Bislang nur Filmrequisite 23.06.2014, 06:55 Uhr

Paypal-Gründer baut echtes James-Bond-Tauchauto

Ein Wagen, der nicht nur Männerherzen höher schlagen lässt: Den tauchenden Lotus Esprit aus dem James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“ kaufte im letzten Jahr Elon Musk. Und war enttäuscht. Denn die Filmrequisite kann nicht auf Knopfdruck zwischen Tauchen und Fahren wechseln. Das will der Paypal-Gründer und Tesla-Chef nun ändern.

Im Film verwandelte sich der Lotus Esprit per Knopfdruck in ein Mini-U-Boot. In Wirklichkeit gab es für diese Szene zwei Fahrzeuge. Musk will die Transformation nun Wirklichkeit werden lassen.

Im Film verwandelte sich der Lotus Esprit per Knopfdruck in ein Mini-U-Boot. In Wirklichkeit gab es für diese Szene zwei Fahrzeuge. Musk will die Transformation nun Wirklichkeit werden lassen.

Foto: GM Auctions

Was wäre James Bond ohne seine technischen Spielereien, die ihn auch in den gefährlichsten Situationen immer noch extrem cool aussehen lassen? Im „Spion, der mich liebte“ gehörte ein Lotus Esprit des britischen Kleinserienherstellers Lotus zur Spezialausstattung des Agenten. Als der Bond-Film 1977 in die Kinos kam, war das Sportwagen-Coupé frisch auf den Markt gekommen.

Natürlich konnte es mehr als nur schnell fahren: Zwischen Maschinengewehrsalven und vom Helikopter verfolgt, steuert Agent 007 mitsamt schöner Begleitung das Auto rasant vom Pier ins Meer und taucht ab. Die Räder klappen ein, stattdessen erscheinen kleine Antriebsstutzen und die Unterwasserfahrt beginnt. Wenig später taucht das Spezialgefährt am belebten Strand auf und fährt durch den Sand davon.

Elon Musk ersteigerte im letzten Jahr das Unterwasserauto von James Bond

Rund 30 Jahre später soll der legendäre Lotus Esprit nun zu neuen Ehren kommen. Nachdem er nach dem Ende der Dreharbeiten viele Jahre lang in einem Lagercontainer auf Long Island (New York) auf eine weitere Verwendung gewartet hatte, wurde er im letzten Jahr schließlich in London versteigert.

Eine knappe Million US-Dollar war Paypal-Gründer Elon Musk der modifizierte Lotus Esprit wert. Sein neues Tauchfahrzeug soll den Elektroantrieb des Tesla S erhalten.

Eine knappe Million US-Dollar war Paypal-Gründer Elon Musk der modifizierte Lotus Esprit wert. Sein neues Tauchfahrzeug soll den Elektroantrieb des Tesla S erhalten.

Foto: AM Auctions

Ein anonymer Bieter hatte den Zuschlag für eine knappe Million Dollar erhalten. Schnell wurde bekannt, dass der amerikanische Unternehmer Elon Musk der neue Besitzer des Bond-Autos ist. Der 42-Jährige ist der Gründer des Bezahlsystems PayPal, besitzt das Raumfahrtunternehmen SpaceX und baut mit seiner Firma Tesla Motors erfolgreich Elektroautos. Er gilt als jemand, der technische Zukunftsfantasien anzupacken versteht.

Blick ins Innere des tauchenden Lotus Esprit. Die Filmemacher haben ihn so modifiziert, dass er zwar tauchen, aber nicht mehr fahren kann.

Blick ins Innere des tauchenden Lotus Esprit. Die Filmemacher haben ihn so modifiziert, dass er zwar tauchen, aber nicht mehr fahren kann.

Foto: GM Auctions

Folgerichtig bestätigte Musk dann auch bald gegenüber amerikanischen Medien die Spekulation, dass er aus dem Unterwasserauto von James Bond eine fahrtaugliche Version machen wolle. Der Lotus Esprit ist zwar keine Attrappe und insofern echt, als dass die Techniker damals aus dem Auto tatsächlich eine Art Unterseeboot bauten. Aber ein Amphibienfahrzeug, so wie im Film gezeigt, ist der Sportwagen nicht. Das will Elon Musk nun nachholen, denn nach dem Kauf des Lotus sei er enttäuscht darüber gewesen, dass der sich nicht auf Knopfdruck habe verwandeln können.

Der neue Aqua-Lotus soll den Elektroantrieb des Tesla S bekommen

Einzelheiten verriet Musk bisher nicht. Wohl aber steht fest, dass die Neuentwicklung rund 20 Prozent größer sein soll als der originale Lotus Esprit, der seit 2003 nicht mehr produziert wird. Seinen Elektroantrieb soll er vom Premium-Modell Tesla S erhalten und ein voll taugliches Amphibienfahrzeug werden. In Serie wird der Aqua-Lotus aber wohl nicht gehen. Musk will zwar mehr als ein Auto bauen, aber die Gesamtzahl soll im einstelligen Bereich bleiben.

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