CES 2016 13.10.2015, 12:22 Uhr

Schweizer Ingenieur designt Sportwagen mit Drohnenlandeplatz

Unglaublich, was sich Frank Rinderknecht für die CES 2016 in Las Vegas ausgedacht hat: Der Schweizer Ingenieur hat sein Konzept-SUV Rinspeed Etos mit einem Drohnenlandeplatz ausgestattet. Wofür, lesen Sie hier.

Hybrid-SUV Etos von Rinspeed: Eine kleine Drohne erledigt Einkäufe, während der Fahrer gemütlich im Wagen sitzenbleibt. 

Hybrid-SUV Etos von Rinspeed: Eine kleine Drohne erledigt Einkäufe, während der Fahrer gemütlich im Wagen sitzenbleibt. 

Foto: Rinspeed, SUV, Etos

Auf den ersten Blick traut man seinen Augen kaum: Im Heckbereich des gelben Sportflitzers Rinspeed Etos ist das Symbol für einen Hubschrauberlandeplatz aufgemalt – ein großes H in einem gelben Kreis. Was da landen soll? Eine Drohne, sagt der Schweizer Autovisionär Frank Rinderknecht, der sich mit seinem Unternehmen Rinspeed auf das Porsche-Tuning spezialisiert hat und nebenbei mit verrückten Konzeptfahrzeugen für Unterhaltung sorgt.

Der Nutzen liegt laut Rinderknecht auf der Hand: Der Fahrer könne zum Beispiel auf dem Heimweg per Drohne einen Blumenstrauß abholen, den er zuvor im Internet bestellt hat – und trotzdem pünktlich bei seiner besseren Hälfte ankommen. Oder er nutzt die Drohne als riesigen Selfie-Stick, um seinen Freunden Bilder der Fahrt im gelben Flitzer zu schicken. 

Lenkrad des Rinspeed Etos faltet sich auf Knopfdruck zusammen

Natürlich folgt der hybride Zweisitzer auch dem Zukunftstrend des autonomen Fahrens: Im Selbstfahr-Modus faltet sich das Lenkrad zusammen und zieht sich ins Armaturenbrett zurück. Die beiden gekurvten Breitbild-Monitore verschieben sich näher in den Blick der Passagiere. „Das hat wirklich Magie“, sagt Rinderknecht, der das Konzeptfahrzeug vom 6. bis 9. Januar 2016 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorstellen wird.

Vision von Frank Rinderknecht: Im Selbstfahr-Modus zieht sich das Lenkrad zurück und Monitore schieben sich ins Blickfeld der Passagiere. 

Vision von Frank Rinderknecht: Im Selbstfahr-Modus zieht sich das Lenkrad zurück und Monitore schieben sich ins Blickfeld der Passagiere. 

Foto: Rinspeed

Doch was zieht Rinspeed ausgerechnet auf eine Fachmesse für Unterhaltungselektronik? „Die großen und vor allem disruptiven Innovationen im Automobilbau der Zukunft kommen aus der digitalen Welt“, ist Rinderknecht überzeugt. „Deshalb sind auf der CES mittlerweile alle großen Hersteller und Zulieferer präsent.“

Renaults Kwid soll ebenfalls einen Flugbegleiter haben

Rinderknecht ist nicht der Erste, der auf die Idee einer Auto-Drohne gekommen ist. 2014 hat Renault auf der Motorshow in Neu Delhi den Kwid vorgestellt, einen 1,2-L-Turbobenziner, der ebenfalls einen viermotorigen Flugbegleiter hat. Autofahrer sollen mit dem sogenannten Flying Companion Verkehrsverhältnisse von oben erkennen oder Landschaftsfotografien aufnehmen können.

Der Renault Kwid: Eine kleine Drohne namens Flying Companion beobachtet den Verkehr aus der Luft. (Bildquelle: Renault)

Der Renault Kwid: Eine kleine Drohne namens Flying Companion beobachtet den Verkehr aus der Luft. (Bildquelle: Renault)

Foto: Renault

„Junge Kunden in Indien sind häufig Trendsetter in Sachen neueste Technologie und Fahrspaß“, sagt Gilles Normand, Renault-Direktor für die Region Asien-Pazifik, in einem Bericht des Spiegel. „Der Kwid Concept mit seinem integrierten Flugroboter (…) verkörpert diesen zukunftsorientierten Geist.“ Der Fahrer soll die Drohne manuell steuern oder programmieren können, damit sie dem SUV auf der gewünschten Strecke vorausfliegt.

Wie bei James Bond: sQuba von Rinspeed geht auf Tauchfahrt

Aus der Rinspeed-Ideenschmiede stammt übrigens auch der sQuba ­– ein Cabrio-Sportwagen, der in bester James-Bond-Manier abtauchen kann. Dazu hat Rinspeed den Verbrennungsmotor durch drei Elektromotoren ersetzt. Zwei von ihnen treiben den Wagen unter Wasser über zwei Jetantriebe im Bug an. Dass der Tauchwagen tatsächlich funktioniert, haben die Ingenieure 2008 im Genfer See bewiesen.

Tauchauto von Rinspeed: Die Passagiere tragen Tauchmasken und werden klitschnass.

Tauchauto von Rinspeed: Die Passagiere tragen Tauchmasken und werden klitschnass.

Foto: Rinspeed

Und was passiert bei der Tauchfahrt mit den Passagieren des Cabrios? Das ist ziemlich abgefahren: Sobald der Wagen im Wasser ist, öffnen sie die Tür einen Spalt, fluten den Wagen – werden somit pitschnass – und gehen auf Tauchfahrt. Sie müssen sich Tauchmasken aufsetzen und wie ein Taucher Sauerstoff über ein Mundstück einatmen. Den Luxus, trockenzubleiben, konnte Rinspeed ihnen nicht bieten. Denn dafür hätte das Schweizer Unternehmen das Gewicht des Wagens drastisch erhöhen müssen, um den Auftrieb zu kompensieren. 

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