100 autonome Vans 20.12.2016, 13:18 Uhr

So will Google mit Vans die Autobranche aufrollen

Kein Aufatmen in der Autoindustrie: Google forscht weiter intensiv am autonomen Fahren, will die Technik aber in vorhandene Serienfahrzeuge einbauen. Jetzt hat Fiat Chrysler 100 Chrysler Pacifica Hybrid Vans an Google-Tochter Waymo ausgeliefert. 2017 sollen die Autos durch die USA rollen.

Fiat Chrysler und Google Tochter Waymo haben jetzt 100 Chrysler-Vans mit der Technik zum autonomen Fahren ausgerüstet. 2017 sollen die Autos auf der Straße erprobt werden.

Foto: Fiat Chrysler

Fiat Chrysler Pacifica mit Google-Technik zum autonomen Fahren: Seit Mai arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an der Technik.

Foto: Fiat Chysler

Deutlich zu sehen ist der Aufbau mit Sensoren und Kameras auf dem Dach des Chrysler Pacifica.

Foto: Fiat Chrysler

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Foto: Fiat Chrysler

Foto: Fiat Chrysler

Die Google-Käfer werden jetzt ausgemustert: Mit seiner neuen Tochter Waymo konzentriert sich Google nur noch auf die Technik zum autonomen Fahren.

Foto: Fiat Chrysler

Foto: Fiat Chrysler

Es ist gerade eine Woche her, dass Google die Entwicklung eigener Autos gestoppt hat. Seit Jahren fuhren die kleinen Knutschkugeln, die eher Spielzeugautos im Käfer-Look glichen als einem ausgewachsenen Auto, über amerikanische Straßen. Dabei erprobte Google die Technik des autonomen Fahrens, und das ziemlich erfolgreich. Denn schwere Unfälle wie Tesla hatte Google nicht zu beklagen.

Aufwand für eigenen Autobau ist Google zu groß

Doch Google ist der Aufwand für den Bau eines eigenen Autos, die eigentliche Domäne der Autobauer, nun doch zu groß geworden. Der Konzern will sich mit seiner neuen Tochter Waymo ganz auf die Technik des autonomen Fahrens konzentrieren, die Waymo dann in Serienfahrzeuge der Hersteller einbauen will.

Im ersten Schritt hat jetzt der italienisch-amerikanische Autohersteller Fiat Chrysler 100 Pacifica Vans mit Hybridantrieb an Waymo ausgeliefert. Seit Mai wurden die Autos in einem gemeinsamen Forschungszentrum in Michigan in den USA umgerüstet und mit Googles Sensortechnik, Computern und Software ausgestattet.

Fiat Chrysler hat die Vans für die Google Technik allerdings angepasst. Das gilt insbesondere für den Antriebsstrang, das Chassis und die Elektronik. Die modifizierten Vans sollen im nächsten Jahr auf den Straßen in den USA getestet werden.

Google sieht die Zukunft im Ride Sharing

Es ist kein Zufall, dass Google nun statt des kleinen, eigenen Zweisitzers auf einen Van setzt mit fünf und sieben Sitzplätzen. Denn die Zukunft sehen Google wie auch die Autohersteller darin, dass sich Fahrgäste künftig per App eine Mitfahrgelegenheit suchen und ein autonom fahrendes Auto seine Fahrgäste einsammelt und zum Ziel bringt. Ride Sharing heißt das neudeutsch.

„Mit diesem großartigen neuen Minivan lernen wir auf unseren Testmärkten, wie Menschen aller Altersgruppen, Gestalt und Gruppengrößen unsere völlig selbstfahrende Technologie erleben“, schrieb Waymo-CEO John Krafcik in einem Blog. Für Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne ist die Kooperation mit Google ein Muss. „Da der Transport der Verbraucher weiterentwickelt werden muss, sind strategische Kooperationen wie diese für die Förderung einer Kultur der Innovation, der Sicherheit und der Technologie unerlässlich“, so Marchionne.

Ganz ohne Erfahrung ist Google allerdings nicht mit größeren Autos. Denn neben den kleinen Google-Käfern hat Google auch schon Lexus-Modelle mit seiner Selbstfahrtechnik ausgerüstet und die Autos intensiv erprobt.

 

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