Rekordversuch mit Elektroauto 27.09.2013, 15:32 Uhr

Venturi VBB-3 soll mit 600 km/h durch die Salzwüste rasen

Warten auf den Startschuss: Sobald das Wetter wieder mitspielt, soll Venturi VBB-3 als erstes Elektroauto weltweit auf eine Rekordgeschwindigkeit von 600 km/h beschleunigen. Der kleinste Fahrfehler könnte Pilot Roger Schroer dabei in Lebensgefahr bringen.

Der Venturi VBB-3 ist das schnellste Elektroauto der Welt: der Venturi VBB-3. Sein 3000 PS starker Motor soll das Geschoss in einigen Tagen in der Wüste von Utah auf 600 km/h beschleunigen. Trotz Ultraleichtbauweise mit Carbon und Aluminium wiegt das in Frankreich von Venturi entwickelte Auto über drei Tonnen. Allein 1600 Kilogramm schwer sind die Akku-Packs.

Der Venturi VBB-3 ist das schnellste Elektroauto der Welt: der Venturi VBB-3. Sein 3000 PS starker Motor soll das Geschoss in einigen Tagen in der Wüste von Utah auf 600 km/h beschleunigen. Trotz Ultraleichtbauweise mit Carbon und Aluminium wiegt das in Frankreich von Venturi entwickelte Auto über drei Tonnen. Allein 1600 Kilogramm schwer sind die Akku-Packs.

Foto: Venturi

Der VBB-3 ist das stärkste Elektroauto der Welt. Über zwei Jahre Entwicklungsarbeit hat der französische Autohersteller Venturi gemeinsam mit der Ohio State University investiert, um das 3000 PS-starke Geschoss startklar zu machen. In einigen Tagen, wenn das Wetter endlich trocken wird, soll es in einer Rekordfahrt durch die Salztonebene in Bonneville (Utah) auf 600 km/h beschleunigen.

In Zaum halten wird das über drei Tonnen schwere Fahrzeug mit Vierradantrieb der Profi-Fahrer Roger Schroer, der den Vorgänger VBB 2.5 im Jahr 2010 bereits auf 495 km/h beschleunigte und damit einen neuen Weltrekord aufstellte. Beistand vom Adel hat das Vorhaben schon im August erhalten: Prinz Albert II von Monaco und Prinzessin Charlene hatten den Venturi VBB-3 im Rahmen der Speed Weeks in Ohio der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch US-Präsident Barack Obama hat sich die Technologie bereits persönlich angeschaut.

1600 Kilogramm schwere Akku-Packs ermöglichen Leistung von 2200 kW

Das Gestell des schwarz-roten Venturi VBB-3 besteht aus Aluminium, die Außenhülle aus Carbon. Und trotz dieser Leichtbauweise bringt es der elf Meter lange und ein Meter breite Flitzer auf ein Gewicht von über drei Tonnen. Das liegt vor allem an den 1600 Kilogramm schweren Batterie-Packs, die vor und hinter dem Fahrer platziert sind und insgesamt Platz für 2000 Lithium-Eisenphosphat-Akkus bieten (LiFePO4). Sie versorgen den Elektromotor mit Energie und ermöglichen eine Leistung von 2200 kW, umgerechnet 3000 PS, bei einem maximalen Drehmoment von 2800 Nm.

Es ist das schnellste Elektro-Auto der Welt: der Venturi VBB-3. Sein 3000 PS starker Motor soll das Geschoss in einigen Tagen auf 600 km/h beschleunigen. Trotz Ultraleichtbauweise mit Carbon und Aluminium wiegt es über drei Tonnen. Allein 1600 Kilogramm schwer sind die Akku-Packs.

Es ist das schnellste Elektro-Auto der Welt: der Venturi VBB-3. Sein 3000 PS starker Motor soll das Geschoss in einigen Tagen auf 600 km/h beschleunigen. Trotz Ultraleichtbauweise mit Carbon und Aluminium wiegt es über drei Tonnen. Allein 1600 Kilogramm schwer sind die Akku-Packs.

Foto: Venturi

 

Beitrag zur Zukunft der Elektromobilität

Beim Elektromotor hat das Venturi-Team im Vergleich zum Vorgängermodell VBB-2.5 die größte Leistungssteigerung vollbracht. Denn der Vorgänger leistete erst 800 PS. Arbeitsmotivation sei aber nicht nur der Weltrekord, sondern die Chance, einen Beitrag zur Zukunft der Elektromobilität zu leisten, sagt Gildo Pallanca Pastor, Präsident von Venturi Automobiles: „Mit der Entwicklung des leistungsstärksten Elektroautos der Welt haben wir unsere Führungsposition auf dem Gebiet elektrischer Antriebe ausgebaut. Viel wichtiger aber ist, dass wir die Energieausbeute optimieren wollen. Das ist eine der größten Herausforderungen nicht nur für die Automobilindustrie, sondern für die Gesellschaft im Allgemeinen.“

Der ehemalige Kampfjet-Pilot Roger Schroer im Cockpit der VBB-3. Der kleinste Fahrfehler könnte die Stabilität des Autos gefährden und Lebensgefahr bedeuten.

Der ehemalige Kampfjet-Pilot Roger Schroer im Cockpit der VBB-3. Der kleinste Fahrfehler könnte die Stabilität des Autos gefährden und Lebensgefahr bedeuten.

Foto: Venturi

Auf dieser Strecke durchbrach Andy Green schon die Schallmauer

Die Bonneville-Piste ist eine beliebte Strecke für Rekordfahrten. Hier kam der Kampfjet-Pilot Andy Green mit dem Raketenauto ThrustSSC im Jahr 1997 auf eine Geschwindigkeit von 1227 km/h und durchbrach dabei die Schallmauer. Ein riskantes Manöver. Denn jeder kleinste Fahrfehler hätte das mit hochexplosivem Treibstoff betankte Auto abheben und zerschellen lassen können. Zwar steht eine Explosion nicht auf der Risikoliste des Rekordversuchs der VBB-3, doch Konzentrationsmangel wird sich auch Roger Schroer nicht leisten dürfen. Wann genau sein Versuch stattfindet, ist unbekannt. In den vergangenen Tagen machten Regenfälle einen Strich durch die Rechnung. Falls alles gut geht, ist das nächste Etappenziel schon gesteckt: Die 700-km/h-Marke soll 2014 übertroffen werden.

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