VERFASSUNGSSCHUTZ warnt 19.11.2014, 13:39 Uhr

3000 Cyber-Angriffe täglich auf Bundesregierung

Vor allem Attacken von Geheimdiensten aus China und Russland hält der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, für gefährlich. Berlin sei Europas Hauptstadt der politischen Spionage. Auch für Unternehmen sieht er eine wachsende Bedrohung.

Die Zahl der Cyber-Angriffe steigt weiter an, warnt das Bundesamt für Verfassungsschutz. Allein die Netze des Bundes würden in einem Jahr mehr als eine Million Mal attackiert. 

Die Zahl der Cyber-Angriffe steigt weiter an, warnt das Bundesamt für Verfassungsschutz. Allein die Netze des Bundes würden in einem Jahr mehr als eine Million Mal attackiert. 

Foto: Oliver Berg/dpa

Mehr als eine Million Cyber-Angriffe pro Jahr. Und das nur auf die Netze des Bundes. Die Zahlen sind schwindelerregend, und deshalb warnt der Verfassungsschutzpräsident auch: „Da kann uns was durch die Lappen gehen.“ Was recht salopp klingt, ist eine ernsthafte Bedrohung. Zwar sei die große Mehrheit der Angriffe leicht abzuwehren, aber allein fünf pro Tag kämen von Geheimdiensten, etwa aus China oder Russland. Und die seien so ausgeklügelt, dass sie die IT-Sicherheit vor große Herausforderungen stellen, sagte Maaßen.

Bei einer Veranstaltung in Berlin sprach Maaßen jetzt sogar davon, dass Berlin die europäische Hauptstadt der politischen Spionage sei. Das Verteidigungsministerium ist demnach offenbar eines der begehrtesten Ziele von Hackern und Spionen.

BND will aufrüsten

Der Bundesnachrichtendienst plant derzeit die eigene technische Aufrüstung, um Regierungsstellen besser zu schützen. Die Pläne, für die der BND 300 Millionen Euro haben will, gehen nach Medienberichten aber noch weit darüber hinaus. So wolle der Geheimdienst laut „Zeit online“ bei Internetanbietern nach technischen Schwachstellen suchen und sich in deren Systeme hacken. Auch sollten Verschlüsselungen geknackt und Menschen, die im Internet aktiv sind, überwacht und identifiziert werden. Diese Vorhaben seien aber nichts anderes als die häufig kritisierte Spionage durch die NSA.

Gefahr für Unternehmen

Das BND-Programm soll auch ein Frühwarnsystem für Cyber-Angriffe beinhalten. Der Verfassungsschutz seinerseits äußert sich nicht dazu, wie der Bund besser vor Angriffen geschützt werden könnte. Maaßen sieht die größere Bedrohung offenbar bei den deutschen Unternehmen. Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen hätten ja schon Probleme, überhaupt diejenigen Informationen zu identifizieren, die schützenswert sind.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte Ende Oktober in Köln das Bundesamt für Verfassungsschutz. Dessen Präsident, Hans-Georg Maaßen, berichtete jetzt von 3000 Cyber-Angriffen täglich auf die Bundesregierung. Etwa fünf pro Tag kämen von Geheimdiensten, etwa aus China oder Russland. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte Ende Oktober in Köln das Bundesamt für Verfassungsschutz. Dessen Präsident, Hans-Georg Maaßen, berichtete jetzt von 3000 Cyber-Angriffen täglich auf die Bundesregierung. Etwa fünf pro Tag kämen von Geheimdiensten, etwa aus China oder Russland. 

Foto: Oliver Berg/dpa

Mehrere Studien zeigten in jüngster Zeit, wie häufig auch Unternehmen inzwischen Opfer von Cyberattacken werden. Jede vierte deutsche Firma habe in den vergangenen drei Jahren schon einen Schaden durch einen solchen Angriff erlitten, ermittelte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Tägliche Angriffe auf 14 Prozent der Firmen

Eine kürzlich veröffentliche Studie der Deutschen Telekom deutet darauf hin, dass die Zahl der Angriffe noch weiter massiv ansteigt. Laut dem „Cyber Security Report 2014“ haben neun von zehn Firmen im laufenden Jahr Angriffe von außen registriert – 14  Prozent davon täglich, 18 Prozent einmal oder mehrmals in der Woche. Der Bericht basiert auf einer Umfrage unter Führungskräften mittlerer und großer Unternehmen. Erstaunlicher noch ist aber eine andere Zahl:  Nur noch 39 Prozent der Führungskräfte aus Großunternehmen sehen sich durch Hacker-Angriffe stark oder sehr stark bedroht. 2013 waren es noch 53 Prozent. Offenbar haben zumindest die großen Unternehmen ihre Schutzmaßnahmen  deutlich verstärkt – oder glauben jedenfalls daran.

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