Tragbare Technik 15.10.2013, 09:44 Uhr

Boom von Datenbrillen und intelligenten Uhren erwartet

Der Wettbewerb bei der Entwicklung der nächsten Generation von Datenverarbeitungsgeräten läuft derzeit auf Hochtouren. Vor allem Unternehmen in Japan und Korea beschleunigen ihre Anstrengungen bei der Entwicklung tragbarer Techniken,  also in Kleidung oder Accessoires integrierte Technologien. 

Auf der Elektronikmesse Ceatec 2013 in Chiba nahe der japanischen Hauptstadt Tokio hat der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo den Prototyp einer Übersetzungsbrille vorgestellt. Mit dem Modell können die Nutzer in Echtzeit Wörter verschiedener asiatischer Sprachen mit einem Live-Kamera-Bild auf Englisch übersetzen. Zu den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio soll die Brille als Produkt verfügbar sein, damit beispielsweise Touristen eine japanisch-sprachige Speisekarte ohne Zeitverzögerung übersetzen können.

Auf der Elektronikmesse Ceatec 2013 in Chiba nahe der japanischen Hauptstadt Tokio hat der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo den Prototyp einer Übersetzungsbrille vorgestellt. Mit dem Modell können die Nutzer in Echtzeit Wörter verschiedener asiatischer Sprachen mit einem Live-Kamera-Bild auf Englisch übersetzen. Zu den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio soll die Brille als Produkt verfügbar sein, damit beispielsweise Touristen eine japanisch-sprachige Speisekarte ohne Zeitverzögerung übersetzen können.

Foto: dpa/Christoph Dernbach

Ob intelligente Armbanduhren, die mehr als nur die Zeit anzeigen, von Samsung oder Sony oder neuartige Datenbrillen von NTT DoComo, die zum Übersetzer werden – die Hersteller gehen davon aus, dass es sich hier um das nächste „Schlachtfeld“ handeln wird.

Das japanische Marktforschungsinstitut Yano Research, prognostiziert jetzt, dass das Interesse der Konsumenten an tragbarer Technologie stark zunimmt und der Markt für Daten-Armbanduhren in Kürze die 100 Millionen-Marke im Jahr und für Datenbrillen schon bald die Marke von 10 000 Einheiten erreichen wird. 

Intelligente Datenbrille übersetzt in Echtzeit

Auf der jüngsten Tokioter Ceatec 2013 Messe erregte das japanische Telekommunikationsunternehmen NTT DoCoMo mit der „intelligenten Brille“ Aufsehen: Das brillenartige Gerät übersetzt japanische Schriftzeichen in die gewünschte Sprache des Trägers in Echtzeit. Shinji Kimura, Ingenieur bei NTT DoCoMo spricht von einer „nutzerfreundlichen Konzipierung“. „Wir hatten zuvor schon eine Art  Dolmetscher-App für unsere Smartphones entwickelt, bei der der Nutzer die Kamera des Mobiltelefons auf den Text hält und dann umgehend eine Übersetzung erhält. Da das aber eher unnatürlich ist, entwickelten wir Datenbrillen, die die Art, wie wir Dinge in Realität sehen, nachahmt,“ so Kimura. Mit dem Modell können die Träger in Echtzeit Wörter verschiedener asiatischer Sprachen mit einem Live-Kamerabild ins Englische übersetzen. Ziel ist es das Gerät bis zu den Olympischen Spielen in 2020 marktreif zu machen.

Armbanduhr wird zur Handy-Uhr

Auch intelligente Uhren machen inzwischen ihr Debüt auf dem Markt. Dabei soll es mit der Galaxy Gear von Samsung und der Sony Smartwatch2 möglich sein, das Mobiltelefon vom Handgelenk aus zu steuern. Mit Blick auf die Uhr hat der Nutzer in Zukunft auch Zugang zu E-Mails und Apps. Experten in Japan sehen enorme Vorteile in der zunehmenden Annäherung von Computer und Mensch – auch wirtschaftliche.

Es  werden inzwischen diverse Szenarien gezeichnet, so zum Beispiel ein Monteur, der einen Boiler in Ordnung bringt. Dafür braucht er zwei Hände. Mit den neuartigen Brillen wäre es ihm in Zukunft möglich, zusätzliche Informationen vor Augen zu haben. Oder ein Vertreter könnte bei Kundenbesuchen mit derartigen Brillen Informationen ablesen: wann der Kunde seinen letzten Auftrag geben hat, ob das Unternehmen mit dem Service soweit zufrieden ist oder gar, wann der Kunde Geburtstag hat.

Applikationen reichen weit über Brillen hinaus

Tragbare Techniken können aber auch noch andere Formen annehmen. So könnten die Schuhe eines Managers mit Geräten ausgestattet werden, die bei einem Rundgang in einer Fabrik angeben, ob die verschiedenen Maschinen oder Geräte funktionieren oder gewartet werden müssen, indem es plötzlich summt. „Den größten Einfluss werden tragbare Techniken in der Geschäftswelt haben, wenn sie erkennbar Minderwertiges oder bisher nicht Vorhandenes ersetzen,“ erläutert Dunan Stewart, Research Director beim Consulting- Unternehmen Deloitte.

Von Peter Odrich

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