Roboter von autonomem Tesla erfasst 11.01.2019, 16:28 Uhr

Kuriositätenkabinett der CES-Neuheiten 2019

Promobot, ein menschenähnlicher Roboter des gleichnamigen russischen Unternehmens, ist von einem selbstfahrendem Tesla auf dem Messegelände erfasst und schwer beschädigt worden. Die CES 2019 hält aber noch weitere Kuriositäten und neue Technologien im Bereich des autonomen Fahrens bereit.

Ein Promobot wie dieser wurde am Sonntaagabend auf dem CES-Messegelände umgefahren - von einem autonomen Fahrzeug. Quelle: Promobot

Ein Promobot wie dieser wurde am Sonntaagabend auf dem CES-Messegelände umgefahren - von einem autonomen Fahrzeug.

Foto: Promobot

Der Vorfall ereignete sich bereits bei den Aufbauarbeiten der Consumer Electronics Show 2019 in Las Vegas. Promobot habe sich selbständig von seinen Kollegen entfernt und sei auf Entdeckungstour gegangen, so berichtete es eine Messesprecherin später. So weit, so wahrscheinlich. Immerhin ist der freundliche Begrüßungs- und Kundenumfragen-Roboter mit einer umfangreichen Navigationssensorik ausgestattet. Die Flucht aus den eigenen Reihen, um seinen Stand in der Kongresshalle von Las Vegas zu verlassen, wäre für ihn also ein Kinderspiel gewesen. Auf dem Außengelände kollidierte der freundliche Helfer allerdings mit einem selbstfahrenden Fahrzeug, einem Tesla Modell S, das den Roboter schwer beschädigt am Straßenrand zurückließ. Zu diesem Zeitpunkt hatte die noch nicht einmal eröffnete Messe ihr erstes Aufregerthema.

Das russische Unternehmen, das Promobot entwickelt hat, revidierte die Aussage über den vermeintlichen Ausreißer allerdings und erklärte, wie es wirklich zu dem Unfall kam. Der Roboter sei von einem Mitarbeiter stehen gelassen worden, weil er die über 100 Kilogramm schwere Maschine nicht selbständig hätte zum Stand bringen können. Während der Angestellte auf der Suche nach Hilfe war, ereignete sich der Zusammenstoß mit dem autonomen Fahrzeug. Tesla und Promobot einigten sich bereits, trotz des entstandenen Schadens keine Anzeige zu erstatten.

Mindestens genauso kurios wie dieser Vorfall sind auch andere Entwicklungen aus dem Bereich des autonomen Fahrens auf der CES 2019.

Die Zukunft der Automobilität gehört den Robotern

Der japanische Hersteller Honda zeigt mit seiner Fahrzeugstudie des Honda Autonomous Work Vehicle mit der internen Bezeichnung 3E-D18, welches Potenzial autonomes Fahren abseits des konventionellen Straßenverkehrs hat. Beim 3E-D18 handelt es sich um ein Offroad-Quad, das für den Einsatz im Bau- und Rettungswesen, zur Brandbekämpfung sowie für landwirtschaftliche Arbeiten gerüstet ist. Die kleine und wendige Bauweise soll die Navigation über Hindernisse und durch unwegsames Gelände vereinfachen. Steuern lässt sich das Vehikel in verschiedenen Modi, in denen es entweder jemandem folgt, ein Gelände in einem bestimmten Muster abfährt oder sich von A nach B bewegt – völlig selbständig.

Durch die Fähigkeit, untereinander telemetrische Daten zu übermitteln, ist der Einsatz mehrerer Fahrzeuge auf einem Gelände möglich. Zudem werden logische Zusammenhänge geknüpft und verarbeitet. In den Vereinigten Staaten kommt das Modell bereits in drei verschiedenen Bereichen zum Einsatz. So befreit ein Prototyp in North Carolina eine Solarfarm von unerwünschtem Grasbewuchs. Ein weiterer unterstützt die örtlichen Feuerwehrbehörden bei der Bekämpfung von Waldbränden im Bundesstaat Colorado und in Kalifornien wird damit sogar die Ernte autonom eingefahren.

Der Automobilhersteller Kia Motors Corporation stellt mit seinem Konzept Space of Emotive Driving eine Technologie vor, die das Befinden der Passagiere erkennt und das Fahrerlebnis im autonom fahrenden Kraftwagen beeinflussen soll. In Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) wurde ein System entwickelt, das künstliche Intelligenz zur Interpretation von Biosignalen nutzt. Damit soll sich die Stimmung der Mitfahrer analysiert und bei Bedarf aufgehellt werden, zum Beispiel in Form einer aufmunternden Umgebung. Konkret bedeutet das, dass in der Fahrzeugkabine interaktive Inhalte auf die Glasflächen des Innenraums projiziert werden. Außerdem richten sich die Innenbeleuchtung, die Geräuschkulisse, die Klimatisierung sowie die Vibration der Sitze nach dem Befinden der Reisenden. Die Steuerung soll mit Hilfe von Gesten erfolgen, die über eine 3D-Kamera erfasst werden.

Konzept von Kia Motors

Foto: Kia Motors

Über das Audi-Konzept Holoride, das das Auto für Mitfahrenden in ein Vergnügungspark verwandelt, berichteten wir bereits Mitte der Woche.

Hyundai stellt auf der CES sogar ein gehendes Auto vor. Entfernt erinnert es an die riesigen Roboter AT-AT aus dem Science-Fiction-Klassiker Star Wars. Das Konzept des motorisierten Vierbeiners trägt den Namen Elevate. Ihm liegt eine dreijährige Entwicklungsphase zugrunde mit dem Ziel, in Katastrophengebieten eingesetzt werden zu können. Die Fortbewegung findet konventionell über Räder statt, die jedoch auf hydraulischen Beinen angebracht sind. Diese lassen sich bei Bedarf ausfalten. Dabei werden die Räder arretiert und sorgen für sichere Fortbewegung beim Gehen über unebene Landschaften. Dem Hersteller zufolge soll der Elevate sogar in der Lage sein, kleinere Flüsse zu durchqueren oder auf felsigen Bergen zu manövrieren. Der Hersteller möchte mit seiner Innovation vor allem Ersthelfer in Katastrophengebieten ansprechen.

Hyundai-Auto auf einem Gestell, das aussieht wie Spinnenbeine im Schnee

Das vierbeinige Konzeptfahrzeug von Hyundai.

Foto: Hyundai

Elevate-Fahrzeug hat zwei Beine auf der Straße und zwei auf den obersten Stufen eines Hauseingangs. In der Tür sitzt ein Mann im Rollstuhl

Was zunächst witzig aussieht, hat durchaus ernst zu nehmende Einsatzmöglichkeiten. Ob bei dem Krankentransport…

Foto: Hyundai

Elevate mit ausgestreckte Hydraulikbeinen auf Geröllberg

… oder bei der Erkundung unzugänglicher Gebiete, etwa nach einem Erdbeben.

Foto: Hyundai

Elevate-Konzeptfahrzeug mit eingeklappten Rädern

Und in der Normalversion sieht es immerhin fast aus wie ein ganz normales Shuttle.

Foto: Hyundai

 

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