die Experten von der Netzwerk- und Übertragungstechnik, von Fest- und Mobilnetzen der nächsten Generation (NGN) und Software-Anwendungen, aber auch von Informationsverarbeitung und Displays. Angetrieben würden dabei vor allem Sparten wie die Kommunikationsnetze sowie traditionell starke deutsche Branchen wie Maschinen- und Automobilbau sowie Medizintechnik, Verkehr, Logistik und Dienstleistungen.

Wichtige Pluspunkte für den IKT-Standort Deutschland liegen laut VDE-Untersuchung in der Ingenieurausbildung. Knapp 60 % der Befragten beklagen jedoch den Fachkräftemangel in Deutschland, der sich auch in Forschung und Lehre bemerkbar mache. Schon heute fehlen an den Fakultäten der Elektro- und Informationstechnik junge Wissenschaftler Spitzenforscher wandern ins Ausland ab.

Doch Nossek bleibt optimistisch: „Wenn Deutschland seine Hausaufgaben macht und seine Substanz von den grundlegenden neuen Netztechnologien bis zur Ingenieurexzellenz kräftigt, kann das Land eine erheblich wichtigere Rolle spielen, als Experten und Bevölkerung dies heute vermuten“, so Nossek. G. STANOSSEK

Wichtige Pluspunkte für den IKT-Standort Deutschland liegen laut VDE-Untersuchung in der Ingenieurausbildung. Knapp 60 % der Befragten beklagen jedoch den Fachkräftemangel in Deutschland, der sich auch in Forschung und Lehre bemerkbar mache. Schon heute fehlen an den Fakultäten der Elektro- und Informationstechnik junge Wissenschaftler Spitzenforscher wandern ins Ausland ab.

Doch Nossek bleibt optimistisch: „Wenn Deutschland seine Hausaufgaben macht und seine Substanz von den grundlegenden neuen Netztechnologien bis zur Ingenieurexzellenz kräftigt, kann das Land eine erheblich wichtigere Rolle spielen, als Experten und Bevölkerung dies heute vermuten“, so Nossek. G. STANOSSEK

Ein Beitrag von:

  • Georg Stanossek

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