Bitkom-Umfrage 29.07.2011, 12:08 Uhr

Vernetztes Auto im Trend

Elektronik und Elektrik gewinnen im Automobil einen immer höheren Stellenwert. Zudem drängen neue Technologien und damit branchenfremde Produkte in die Fahrzeuge. Das bringt zahlreiche Herausforderungen für Zulieferer und OEMs mit sich.

Das Umfrageergebnis des Hightechverbandes Bitkom überraschte die deutschen Autobauer nicht: Jeder vierte Bundesbürger, so fand der Zusammenschluss von IT- und TK-Unternehmen zu Beginn des Jahres heraus, wollen auch in ihrem Fahrzeug mit dem weltweiten Netz verbunden sein. Weitere Untersuchungen zeigen, dass für die jüngere Generation Internetdienste im Auto sogar ein entscheidendes Kaufkriterium sind. Immer mehr Kunden erwarten, Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs auch mit dem Automobil verbinden zu können.

Längst haben Hersteller und Zulieferer auf diesen Trend reagiert, die Namen der aktuellen Programme wie „Audi Connect“ oder „BMW Connected Drive“ sprechen für sich. Doch nicht nur die Kunden, auch die Entwicklung hin zum Elektromobil bringt einen starken Bedarf nach Vernetzung mit sich, wissen Experten.

Das Auto von heute ist im Vergleich deutlich komplexer

„Die Komplexität im Fahrzeug hat sich ver-x-facht“, fasst Marc Poppner, Ingenieur und Technologieberater bei Zielpuls in München, zusammen. So werden beispielsweise für zunehmende Bandbreiten und neue Dienste immer mehr Kabel benötigt. Es gibt immer mehr Assistenz- und Sicherheitssysteme. Trotzdem muss das Gesamtgewicht der Fahrzeuge sinken, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Der Kostendruck wächst, während die Sicherheit im Bereich elektrischer und elektronischer Systeme (E/E) höchste Priorität behalten soll. Die Systeme müssen nahtlos funktionieren und dürfen nicht gehackt werden, warnen Beobachter.

Mit der zunehmenden Vernetzung nach innen und außen drängen neue Marktteilnehmer ins Auto und wittern mit „Apps“ ihr Geschäft. „Der Trend hin zur Konnektivität wird zu einem Zusammenrücken von Automobil- und IT-Industrie führen“, erwartet Grosse Kleimann, Auto-Experte bei Roland Berger Strategy Consultants. Diese Veränderungen werden auch die Geschäftsmodelle der Autoindustrie verändern, erwarten die Roland-Berger-Consultants: „Die Automotive-Branche wird vielfältige Partnerschaften mit Unternehmen aus anderen Bereichen eingehen, um Zugang zu Technologien und Kunden zu erhalten. Dabei wird es auch um die Integration von Hard- und Software in den Fahrzeugen gehen“, sagt Marcus Hoffmann, Principal bei Roland Berger.

Im Auto wächst der Wertschöpfungsanteil der Elektronik

Disruptive Technologien zwingen die Hersteller dazu, alte Kompetenzen zu verlagern und neue aufzubauen, denn der Wertschöpfungsanteil der Elektronik in den Fahrzeugen wächst unaufhaltsam. „Immer komplexere E/E-Systeme brauchen eine klare und saubere Architektur“, erklärte Rainer Kallenbach, bis vor Kurzem Executive Vice President Automotive Electronics bei der Robert Bosch GmbH, auf der Euroforum-Tagung „Elektroniksysteme im Automobil“ im Frühjahr. Dabei wollen die Hersteller, wie z. B. VW im Verlauf der Tagung erklärte, weiter die Architekturhoheit besitzen. Das müsse aber nicht so bleiben, weiß Poppner: „Internationale Systemlieferanten übernehmen diesen Part längst für einzelne Fahrzeuge, ohne dass der Kunde davon etwas bemerken würde.“

Wichtig sei es, „frühzeitig im Designprozess die Schnittstellengestaltung zu planen“. Schließlich treffen die langen Innovationszyklen für Fahrzeuge zunehmend auf schnelllebige Smartphone-Welten. „Wenn man Schnittstellen entsprechend designt, kann man die unterschiedliche Lebensdauer überbrücken“, ist Poppner überzeugt. Die eigentlich größte Herausforderung sei jedoch die unterschiedliche Ausbildung der Entwickler und Ingenieure, so der Berater. „Die Leute sprechen nicht dieselbe Sprache und kennen nicht die Prozesse der anderen Branche – das ist ein viel größeres Problem als die Technik.“

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