Marktstart Ende 2018 08.01.2018, 13:58 Uhr

Fisker will mit Robo-Shuttles übers Betriebsgelände düsen

Henrik Fisker, Gründer und Chef des gleichnamigen kalifornischen Elektroautoherstellers, ist um Superlative nicht verlegen. Gemeinsam mit seinem chinesischen Partner Hakim Unique Group (HUG) entwickelt er Fisker Orbit, ein „vorausdenkendes, einzigartig designtes, elektrisches und autonomes Shuttle“.

So soll der Fisker Orbit aussehen, ein elektrisches und autonomes Shuttle.

So soll der Fisker Orbit aussehen, ein elektrisches und autonomes Shuttle.

Foto: Fisker

Dass das Fahrzeug eine große Reichweite haben wird, scheint ausgemacht. Schon der Emotion, Fiskers erstes Elektrofahrzeug, das er auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas (9.1.–12.1.2018) vorstellen will, soll mit einer Batterieladung 700 Kilometer weit  fahren können. Fisker kombiniert hier Lithium-Ionen-Batterien mit Supercaps, das sind Kondensatoren auf Graphen-Basis. Diese können innerhalb von wenigen Minuten geladen werden, haben bei gleicher Größe aber eine weitaus geringere Kapazität. Sie werden vor allem zur Speicherung von Strom genutzt, der beim Bremsen zurückgewonnen wird. Auch der Orbit wird wohl ein bisschen Eigenstrom erzeugen und mit einer Kombination aus Batterie und Supercaps ausgestattet werden. Technische Angaben haben Fisker und Hakim Unique allerdings noch keine veröffentlicht.

Vorgestellt wurden bisher nur das futuristische Design des Fisker Orbit und wie die Aufgabenteilung zwischen Fisker und HUG künftig aussehen soll. Dabei sollen bereits Ende 2018 die ersten Roboter-Shuttles ausgeliefert werden.

Chinesen als Partner

Die Hakim Unique Group, die vor allem in der Informations- und Kommunikationstechnik, dem Unterhaltungsbereich und dem Finanzwesen aktiv ist, habe große Erfahrung in der Entwicklung von Smart-City-Infrastrukturen, heißt es aus dem Hause Fisker. Die Gruppe verfügt mit 160 Unternehmen und guten Kontakten zu Forschungsinstitutionen über eine solide wissenschaftliche Grundlage. In Hangzhou, dem Sitz der Zentrale, ist die Premiere für den Fisker Orbit geplant. HUG hat dort bereits Smart-City-Infrastrukturen realisiert. Marketing und Einsatz in Asien soll HUG übernehmen.

Der gebürtige Däne Fisker, ein Designer, der früher Sportwagen wie den BMW Z8 oder den Aston Martin DB9 entwarf, übernimmt die komplette Entwicklung und das Design des Fisker Orbit. Das Fahrzeug soll Passagiere wie ein Taxi nach Bedarf befördern.  Fisker sieht bei weitläufig angelegten Unternehmen und Forschungseinrichtungen schon reges Interesse an seinem Shuttle. Dort könnten sie Menschen und Güter kostensparend von einem Gebäude zum nächsten transportieren.

Rennen um den Festkörperakku

2023 sollen Fiskers Elektroautos mit Festkörperakkus ausgestattet werden. Das sind Batterien, deren Elektrolyt, also das Trennende zwischen den Elektroden, aus festem Material besteht. Sie speichern mehr Strom als die heute gängigen Batterien, ermöglichen also eine größere Reichweite. Weltweit arbeiten zahlreiche Unternehmen an der Entwicklung dieser Speicher, darunter Bosch, Toyota, Samsung und LG. Weiterer Vorteil dieser Speicher: Sie können nicht brennen, geschweige denn explodieren. Fisker verspricht, dass eine solche Batterie innerhalb von einer Minute komplett aufgeladen werden kann.

Auch die RWTH Aachen hat einen elektrisch fahrenden Kleinbus entwickelt. Im Sommer 2019 soll der e.Go Mover in die Serienproduktion gehen. Vorbestellt werden kann er aber jetzt schon. Entwickelt wurde der Stromer, der in der Endversion autonom über die Straßen rollen soll, von Ingenieuren der RWTH Aachen. Und die haben nicht nur bereits den Elektrotransporter StreetScooter entwickelt, mit dem die Deutsche Post DHL ihre Pakete ausliefert, sondern auch den Elektro-Kleinwagen e.Go Life. Und der geht bereits 2018 in Serie und wird für 16.000 Euro zu haben sein. Damit ist dieses Fahrzeug das günstigste Elektroauto Deutschlands.

Von Wolfgang Kempkens Tags:

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