Vernetzung im Straßenverkehr 13.02.2014, 15:30 Uhr

Auf Europäischen Standard beim Datenaustausch geeinigt

Vernetzte Autos sollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. In Europa gibt es jetzt einen gemeinsamen Standard, damit Fahrzeuge verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren können und per Funk automatisch Informationen über Unfälle, Glatteis oder Geisterfahrer übermitteln und empfangen können. Die Systeme sollen auch weltweit kompatibel sein.

Autos sollen in Zukunft in Europa eine gemeinsame Sprache sprechen. Die zuständigen Organisationen für Standardisierung, ETSI (European Telecoms Standards Institute) und CEN (Europäisches Komitee für Normung), einigten sich auf einen gemeinsamen Standard für vernetzte Autos. 

Autos sollen in Zukunft in Europa eine gemeinsame Sprache sprechen. Die zuständigen Organisationen für Standardisierung, ETSI (European Telecoms Standards Institute) und CEN (Europäisches Komitee für Normung), einigten sich auf einen gemeinsamen Standard für vernetzte Autos. 

Foto: Car 2 Car Consortium

Autos sollen in Zukunft in Europa eine gemeinsame Sprache sprechen. Die zuständigen Organisationen für Standardisierung, ETSI (European Telecoms Standards Institute) und CEN (Europäisches Komitee für Normung), einigten sich auf einen gemeinsamen Standard für vernetzte Autos. Über Funk sollen auch Fahrzeuge verschiedener Hersteller sich gegenseitig vor Gefahren warnen können. Die Standardisierung betrifft im Wesentlichen die Funkfrequenzen und die Datenformate der Kommunikation.

Dieser Beschluss ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum vernetzten Auto. Die Funkverbindung zwischen den Fahrzeugen soll letztlich die Anzahl der Unfälle weiter zurückgehen lassen. Darüber hinaus sollen die Autos auch Informationen wie Geschwindigkeit und Position untereinander austauschen.

Datenschützer sehen wachsende Vernetzung kritisch

Datenschützer sehen die wachsende Vernetzung sehr kritisch und befürchten, Versicherungen, Behörden oder andere Interessierte von Arbeitgeber bis Ehefrau könnten die gespeicherten Informationen gegen die Autofahrer selbst verwenden – schließlich weiß das System dank GPS immer auf den Meter genau, wann das Auto wo gewesen ist.

Dass das kein Hirngespinst ist, zeigen Versicherungstarife wie der seit November 2013 in Deutschland angebotene Sparkassen-Mix-Tarif, bei dem der Autofahrer ein wenig Geld einsparen kann, wenn er die Installation einer „Big Brother Box“ in sein Fahrzeug erlaubt. Diese Telematik-Box mit GPS überwacht das Fahrverhalten des Versicherungsnehmers und meldet es automatisch weiter, ohne dass der Fahrer das verhindern kann. Der Autozulieferer Continental hat zum Beispiel auf der Messe für Unterhaltungselektronik (CES) in Las Vegas sein System namens Connected eHorizon vorgestellt.

Bei dieser Innovation sammelt das Auto jede Minute die enorme Datenmenge von einem Gigabyte. Aus dieser riesigen Menge werden „relevante“ Informationen auf einen Server in einer Cloud übertragen. Wenn jetzt ein Radarsensor ein Hindernis auf der Fahrbahn erkennt oder das ESP durch Glatteis ausgelöst wird, könnten die nachfolgenden Fahrer von Hinweisen darauf profitieren, wenn auch sie Connected eHorizon in ihren Fahrzeugen installiert haben. In dem Fall erscheint auf einem Display beispielsweise ein Warnhinweis oder eine Geschwindigkeitsempfehlung.

2015 kommen die ersten vernetzten Autos

Die ersten vernetzten Serienfahrzeuge werden ab dem Jahr 2015 auf Deutschlands Straßen erwartet. Mehrere Großversuche dazu wurden schon abgeschlossen. So testete eine Flotte von über 100 Fahrzeugen Ende 2012 im Frankfurter Raum die Tauglichkeit im  Alltagsverkehr. Die vernetzten Fahrzeuge legten bei diesen Testfahrten rund 1,6 Millionen Kilometer zurück.

In den USA hatte das Verkehrsministerium Anfang Februar erste Schritte zur Verbreitung dieser Technik angekündigt. Nach Einschätzung der amerikanischen Verkehrsbehörde können durch die Vernetzung der Fahrzeuge bis zu 80 Prozent der Zusammenstöße verhindert werden. Zu ganz konkreten Maßnahmen machte die Behörde aber keine Angaben.

Die EU-Kommission hatte die Entwicklung eines Standards 2009 in Auftrag gegeben. Dabei arbeiten die europäischen Gremien eng mit den zuständigen Kollegen in den USA und Japan zusammen, um die Technologie weltweit kompatibel zu machen. Die Einhaltung der beschlossenen Standards ist freiwillig. Diese wurden von der Industrie aber maßgeblich entwickelt. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass die Autobauer diese ignorieren.

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