BMW stark betroffen 11.07.2013, 14:36 Uhr

Rekordverdächtige Rückrufquote von Autos in den USA

Falls der Trend auch im zweiten Halbjahr anhält, werden 2013 so viele Autos zurückgerufen wie noch nie zuvor. Einer Studie zufolge mussten in den USA bisher 11,3 Millionen Fahrzeuge erneut in die Werkstätten. Auch in Deutschland liegt die Zahl der Rückrufe auf hohem Niveau.

Auch im vierten Jahr hintereinander leidet BMW unter einer Rückrufwelle in den USA.

Auch im vierten Jahr hintereinander leidet BMW unter einer Rückrufwelle in den USA.

Foto: BMW

Das „Center of Automotive Management (CAM)“ der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach prognostiziert für das Jahr 2013 einen Negativrekord bei den Autorückrufen. Bisher war 2010 das Rekordjahr mit insgesamt 18 Millionen Rückrufen. Nun gibt es laut aktueller Studie bereits im ersten Halbjahr 2013 11,3 Millionen Rückrufe, während die Quote im Vorjahreszeitraum bei nur 4,8 Millionen lag.

Referenzmarkt für die jährliche Erhebung „Rückruf-Trends der globalen Autohersteller“ sind die USA. Dort wird ein Rückruf von der „National Highway Traffic Safety Administration“ ausgelöst, wenn ein sicherheitsrelevanter Defekt an einem Fahrzeug auftritt oder die Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden.

BMW: Drei Mal so viele Autos zurückgerufen wie ausgeliefert

Unrühmlicher Spitzenreiter ist BMW mit einer Rückrufquote von 334 Prozent. Das entspricht über einer halben Million Pkw, die in die Werkstätten beordert werden mussten. BMW musste damit schon das vierte Jahr in Folge aufgrund „hoher sicherheitsrelevanter Mängel“ besonders viele Autos zurückholen. Auch Chrysler liegt mit einer Rückrufquote von 314 Prozent ganz vorn, gefolgt von Hyundai/Kia mit 294 Prozent.

Im Mittel lag die Rückrufquote bei allen Autoherstellern gemessen am Neuwagenabsatz bei 142 Prozent. Das heißt, dass fast eineinhalb Mal so viele Fahrzeuge in die Werkstätten zurück mussten, wie in diesem Zeitraum verkauft wurden.

Die größten Probleme liegen der Studie zufolge beim Insassenschutz, etwa bei den Airbags. In mehr als 38 Prozent der Fälle waren Sicherheitsmängel für den Rückruf verantwortlich. Auch BMW hatte darunter zu leiden, dass die japanische Firma Takata defekte Airbags geliefert hatte.

Chrysler musste wegen Getriebefehlern und Feuergefahr im Falle eines Auffahrunfalles fast drei Millionen Autos zurückrufen. Weitere Ursachen lagen laut Untersuchung in Problemen mit der Elektronik und Mängel an den Motoren. Bei Hyundai/Kia waren defekte Bremslichter und Tempomate verantwortlich für den Rückruf von fast zwei Millionen Autos.

Qualitätsverluste durch gestiegenes Tempo, Kostendruck und Baukastenprinzip

Gründe für die Qualitätsprobleme gibt es mehrere, beschreiben die  Autoexperten des CAM. Sowohl das gestiegene Tempo bei der Entwicklung neuer Modelle und Baureihen als auch ein erheblicher Kostendruck seien verantwortlich. Zudem würden die Hersteller ihre unterschiedlichen Modelle zunehmend auf der derselben Grundlage nach einem Baukastenprinzip bauen. Wenn ein Teil sich als fehlerhaft erweist, habe das erhebliche Auswirkungen auf weitere Modelle. Auch die hochgerüstete und komplexe Elektronik führe zur Fehleranfälligkeit.

Obwohl die deutschen Hersteller Volkswagen/Audi und Daimler bei der aktuellen Studie im amerikanischen Markt sehr gut abgeschnitten haben, stellt das CAM auch in Deutschland einen Anstieg der Rückrufe fest. 2012 veranlasste das Kraftfahrt-Bundesamt 162 Rückrufe, bei denen 824.000 Autos betroffen waren.

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