Autotest 03.08.2012, 11:00 Uhr

Neue A-Klasse von Mercedes ist kultiviert sportlich

Mit der neuen A-Klasse hat sich Mercedes-Benz vom früheren, eigenständigen Hochdachkonzept verabschiedet. Das komplett neue Steilheckmodell zielt künftig auf das sportliche Segment der Kompaktklasse.

In der Länge misst die im Mercedes-Benz-Werk Rastatt produzierte neue A-Klasse jetzt 4,29 m, in der Höhe 1,43 m. Die Preise für die Kompakt- Modellreihe beginnen bei 23 978 € für den A 180 mit 1,6 l Hubraum und 90 kW). Ab September stehen zunächst drei Benziner und drei Diesel zur Wahl. Vor allem die Abstimmung des Fahrwerks fällt deutlich sportlicher, aber dennoch kultiviert aus. So wurde der Schwerpunkt um 40 mm abgesenkt.

Neue A-Klasse untersteuert weniger stark

Arne Felske, bei Mercedes verantwortlich für Aktive Sicherheit/Fahrdynamik, verweist auf die Hauptvorteile der Vierlenkerhinterachse, bei der pro Rad drei Quer- und ein Längslenker die Kräfte aufnehmen. Längs- und Querdynamik können unabhängig voneinander abgestimmt werden. Um die ungefederten Massen zu verringern, wird für die Radträger und Federlenker Aluminium eingesetzt. In ausgiebigen Fahrversuchen hat das Team um Felske die Untersteuerneigung des Fronttrieblers im erhöhten Querbeschleunigungsbereich reduziert. Die Querbeschleunigung wird mit 6 m/s2 angegeben. Zudem haben die Fahrwerktechniker beim neuen Modell das dynamische Wankverhalten und den Anfahrnickwinkel verringert, wodurch das Fahrzeug agiler wirkt.

Zu den weiteren Fahrwerksverbesserungen zählt die Funktion „Extended-Traction-Control“ (XTC). Sie unterstützt das ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) beim Beschleunigen aus zügig durchfahrenen Kurven. Dabei wird am kurveninneren Vorder- und Hinterrad ein spurstabilisierendes Giermoment erzeugt.

Künftig sind drei Fahrwerksabstimmungen verfügbar: Normal, Sport und optional das besonders sportliche AMG-Fahrwerk, das für die stärksten Benzin- und Dieselmotorisierungen geliefert wird. Spürbare Fortschritte sind auch bei der elektromechanischen Lenkung zu erkennen. Der Elektromotor ist direkt am Lenkgetriebe positioniert. Optional kann der Kunde eine sogenannte Direktlenkung mit variabler Übersetzung ordern, wodurch sich die A-Klasse fast schon wie ein Sportwagen lenken lässt. Doch bereits in der Grundausstattung spürt der Fahrer die hohe Lenkpräzision, die ein hohes Sicherheitsgefühl vermittelt.

A-Klasse von Mercedes setzt auf „kultivierte Sportlichkeit“

Bei der Entwicklung der neuen A-Klasse war das Ziel „kultivierte Sportlichkeit“ vorgegeben. Felske definiert die Sportlichkeit als „maximale Agilität bei markentypischem Sicherheitsgefühl, unangetasteter Fahrstabilität und hohem Fahrkomfort“. Schon in einer frühen Phase seien die Daten und Kennwerte der A-Klasse und der drei Hauptwettbewerber BMW 1er, Audi A3 und VW Golf in den Simulator eingespeist und ausgiebige, reale Fahrtests durchgeführt worden. „In der Kombination aus Fahrdynamik und Fahrkomfort setzen wir uns an die Spitze des Segments“, ist sich Felske sicher.

Unser Eindruck nach den ersten Probefahrten: Die Fahrwerksmodifikationen führen bei der neuen A-Klasse zu besonders hoher Fahrstabilität und geringer Seitenneigung. Sie erlauben hohe Kurvengeschwindigkeiten. Nicht zuletzt durch die Mehrlenker-Hinterachse und die elektronischen Regelsysteme ist der sportliche Fronttriebler gut beherrschbar.

Fahrerassistenzsysteme in der A-Klasse gegen Aufpreis

Zahlreiche, allerdings überwiegend aufpreispflichtige Fahrerassistenzsysteme sorgen für Sicherheit außerdem bietet der Stuttgarter Automobilhersteller für sein Kompaktfahrzeug aus dem Premiumsegment viele Ausstattungslinien und Pakete.

Einen gewissen Kraftaufwand erfordert die exakte, elektromechanische Lenkung in Kurven. Laut Mercedes ist das jedoch gewollt, damit der Fahrer eine gute Rückmeldung bekommt.

Bei den Modellen mit Benzinmotor kann der Kunde zwischen A 180, A 200 und A 250 (90 kW/115 kW/155 kW) wählen. Wer sparen will, ist mit dem A 180 CDI, der aus 1,5 l Hubraum 80 kW und 260 Nm Drehmoment holt, gut bedient. Der kleine Diesel stammt aus der Zusammenarbeit mit Renault, verbraucht im genormten Mix nur 4,5 l/100 km, entsprechend 98 g/km CO2. Er kostet 26 477 €. Als kraftvolle Alternative empfiehlt sich der 200 CDI (100 kW, 300 Nm). Der A 220 CDI wird erst ab Dezember ausgeliefert.

  • Ingo Reuss

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