Automobil 25.03.2005, 18:37 Uhr

Wind aus Wolfsburg weht in die obere Mittelklasse  

VDI nachrichten, Wolfsburg, 24. 3. 05 – Der Passat bläst stärker – in die obere Mittelklasse hinein. Volkswagen bietet mit dem in diesen Tagen eingeführten neuen Passat eine Limousine an, die den Vergleich mit dem Audi A6 der Ingolstädter Tochter sowie mit der Mercedes E-Klasse und der BMW 5er-Reihe nicht zu scheuen braucht.

Volkswagen hat dem neuen Passat alles mitgegeben, was eine Premium-Limousine braucht. So strahlt er neben Eleganz auch Solidität und Gediegenheit aus. Dabei bleibt der neue Passat ein echter Volkswagen, lässt aber in Details einiges von der Luxuslimousine Phaeton anklingen, nicht nur bei den LED-Rückleuchten. Nützliches und Vernünftiges kommt dabei nicht zu kurz. Das zeigt der Fahreindruck. Der Passat hat eine perfekte Abstimmung, straff, aber komfortabel ohne übertriebene Ausschläge in Richtung Sportlichkeit, wie bei der Schwestermarke Audi. Er rollt geschmeidig.

Die steife Karosserie, geringe Seitenneigung und niedriger Geräuschpegel leisten ihren nicht unerheblichen Beitrag zum Fahrkomfort des Passat. Seine Fahrqualität vermittelt eine gehörige Portion Emotionalität, gerade bei den stärkeren TDI-Dieselmotoren. Sie bleiben sehr wirtschaftlich im Verbrauch und erfüllen die EU4-Abgasnorm mit innermotorischen Maßnahmen, dennoch ist ein Partikelfilter optional für 615 € zu haben, der den Rußausstoß fast ganz eliminiert.

Mit dem neuen Passat dringen die Wolfsburger geschickt in den Bereich der oberen Mittelklasse vor. Die Limousine ist gegenüber den Vorgängern – von denen rund 13 Mio. Einheiten verkauft wurden – nicht nur größer, sondern auch komfortabler und feiner geworden.

Schon optisch zeigt das für VW zweitwichtigste Modell nach dem Golf einen Designsprung. Dazu gehören das komplett neue „Volkswagen-Gesicht“, markante Linien in der Seitenansicht und ein dynamisch gestaltetes Heck. Die Ingenieure in Wolfsburg haben die Karosserie ihrer neuen Limousine leicht vergrößert, in der Länge um 62 mm auf knapp 4,77 m und in der Breite um 74 mm auf jetzt 1,82 m. Im Platzangebot schlägt sich das spürbar nieder.

Im Innenraum braucht der Passat den Vergleich mit der Mercedes E-Klasse und der BMW 5er-Reihe nicht mehr zu scheuen. Manche Insassen sprechen nach der Fahrt sogar von einem „Komforterlebnis“, wozu nicht zuletzt die ausgezeichneten Sitze beitragen.

Überall kommt bei dem Neuen ein Hauch von Luxus auf. Das Interieur wirkt sehr hochwertig und fühlt sich auch so an. Bedienelemente und Instrumente sind klar gegliedert. Fahrer und Beifahrer werden hier nicht unnötig irritiert.

Die vielen Ablagen summieren sich zu einem regelrechten Ablagekonzept, das als Clou ein Fach für den (nassen) Regenschirm aufweist, von dem das Wasser abfließen kann. Der Hang zur Größe lässt sich auch beim Kofferraumvolumen erkennen, es steigt auf stolze 565 l wenn gewünscht, wird ohne Aufpreis ein normales Reserverad in der Mulde untergebracht. Der Kraftstofftank fasst 70 l und damit 8 l mehr als der des Vorgängers.

VW hat das Fahrwerk so weiter entwickelt, dass es jeder Insasse bereits auf den ersten Kilometern spürt. Die Federung verarbeitet vorzüglich jede Art von Bodenunebenheit.

Auf kurviger Landstraße bewährt sich die elektromechanische Lenkung des Fronttrieblers sie reagiert direkt, aber nie nervös. Auf die herkömmliche Handbremse wird verzichtet, die Feststellbremse begnügt sich mit einem Knopf zum Drücken, gehalten wird sie elektrisch und löst beim Anfahren am Berg automatisch sie erlaubt sogar eine dosierte Notbremsung.

Vergangenheit im neuen Passat ist auch der Zündschlüssel, vielmehr wird ein Steckmodul mit Sender in einen kleinen Schacht eingeführt und dann per Tastendruck gestartet.

Obwohl der Passat jetzt die Anforderungen der oberen Mittelklasse erfüllt, stehen auch künftig kleine Einstiegsmotoren zur Auswahl: Bei den Benzinern ist es der 1,6-l-Vierzylinder (75 kW), der einzige mit Saugrohreinspritzung, und bei den Dieseln der 1,9-l-TDI (77 kW), beides bewährte Aggregate mit Zweiventiltechnik. Die sechs anderen Motoren, ob Benziner oder Diesel, sind allesamt Direkteinspritzer und haben vier Ventile pro Brennraum.

VW startete die Markteinführung am 11. März und liefert den Passat ab dem Datum mit den beiden Benzindirekteinspritzern 1.6 FSI (85 kW) sowie 2.0 FSI (110 kW) aus. Im Frühsommer soll der im Golf GTI überzeugend auftretende Turbomotor 2.0 T-FSI (147 kW) und im vierten Quartal der Sechszylinder 3.2 V6 FSI (184 kW) die Palette erweitern.

Der Preis für die Basislimousine liegt trotz der Aufwertung gegenüber dem alten bei 21 800 € für den neuen Passat 1.6 Trendline. Bei den voraussichtlich stärker gefragten und empfehlenswerten Dieseln liegt der Basispreis für den 1.9 TDI Trendline (77 kW) bei 24 010 € er ist im zweiten Quartal erhältlich. Ebenfalls im Angebot ist der 2.0 TDI (103 kW).

Der stärkste und neueste Diesel, der 2.0 TDI (125 kW) soll im Sommer kommen, zeitgleich mit der Einführung des Kombimodells Variant, und serienmäßig mit einem Partikelfilter ausgerüstet sein. Darüber hinaus, so heißt es, sei ein V6-Diesel fast seriereif. Versionen mit dem Direktschaltgetriebe „DSG“ dürften ab Juni verfügbar sein beim Golf hat sich durch das DSG (es ist ein automatisiertes Schaltgetriebe mit Doppelkupplung) der Automatikanteil auf 10 % verdoppelt. Zur umfangreichen Serienausstattung des neuen Passat gehören u.a. Klimaanlage, 16-Zoll-Räder und elektrische Parkbremse. Mit Abstandsregel-Tempomat, Kurvenlicht, „Keyless-Go“ und Notlaufreifen und vielem mehr hält geballte Technik gegen Aufpreis Einzug – wenn gewünscht. INGO REUSS/WOP

Von Ingo Reuss/Wolfgang Pester
Von Ingo Reuss/Wolfgang Pester

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