Batteriefertigung kommt zurück 28.03.2014, 16:46 Uhr

SGL: Karbonfertigung wird schon bald 90 % günstiger

Gute Nachrichten für die Automobilhersteller: Die Fertigungskosten für das teure Leichtbaumaterial Karbon werden in den kommenden Jahren drastisch sinken. Davon geht Hubert Jäger aus, Entwicklungschef des Karbon-Spezialisten SGL. 

Das Elektroauto BMW i3 hat ein Karbonkarosserie, um Gewicht einzusparen. Jetzt hat der Forschungschef des Karbon-Herstellers SGL angekündigt, dass die Fertigungskosten für Karbon in den nächsten Jahren um 90 Prozent sinken werden.

Das Elektroauto BMW i3 hat ein Karbonkarosserie, um Gewicht einzusparen. Jetzt hat der Forschungschef des Karbon-Herstellers SGL angekündigt, dass die Fertigungskosten für Karbon in den nächsten Jahren um 90 Prozent sinken werden.

Foto: BMW

Er hält eine Reduzierung der Produktionskosten um sogar 90 Prozent für möglich, was Fahrzeuge mit Karbonkarosserie wie die elektrischen BMW-Modelle i3 und i8 und das Ein-Liter-Auto XL1 von VW deutlich günstiger machen würde. „Wir sind überzeugt, dass wir mehr als 90 % schaffen“, sagte Jäger im Gespräch mit den VDI nachrichten. „Und das ist realistisch.“

Kilopreis für Karbon wird auf 30 Euro sinken

„Heute liegen die mittleren Kosten im Karbonleichtbau bei 100 Euro pro Kilogramm. Davon 20 Euro Material und 80 Euro Fertigungskosten“, erklärte Jäger. Bei einer Senkung der Fertigungskosten um 90 Prozent, läge man bei nur noch 30 Euro pro Kilo. „Immer noch teurer als Stahl oder als Aluminium, aber dann zahlen sich anderen Vorteile aus“, so Jäger. Bessere Formbarkeit, weniger Teile und der Wegfall der energieintensiven KTL-Tauchbäder vor dem Lackieren würde zusätzlich Kosten sparen. Bisher galt Karbon als zu teuer für die Verwendung in der Großserie.

Graphit-Fertigung im SGL-Werk in Bonn: Bauteile aus Karbon werden schon bald deutlich günstiger, so SGL-Forschungschef Hubert Jäger.

Graphit-Fertigung im SGL-Werk in Bonn: Bauteile aus Karbon werden schon bald deutlich günstiger, so SGL-Forschungschef Hubert Jäger.

Quelle: SGL

Im Rennen um die Technolgieführerschaft bei der Batterietechnik sieht Jäger gute Chancen für die deutschen Unternehmen, wieder zur Konkurrenz aus Asien und den USA aufzuschließen. „Wir haben viel verlorenes Terrain zurückgewonnen“, so Jäger, der auch Vorstandsvorsitzender des Kompetenznetzwerks Lithium-Ionen-Batterien ist. Heute arbeiteten wieder 1000 Wissenschaftler in der Batterieforschung. „In der Forschung haben wir das Zeug, eine Führungsrolle einzunehmen.“

SGL erwartet Batterieproduktion ab 2025 zurück in Deutschland

Bei der jetzigen Batteriegeneration sei Deutschland aber noch im Hintertreffen, es fehle noch an Produktionskapazitäten. „Aber für die nächste Generation, die etwa 2025 zu erwarten ist, sehe ich sehr gute Chancen. Mit der jetzt aufgebauten Kompetenz kann es uns gelingen, die Produktion nach Deutschland zurückzuholen.“

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