Sponsoren gesucht 10.10.2013, 11:01 Uhr

Solarscooter Xtrike fährt mit Sonnenenergie durch den Stadtverkehr

Mit Sonnenenergie durch die Stadt zu fahren – diesen Traum hat sich der Berliner Diplom-Ingenieur Hans Boës mit dem Solarscooter Xtrike erfüllt. Jetzt will er das Xtrike in Serie produzieren und sucht dafür Geldgeber auf dem Crowdfunding-Portal Startnext.

Draußen abgestellt, laden die Solarzellen Strom nach – für die nächste Fahrt mit dem Xtrike. 

Draußen abgestellt, laden die Solarzellen Strom nach – für die nächste Fahrt mit dem Xtrike. 

Foto: Screenshot ingenieur.de

Das Xtrike ist ein Roller und mit seinen zwei Solarzellen auf dem Lenker schon von weitem als Solarmobil zu erkennen. Es fährt zwar mit Sonnenenergie, kann auf die Bewegung seines Fahrers aber dennoch nicht verzichten. Der Motor setzt das Solarmobil nur in Bewegung, wenn sein Fahrer oder seine Fahrerin ihm den nötigen Schwung gibt. „Es macht einfach Spaß, damit zu fahren“, sagt Entwickler Hans Boës. „Auch wenn der Motor die meiste Arbeit verrichtet, aktiviert das Fahren auf dem Xtrike den Kreislauf und bringt in Schwung“, erklärt er.

Sonnenstrom reicht für 50 Kilometer

Was ihn bei der Entwicklung des Xtrike antreibt, sind aber nicht nur der Spaß und die Gesundheit. Boës suchte nach Fahrzeugen, die ohne fossile Brennstoffe wie Benzin auskommen – und für den Verkehr in der Stadt geeignet sind. „Das Xtrike ist ein erster Entwurf für ein alltagstaugliches Fahrzeug, das mindestens im Sommer seine gesamte Energie aus der Sonne tanken kann“, sagt sein Erfinder.

Geplant ist das Xtrike deshalb vor allem für die kurzen Strecken in der Stadt: den Weg zur Arbeit, die Strecke zum Supermarkt oder um das Kind aus dem Kindergarten abzuholen. Je nach verwendeter Batterie reicht der Strom für 50 Kilometer. Nachtanken aus der Steckdose ist nach Einschätzung des Ingenieurs nur im Winter nötig, ansonsten genügt es, das Xtrike draußen stehen zu lassen, damit das Licht der Sonne den Akku wieder aufladen kann.

Stauraum und Akkus des Solarscooters verbergen sich hinter den Zellen, der Motor passt in die Nabe des Vorderrads. Der Tretsensor macht den Solarscooter zu einem Pedelec – einem Fahrzeug, bei dem die Muskelkraft des Fahrers lediglich von einem Hilfsmotor unterstützt wird.

Serienmodell soll 2.500 Euro kosten

Für 2.500 Euro wäre ein Xtrike aus der geplanten Serienproduktion zu haben. Dafür braucht er 20 Vorbestellungen, hat Hans Boës ausgerechnet. Auf Startnext will er jetzt zunächst 5.000 Euro sammeln. Davon will er zwei erste Serienmodelle für Vorführungen, Ausstellungen und Marketing bauen, außerdem einen weiteren, verbesserten Prototypen. Der soll auf den Transport des Fahrers, eines Kindes und einer weiteren Last von etwa 35 Kilo ausgelegt sein. Neben einer Transportbox soll das Xtrike auch einen Zwölf-Volt-Anschluss bekommen, an dem Handys aufgeladen oder andere elektronische Geräte betrieben werden können.

Bis zum Jahresende hat der Berliner Ingenieur Zeit, um auf Startnext Sponsoren für seinen Solarscooter Xtrike zu finden. Dass seine Idee Zuspruch findet, hat sich schon in den ersten paar Tagen gezeigt: 85 Fans zeigt die Seite seit dem 4. Oktober an. Jetzt muss nur noch die Zahl der „Supporter“ steigen, damit Xtrikes durch deutsche Städte rollen können.

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