Gebäudetechnik 03.09.1999, 17:22 Uhr

Groschengrab Betriebskosten

Im Bereich der Betriebskosten von Gebäuden schlummert ein noch vielfach unterschätztes Einsparpotential. Dabei erreichen – so ein Fachmann – die kumulierten Betriebskosten bereits nach ca. acht Jahren die Höhe der Erstinvestition.

Wer bereits bei der Planung eines Gebäudes auf möglichst geringe Betriebskosten achtet, kann bis zu 30 % dieser Kosten sparen, meint Thomas Bruder, Vorstand der ABB-Gebäudetechnik. Seit Rechenmodelle publik wurden, nach denen die kumulierten Betriebskosten bereits nach sieben oder acht Jahren die Höhe der Erstinvestition erreichen, steigt die Nachfrage nach technischen Generalunternehmern (TGU), die bereits beim Einbau der Technik einen möglichst sparsamen späteren Betrieb berücksichtigen. Jüngstes Beispiel: der Bau des Ring-Karrees in Köln. Hier werde, so Bruder, von vornherein an Energieeinsparung gedacht, denn „mehr als die Hälfte der Betriebskosten wird dabei von der Technik beeinflußt“.
Der Anteil der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) an den Baukosten ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Bei Gebäuden mit viel Technik – z. B. Krankenhäusern, Studios, Laborgebäuden – liegt er heute schon bei 50 %. Um einen kostengünstigen Ablauf von Planung und Bau zu gewährleisten, erwarten die Auftraggeber zunehmend eine Reduzierung der am Bau beteiligten Partner, also die Integration von Einzelgewerken in das Gesamtkonzept. Denn 90 % der späteren Betriebskosten werden von nur 10 % der Investitionskosten beeinflußt.
Der Markt fordert zunehmend ganzheitliche Lösungen, das bietet Chancen nicht nur für ABB, sondern auch für andere große TGA-Unternehmen wie R.O.M., Siemens und Krantz-TKT. „Denn“ – so ABB-Vorstandsmitglied Christoph Slabik – „trotz mieser Bau-Konjunktur gewinnt der Anbietermarkt an Bedeutung.“
Ein Beispiel für eine ganzheitliche Planung ist das Ring-Karree in der Kölner Innenstadt, für das Mitte Juni die Grundsteinlegung erfolgte. Hier errichtet der Gerling-Konzern für 180 Mio. DM zwei 90 m lange Gebäude, die in der Mitte durch drei bis zu 56 m hohe Türme verbunden sind. Generalunternehmer ist die Arge Gerling-Ring, bestehend aus der Hochtief AG für den baulichen Teil sowie der ABB-Gebäudetechnik als technischem Generalunternehmer. Der Auftragswert der Gewerke Elektrotechnik, Lufttechnik, Gebäudeautomation, Nachrichtentechnik sowie Sanitär, Heizung und Klima beträgt rund 27 Mio. DM.
Architekt des Gebäudekomplexes ist der Brite Norman Foster, der u.a. auch den Berliner Reichstag neu gestaltete. Bei Gerling entstehen knapp 20 000 m2 Gewerbeflächen für Büros und etwa 15 Einzelhandels- und Gastronomieeinheiten sowie 84 Wohnungen. Foster legt bei all seinen Bauten großen Wert auf möglichst geringen Energieverbrauch und damit niedrige Betriebskosten. Sämtliche Büroräume des Karrees werden natürlich belüftet, und statt einer energiezehrenden Klimatisierung sollen eine Doppelfassade an den Sonnenseiten und eine aufwendige Beschattungsanlage für ein angenehmes Raumklima sorgen. Auch für den Brandschutz ist gesorgt: Die Treppenhäuser stehen ständig unter leichtem Überdruck, um bei einem Brand die Rauchausbreitung zu verhindern. Im Oktober 2000 soll der Bau schlüsselfertig übergeben werden – nach 16 Monaten Bauzeit.
P. G.
ABB-Vorstand Thomas Bruder: „Ein technischer Generalunternehmer hilft Kosten sparen.“
Beim Ring-Karree in Köln will man äußerst niedrige Betriebskosten erreichen. ABB ist hier für die Haustechnik verantwortlich.

Von Dm.

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