Happy Birthday! 21.10.2016, 13:57 Uhr

Opel Kadett feiert 80. Geburtstag

Happy Birthday, Kadett! Der Kultwagen von Opel wird 80 Jahre alt. Grund genug, auf eine erfolgreiche Geschichte zurückzublicken. Was glauben Sie, was ein Exemplar 1936 gekostet hat? 

Kult-Reklame für den Kadett. Das erste Exemplar lief 1936 in Rüsselsheim vom Band. Kostenpunkt: 2.100 Mark. 

Foto: Opel

Der Opel Kadett von 1936 zeigt harmonische Proportionen mit schrägem Heck und integrierten Scheinwerfern.

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80 Jahre Opel Kadett ...

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Der Opel Kadett ist heute ein gesuchter Klassiker.

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Der erste Kadett lief zwischen 1936 und 1940 mehr als 107.000 Mal in Rüsselsheim vom Band.

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Ältester Kadett und jüngster Opel...

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Kadett- und Astromodelle (vorne) von 1936 bis 2015. Bis heute hat Opel 24 Millionen Kompaktmodelle verkauft. Sie würden eine 100.000 km lange Kolonne bilden. 

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1936 zählte das Opel-Werk in Rüsselsheim zu den fortschrittlichsten Automobilwerken Europas. Hier lief vor 80 Jahren der erste Opel Kadett vom Band und wechselte für 2.100 Mark den Besitzer. Der Startschuss für eine Erfolgsgeschichte. Über 24 Millionen Opel-Kompaktmodelle hat der Autobauer bis heute auf der ganzen Welt verkauft. Aneinandergereiht würde sich eine 100.000 km lange Fahrzeugkolonne bilden, die zweieinhalbmal um den Äquator reicht.

Kadett 1 brachte es auf 100 km/h Höchstgeschwindigkeit

Kennzeichnend für den Opel Kadett von 1936 waren harmonische Proportionen mit Schrägheck und integrierte Scheinwerfer statt der bis dato üblichen Topflampen. Unter der Motorhaube arbeitete ein Vierzylinder-Graugussmotor mit 23 PS, der den „Volkswagen“ auf eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h beschleunigte.

„Der Kadett ist, wie die ersten Probefahrten bestätigen, ein für diese Preislage keineswegs alltägliches Fahrzeug“, hieß es damals in der Braunschweiger Tageszeitung. Details wie hydraulische Vierradbremse, Fahrtrichtungsanzeiger und ein von innen zugänglicher Gepäckraum waren in dieser Klasse damals unüblich – der Kadett besaß sie allesamt ab Werk.

Karosserie war aufgebaut wie ein Brückenträger

Wegweisend für seine Zeit war auch die selbsttragende Ganzstahlkarosserie, welche die klassische Konstruktion aus Fahrgestell und Holzaufbau ersetzte. „Die von früher gewohnte Unterteilung zwischen Fahrgestell und Karosserie wird hinfällig“, erklärte Opel damals. „Das Gerippe der Karosserie ist wie ein Brückenträger aufgebaut, eine Ausführungsform, die bei geringstem Gewicht die mühelose Aufnahme großer Kräfte möglich macht. Dieses Gerippe besteht aus Profilträgern, die wie im Metallflugzeugbau miteinander verbunden sind.“

Als erstes Opel-Modell besaß der Kadett außerdem einen im eigenen Haus entwickelten Fallstromvergaser mit einem sogenannten Venturi-Rohr. Dabei handelt es sich um ein glattwandiges Rohrstück mit einer Verengung, an der ein mit Benzin gefülltes Röhrchen angebracht ist. Wenn Luft durch das Rohr strömt und den engeren Bereich passiert, muss sie an dieser Stelle schneller strömen als in den anderen Zonen. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der den Kraftstoff ansaugt und mitreißt.

In den nächsten Jahrzehnten folgten die Generationen Kadett A (1962-1965), Kadett B (1965-1973), Kadett C (1973-1979), Kadett D (1979-1984), Kadett E (1984-1991), schließlich Opel Astra F (1991-1997), Astra G (1998-2004), Astra H (2004-2009) und der Astra J (2009-2015). 2015 kam der Astra K auf den Markt, den Opel bis heute schon über 275.000 Mal verkauft hat. An Bord sind Verkehrsschilderkennung, Spurassistent mit aktiver Lenkkorrektur, Abstandsanzeige und Frontkollisionswarner mit automatischer Notbremsfunktion.

Mit dem Ampera-e mischt Opel mittlerweile auch auf dem Markt der Elektroautos mit. Die Konkurrenz ist allerdings groß, wie der Autosalon in Paris gezeigt hat.

 

Von Patrick Schroeder Tags:

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