Rudert Musk zurück? 01.12.2015, 14:39 Uhr

Tesla-S-Besitzer treiben Unfug mit dem neuen Autopiloten

Kaum sind die ersten Tesla-S mit einem Autopiloten ausgestattet, der deutlich mehr können soll als alles, was deutsche Hersteller anbieten, häufen sich auf YouTube Videos von Beinah-Crashs. Für Elon Musk eine Katastrophe. Rudert der Tesla-Gründer jetzt zurück?

Für bis zu 3300 € können Tesla-S-Besitzer ihr Fahrzeug mit dem neuen Autopiloten ausrüsten. Einige der stolzen Besitzer halten sich allerdings nicht an die Nutzungsbedingungen. <strong> </strong>

Für bis zu 3300 € können Tesla-S-Besitzer ihr Fahrzeug mit dem neuen Autopiloten ausrüsten. Einige der stolzen Besitzer halten sich allerdings nicht an die Nutzungsbedingungen.  

Foto: Tesla Motors

Besitzer eines Tesla S können seit neuestem einen Autopiloten nutzen, der den Wagen steuert. Einzige Bedingung des Autobauers: Die Hände bleiben am Steuer. Doch das wollen sich einige Besitzer offenbar nicht vorschreiben lassen. Der YouTube-User RockTreeStar beispielsweise hat ein Video veröffentlicht, das ihn bei freihändiger Fahrt zeigt. Und das geht prompt fast in die Hose: In einer Kurve steuert das Auto nämlich plötzlich in den Gegenverkehr. Es ertönt ein lauter Warnton, der Fahrer greift zum Lenkrad und steuert dagegen. Crash verhindert. Trotzdem trägt das Video den Titel „Tesla-Autopilot versuchte mich zu töten.“

Musk will offenbar Restriktionen für Autopiloten

Für Elon Musk, der den selbstfahrenden Tesla erst 2014 angekündigt hatte, sind solche Videos eine Katastrophe. Denn sie scheinen seine Befürchtung zu untermauern, dass die Autopilot-Funktion potentiell gefährlich ist. „Da gab es ein paar ziemlich verrückte Videos auf YouTube“, zitiert das Magazin Technolgy Review den Tesla-Gründer. „Das ist nicht gut.“

Aus diesem Grund werde man bald per Update zusätzliche Restriktionen einspielen. Technische Details dazu sind bislang nicht bekannt. Der Autobauer müsste aber beispielsweise folgendes Problem lösen: Bislang ist es möglich, den Wagen ohne Fahrer im Autopilot-Modus losdüsen zu lassen. Das System prüft nämlich nicht, ob das Fahrergewicht auf dem Sitz lastet. Es reicht aus, wenn der Gurt eingeklickt ist.

Bedingung: Fahrer trägt jederzeit volle Verantwortung

Tesla hat wohl nicht damit gerechnet, dass die Autofahrer derart fahrlässig mit dem Autopiloten umgehen. Musk hat sich aber vorsorglich rechtlich abgesichert: Bevor Besitzer die Autopilot-Funktion nutzen können, müssen sie nämlich umfangreichen Nutzungsbedingungen zustimmen. Sie besagen, dass der Fahrer möglichst immer die Hände am Steuer lassen soll und in jeder Situation die volle Verantwortung für das Fahrzeug trägt. Freihändig einen Crash bauen und dem Autopiloten die Schuld in die Schuhe schieben, das funktioniert also nicht.

Der Autopilot arbeitet mit Radar- und Ultraschallsensoren sowie einer Frontkamera. Das Fahrzeug kann dadurch selbstständig die Spur wechseln.

Der Autopilot arbeitet mit Radar- und Ultraschallsensoren sowie einer Frontkamera. Das Fahrzeug kann dadurch selbstständig die Spur wechseln.

Foto: Tesla Motors

Doch wie funktioniert der Autopilot überhaupt? Er arbeitet mit Radar- und Ultraschallsensoren sowie einer Frontkamera, die eine Software mit Umgebungsdaten füttern. Das Auto kann dadurch selbstständig lenken, beschleunigen, bremsen und den richtigen Abstand zu anderen Autos halten.

Autopilot wird durch Updates laufend besser 

Selbst bei höheren Geschwindigkeiten von mehr als 80 km/h steuert das Auto nach einem Test von auto motor und sport sicher, wenn auch ein bisschen ruckelig, durch die Kurven. Auf der Autobahn haben die Redakteure das Auto sogar bei mehr als 100 km/h gefahren. Sogar ein automatischer Spurwechsel ist möglich. Dafür muss der Fahrer lediglich den Blinkerhebel antippen. Und dass der Tesla einparken kann, ist eine seiner leichtesten Übungen. Das alles sind Leistungen, die in dieser Fülle bei keinem anderen Hersteller derzeit in Serie angeboten werden.

Doch diese Angebote führen offenbar zu Übermut und überfordern das System. Allerdings lernt es hinzu. Denn Tesla lässt alle Sensordaten per Mobilfunk auf einen Firmenserver übertragen und dort analysieren, um das Verkehrsgeschehen besser zu verstehen. Mit jedem Software-Update soll sich das Verhalten des Fahrzeugs verbessern.

Doch das nächste Update wird der Hersteller wohl eher nutzen, um die Angebote einzuschränken. Eigentlich blöd: Denn um den Autofahrern Appetit aufs autonome Fahren zu machen, hat sich Tesla extra weit aus dem Fenster gelehnt und so viel angeboten wie kein anderer. Das hat auch seinen Preis – zwischen 2700 und 3300 €. 

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