Sicherheit dank IoT 25.03.2019, 09:30 Uhr

Das Internet of Things als Schutzengel – Sicherheit durch Vernetzung

Wenn vom Internet of Things und Sicherheit die Rede ist, dann denken die meisten an die Sicherheit der vernetzten Geräte. Doch die Geräte können auch etwas zu unserer Sicherheit beitragen. Wie das genau aussehen könnte, zeigt eine neue IoT-Anwendung von Bosch. Die könnte künftig in Hallen, Komplexen und Häusern Brände verhindern und das ganz ohne zusätzliche Sensorik. Wie genau das funktioniert und welche Technik bereits heute das Internet of Things für Sicherheitsfunktionen abstellt, verrät dieser Einblick ins sichere IoT.

Kamera schaut in die Fabrikhalle, Symbolbild für Sicherheit dank IoT

Bosch startet große Kampagne für IoT-Anwendungen.

Foto: Robert Bosch GmbH

Like a Bosch – Kameras für die Branderkennung

Das Internet of Things soll dabei helfen, uns den Alltag etwas einfacher zu machen. Mehr Vernetzung bedeutet mehr Komfort, aber eben auch mehr Sicherheit durch mehr (künstliche) Intelligenz. Bosch präsentierte zum Thema eine Software, die Brände über Video analysiert. Hierfür werden die Daten des Überwachungsfeeds von einer Software ausgelesen und Brände frühzeitig erkannt. Das ist nicht nur schneller als die Branderkennung mit Sensoren oder Rauchmeldern, sondern hat gerade für viele Unternehmen noch einen anderen Vorteil: Überwachungskameras besitzen sie bereits.

Aviotec heißt die Brandfrüherkennung und ist das erste Brandschutzsystem, das komplett videobasiert ist. Für Unternehmen ist dies außerdem praktisch, weil das System in bestehende Strukturen zum Brandschutz integriert werden kann und so etwa zunächst die Werksfeuerwehr alarmiert oder direkt einen Notruf absetzen kann.  Beim Brandschutz zählt nun einmal jede Sekunde, um materiellen Schaden zu verringern und natürlich Menschenleben zu schützen. Rettungskräfte können sich über Video außerdem außerdem ein genaues Bild der Situation machen.

Eine weitere Sicherheitsanwendung wurde in Kooperation mit dem kanadischen Anbieter Mojito entwickelt. Hierbei werden Unfalldaten präzise aufgenommen und so dem Unfall angemessene Rettungskräfte entsandt. Außerdem können Nachrichten an Verteiler abgesetzt werden und die Disponierung verläuft voll automatisch. Die dazu passende Kampagne hat das deutsche Unternehmen neckisch „Like a Bosch“ getauft, eine Anspielung auf den Ausspruch „Like a Boss“.

Das Internet of Things für die alltägliche Sicherheit

Doch nicht nur Bosch arbeitet an Sicherheitslösungen, die mithilfe von mehr Vernetzung Haus und Hof schützen sollen. Das IoT im Sicherheitsbereich ist keine Zukunftsvision mehr und bereits heute können Eigenheimbesitzer ihr Zuhause nicht nur smarter, sondern auch sicherer machen. Hierzu gehören etwa ganz gewöhnliche Sicherheitsartikel, die durch drahtlose Vernetzung nur ihren Dienst besser und zuverlässiger verrichten können. Statt klassischer Rauchmelder können auch vernetzte Rauchmelder in Küche, Wohn- und Schlafräumen eingesetzt werden. Auch eine Innensirene, die sich per Smart Home steuern lässt, kann eine sinnvolle Abschreckung für Einbrecher sein. Einbrecher versuchen schließlich, unentdeckt zu bleiben und scheuen in der Regel die Gefahr, von den Nachbarn gesehen zu werden.

Im gleichen Maße erfreuen sich auch Sensoren steigender Beliebtheit, denn so werden Bewegungen nicht nur registriert, um Licht oder Überwachungskameras einzuschalten. Stattdessen kann eine Bewegung sofort per Alarm ans Smartphone gesendet werden, sodass Anwohner prüfen können, ob es sich um einen unberechtigten Zugriff handelt. Denn auch Feeds von Überwachungskameras können natürlich umgehend aufs Smartphone gestreamt werden.

Gerade Sensoren aber zeigen die Vielfältigkeit des Internet of Things, denn Fenster- und Türsensoren dienen eben nicht nur der Sicherheit vor Einbrüchen. Wird ein Fenster vor dem Urlaub offen gelassen oder die Türe bleibt beim Einräumen des Einkaufs offen, so kann dies einfach per Benachrichtigung eingesehen werden. Sind die Sensoren an den gleichen Hub gebunden wie das Thermostat, so stellt sich außerdem die Heizung ab, wenn gelüftet wird. Schließlich ist Sicherheit nur ein Teilaspekt des Internet of Things.

Selbst scheinbar themenferne Geräte können für ein Plus an Schutz im Hause genutzt werden. Wer längere Zeit im Urlaub ist, aber Anwesenheit vortäuschen möchte, kann seine Lampen entsprechend programmieren. Dank moderner LED-Technik wirkt sich das auch nicht negativ auf die Stromrechnung aus.

Ein Türöffner, der zusammen mit einer Kamera Bilder direkt ans Smartphone liefert, hilft nicht nur dabei, ungebetene Gäste fernzuhalten, sondern hilft auch beim Einlass. Etwa, wenn der/die Partner/in den Schlüssel vergessen hat oder der Nachbar die Blumen gießen soll, aber den Schlüssel nicht mehr abholen konnte.

Sicher und smart – wie die Vernetzung im Smart Home das Leben sicherer macht

Die Vernetzung des Smart Homes und das Internet of Things sind tolle Tools, die eben nicht nur Komfort, Spaß und Design ins Haus holen, sondern eben auch mehr für die Sicherheit tun können. Und das ist eben keine ferne Science Fiction, sondern bereits heute im Kleinen und Großen erhältlich.

Und wie neue Vorstöße von Unternehmen wie Bosch zeigen, könnten bessere Analysedaten, künstliche Intelligenz und die smarte Nutzung von Datenauswertung auch in der Industrie eine noch größere Rolle einnehmen. Smarte Sicherheit ist dabei womöglich nicht das Versprechen, das Sehnsuchtsfantasien weckt, doch gerade die nahtlose Integration moderner Sicherheitssysteme rückt diese an den Rand des Wahrnehmbaren.

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