Prozessor für Industrie 4.0 25.03.2014, 09:55 Uhr

Superchip Tomahawk 2 wird in Dresden vorgestellt

Den Spezialchip Tomahawk 2, der nicht nur besonders schnell arbeitet, sondern speziell auf die Bedürfnisse vernetzter Produktion zugeschnitten ist, stellt das Zentrum für fortgeschrittene Elektronik der TU Dresden auf der Chipdesign-Konferenz DATE vor. Der Prozessor kann nach Angaben der TU unterschiedlichste Bauelemente problemlos miteinander verbinden und wichtiger Teil für vernetzte Fabriken und Entwicklungsabteilungen im Rahmen der Industrie 4.0 werden.

Industrie 4.0 braucht Hochleistungsprozessoren, die besonders zuverlässig arbeiten. Einen solchen Chip, den Tomahawk 2, haben Ingenieure der TU Dresden entwickelt. Im Bild: ein integriertes Werkstückmessverfahren von Siemens mit einer Messgenauigkeit von 30 Nanometern. Mit dieser Präzisionsoptikmaschine kann man mit Teleskopen bis zu 13 Milliarden Lichtjahre in den Weltraum blicken.

Industrie 4.0 braucht Hochleistungsprozessoren, die besonders zuverlässig arbeiten. Einen solchen Chip, den Tomahawk 2, haben Ingenieure der TU Dresden entwickelt. Im Bild: ein integriertes Werkstückmessverfahren von Siemens mit einer Messgenauigkeit von 30 Nanometern. Mit dieser Präzisionsoptikmaschine kann man mit Teleskopen bis zu 13 Milliarden Lichtjahre in den Weltraum blicken.

Foto: Siemens

Industrieanlagen mit intensiver Vernetzung aller Komponenten sind das Kennzeichen der kommenden Industrie 4.0. Dafür braucht man extrem schnelle und zuverlässige Komponenten, die sich unproblematisch mit den verschiedensten elektronischen Bauteilen verbinden können.

Einen solchen Spezialchip, der dazu auch noch energiesparend arbeitet, stellt das Zentrum für fortgeschrittene Elektronik (cfaed) auf der Chipdesign-Konferenz DATE vor, die noch bis zum 28. März 2014 im Kongresszentrum Dresden stattfindet.

Mit dem Tomahawk 2 bereiten sich die Forscher des Exzellenzclusters für Mikroelektronik der TU Dresden auf das „Taktile Internet“ vor, in dem sehr große Datenmengen in Echtzeit übertragen werden und ganz neue Anwendungen ermöglicht werden sollen.

„Das ist die nächste Stufe der digitalen Revolution“

Autos sollen dann automatisch auf Veränderungen auf der Straße reagieren können. Kolonnenfahren mit nur ein paar Zentimetern Abstand wäre dann möglich, weil die Fahrzeuge über Sensoren miteinander verbunden wären. Als weitere Anwendungsgebiete sehen die Forscher zum Beispiel die Telemedizin, das E-Learning, Google Glass und die Nutzung von Smartphones.

Der an der TU Dresden entwickelte Chip Tomahawk 2 ist speziell auf die Bedürfnisse der Industrie 4.0 ausgerichtet: Er ist nicht nur besonders sparsam und schnell, sondern besonders zuverlässig. Vernetzte Maschinen und Autos erlauben keine Ausfälle.

Der an der TU Dresden entwickelte Chip Tomahawk 2 ist speziell auf die Bedürfnisse der Industrie 4.0 ausgerichtet: Er ist nicht nur besonders sparsam und schnell, sondern besonders zuverlässig. Vernetzte Maschinen und Autos erlauben keine Ausfälle.

Foto: TU Berlin

„Das ist die nächste Stufe der digitalen Revolution“, erläutert Cluster-Koordinator Prof. Gerhard Fettweis. Er rechnet mit einer Umsetzung ab 2020 und nennt als Voraussetzung für Projekte dieser Art besonders leistungsstarke Mobilfunknetze der 5. Generation.

Industrie 4.0 braucht schnelle Mobilfunknetze der 5. Generation

Solche 5G-Datenverbindungen sollen Autos, Smartphones und andere Geräte sehr schnell und mit kurzen Latenzzeiten drahtlos miteinander vernetzen. So soll es dann möglich werden, zum Beispiel Erkundungsroboter in Echtzeit fernzusteuern oder Kollisionsabfragen von Autos im Kolonnenverkehr zu ermöglichen.

Um die 5. Generation (5G) des Mobilfunks zu realisieren, will die TU Dresden mit dem Londoner Kings College und der Universität Surrey zusammenarbeiten.

Ganz unbekannt ist der Tomahawk 2 allerdings nicht mehr, denn er wurde schon Anfang Februar weltweit zum ersten Mal auf der International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) in San Francisco gezeigt. Die Demonstration bei der „Date, Automation and Test in Europe“ (DATE 14) Conference ist jedoch die erste Präsentation des neuen TUD-Mikrochips in Deutschland.

Von Klaus Ahrens

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