Spielemesse öffnet Pforten 12.08.2014, 15:40 Uhr

Gamescom als Schnittstelle zwischen virtueller Welt und Realität

Köln wird wieder zum Zentrum der Zockerwelt: Die weltgrößte Messe für interaktive Unterhaltungselektronik Gamescom öffnet am Mittwoch ihre Türen. Bis einschließlich Sonntag finden Zocker dort wieder alles, was ihr Herz begehrt – vorausgesetzt, sie haben sich eine Karte gesichert. Kurzentschlossene können nur noch auf Nachmittagstickets an der Tageskasse hoffen. Doch auch das Rahmenprogramm bietet einige Highlights. 

Hunderte Besucher tummelten sich auf der Gamescom 2013 am Stand von Riot Games. Das Free-to-play-Spiel League of Legends wird zu Spitzenzeiten von über sieben Millionen Spieler gleichzeitig gespielt. 

Hunderte Besucher tummelten sich auf der Gamescom 2013 am Stand von Riot Games. Das Free-to-play-Spiel League of Legends wird zu Spitzenzeiten von über sieben Millionen Spieler gleichzeitig gespielt. 

Foto: Gamescom

Nerds, wohin das Auge blickt. Ganze Messehallen voll – sie schieben sich durch Gänge, warten stundenlang auf einen kurzen Eindruck von einem neuen Computerspiel und greifen Poster, Tragetaschen, Gutscheine und Probeversionen ab. Rund um das Gelände finden sich Plakate, die Dinge bewerben, die dem weniger computeraffinen Passanten sowas von überhaupt nicht geläufig sind. Dazu gibt es das bereits traditionelle Umsonst-und-draußen-Programm mit Bands, Bier- und, natürlich, Spieleständen irgendwo anders in der Stadt. Kurz: In Köln ist wieder Gamescom. „Spielend neue Welten entdecken“ ist das diesjährige Leitthema – Vollblut-Zocker lassen sich das natürlich nicht zweimal sagen.

Jedes Jahr mehr Besucher

Morgen geht’s los: Zunächst mit einem Fachbesuchertag für Entwickler, Handel und Medien sowie einige glückliche „Wildcard“-Besitzer, bevor von Donnerstag bis Sonntag auch das gemeine Fußvolk die Ausstellungshallen 6 bis 10 der Koelnmesse stürmen darf. Und das wird jedes Jahr größer: 2012 waren es noch 275.000 Besucher, 340.000 Menschen waren es 2013. In diesem Jahr wollen die Veranstalter das noch toppen und ihren eigenen Rekord brechen. Die Chancen stehen gut: Alle 300.000 Vorverkaufstickets sind vergriffen, für Kurzentschlossene gibt es an den Tageskassen jedoch je nach Auslastung der Messehallen noch Nachmittagskarten. 

Gut besucht war letztes Jahr auch der Stand von EA: Dort konnten Besucher das Actionspiel Titanfall spielen. 

Gut besucht war letztes Jahr auch der Stand von EA: Dort konnten Besucher das Actionspiel Titanfall spielen. 

Foto: Gamescom

Es  sind längst nicht mehr nur die pickelgesichtigen Spätpubertierenden, die sich über die neuesten Trends bei Video- und Computerspielen sowie in anderen Sparten der interaktiven Unterhaltungselektronik informieren. Zunehmend mischen sich auch Frauen und Besucher um die 40 unter die Zocker. Das erklärt sich der Branchenverband Bitkom vor allem dadurch, dass Smartphone-Spiele immer beliebter werden: Inzwischen vetreiben sich rund 20,6 Millionen Menschen mit Spielen auf Smartphones und Tablet-Computern die Zeit – das ist rund ein Viertel mehr als noch Anfang 2013. Zu den Daddlern zählen auch Gruppen, die bisher nicht als Spieler aufgefallen sind, eben die Frauen und die Spieler ab 40. Für die Hersteller ist das eine tolle Zielgruppe: Viele dieser Spiele-App-Käufer leben in Haushalten mit mehr als 3000 Euro Nettoeinkommen, bringen also jede Menge Kaufkraft mit.

Spielekonsolen, Rollenspiele und Smartphone-Apps

Smartphone-Apps sind natürlich längst nicht alles, was es in den kommenden Tagen in Köln zu sehen und vor allem zu testen gibt, wenn EA, Microsoft, Blizzard, Sony, Nintendo, Ubisoft und andere Größen ihre Neuheiten präsentieren – diese Gelegenheit lässt sich niemand aus der Branche entgehen. Den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit teilen sich wieder Spielekonsolen, Online-Rollenspiele und die fast schon klassischen PC-Games. Dabei lassen sich bereits im Vorfeld diverse Trends ausmachen: Zusatzinhalte zu bestehenden Spielen sind extrem beliebt, außerdem gibt es immer mehr Möglichkeiten für Spieler, die Spielewelten nicht nur zu betreten und als Figur dort zu agieren, sondern sie selbst mitzugestalten und zu erfinden.

Für Begeisterung sorgte 2013 auch die Oculus Rift: Die Virtual-Reality-Brille macht es möglich, dass sich der Träger durch Kopfbewegungen in virtuellen Welten umsehen kann. 

Für Begeisterung sorgte 2013 auch die Oculus Rift: Die Virtual-Reality-Brille macht es möglich, dass sich der Träger durch Kopfbewegungen in virtuellen Welten umsehen kann. 

Foto: Gamescom

Video- und Computerspiele sind kein neumodisches Phänomen, sondern blicken inzwischen auf eine Geschichte von mehreren Jahrzehnten zurück. Wer sich dafür interessiert, ist auf der Sonderschau Retro Gaming richtig, die in diesem Jahr in eine größere Halle wechselt. Auf 1300 Quadratmetern zeigen zahlreiche Vereine, Retroprojekte und private Sammler die Geschichte des Computerspiels. Zu sehen sind natürlich Klassiker wie Commodore 64, Amiga und Atari 2600, außerdem Arcade-Automaten, Flipper und selbst gebaute Kabinen mit Renn- und Flugsimulatoren.

Diskussion über gesellschaftliche Relevanz

Dass die Gamescom sich nicht als Parallelwelt zur Realität begreift, zeigt der gamescom congress am Donnerstag, 14. August, im Kongresszentrum der Koelnmesse, bei dem Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Forschung mit Brancheninsidern über die gesellschaftliche Relevanz von Computern und Videospielen diskutieren. In mehr als 30 Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops geht es um neue Denkanstöße und Erkenntnisse zu gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Themen.

Und wenn abends um 20 Uhr (am Sonntag um 18 Uhr) die Pforten schließen, ist noch längst nicht Schluss – wenn die Nerds schon einmal ihre Zockerhöhlen verlassen, wollen sie schließlich auch was erleben. Ab Freitagabend geht es dann draußen weiter mit dem Gamescom City-Festival. Dann gibt’s auf den extra dafür gesperrten Kölner Ringen und ganz ohne Kopfhörer Musik auf die Ohren, unter anderem von James Hersey aus Österreich, dem deutschen Rapper Rockstah und der britischen Folk-Band Young Rebel Set. 

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