IAA ''09 25.09.2009, 19:43 Uhr

Kleinwagen und Minis gehört die Zukunft  

Vom großen Van und SUV zum Crossover oder zurück zum Kombi? Das ist eine Frage, die auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (17. bis 27. September) in Frankfurt/Main nicht klar beantwortet wird. Klar ist die Antwort bei den kleinen Autos: Ihnen gehört die Zukunft, wie auch seriennahe Studien auf der IAA zeigen. VDI nachrichten, Frankfurt/M., 25. 9. 09, wop

Die Verkaufszahlen bei den größeren Vans und SUV liegen seit einigen Monaten danieder. Dennoch wagen einige Hersteller, darunter Ford und Mazda, aber auch Subaru, Kia und Hyundai, jetzt die Erneuerung ihrer „familienfreundlichen“ Modelle in diesem Segment. Für die Vans sprechen unter anderem bequemer Einstieg, hohe Sitzposition und gute Übersicht.

Den Ford C-Max gibt es ab 2010 als Fünf- und Siebensitzer. Statt konventioneller Türen, wie bei der Grundversion, stattet Ford den Siebensitzer mit Schiebetüren aus. Im Mazda CX-7 arbeitet künftig der lang angekündigte 2,2-l-Dieselmotor mit Abgasreinigung nach SCR-Methode (selektive katalytische Reduktion von Stickoxiden) – es ist der erste Hersteller aus Asien mit dieser Abgasnachbehandlungstechnik. Der Trend bei SUV geht, wenn man überhaupt davon sprechen kann, zu kleinen Modellen. BMW kommt da mit dem X1 gerade zur rechten Zeit. Allerdings erfordert er weiterhin, zumindest beim Kauf, einen großen Geldbeutel. Dabei bieten ihn die Bayern zunächst noch nicht mit Allradantrieb an. Der BMW X1 18d mit 105 kW soll 29 550 € kosten.

Eine Art Renaissance erleben die Kombis. Sie kommen zwar nicht so hoch wie die Vans und SUV daher, offerieren aber ähnlich geräumige Gepäckabteile und gehen nicht zuletzt sparsamer mit dem Sprit um und emittieren dadurch weniger CO2.

Das T-Modell der Mercedes E-Klasse gehört zu den großen Kombis und hat auf der IAA Weltpremiere. Der Lademeister aus Stuttgart offeriert bis zu 1950 l Stauvolumen. Das neue Quickfold-System erleichtert das Umklappen der Rücksitze und serienmäßig gibt es die elektrisch öffnende und schließende Heckklappe dazu.

Kaum weniger Platz bietet Skoda in der gehobenen Mittelklasse, wo der Superb Combi erstmals enthüllt wurde. Für den Ende des Jahres lieferbaren Kombi in ansprechendem Blechkleid können alternativ drei Benziner und drei Diesel, Allrad und Doppelkupplungsgetriebe geordert werden. Bei den kompakteren Kombis will auch VW-Tochter Seat künftig mitmischen und präsentiert auf der IAA das optisch schnittige Ibiza-Kombi-Konzept, das nächstes Jahr als ST auf den Markt rollen soll.

Als Lösung, die zwei oder drei Karosseriekonzepte vereint, gilt der Crossover. Bei den großen Exemplaren dieser Fahrzeuggattung hat BMW eine Art Führungsrolle übernommen. Das gilt schon für den wuchtigen BMW X6 und setzt sich nun mit dem 5er Gran Turismo fort.

Der ansehnliche GT ist ein Viersitzer mit einem etwas größeren Kofferraum als der der Limousine, er wird aber zunächst nur mit Heckantrieb ausgeliefert. Die Preispalette für die beiden Benziner und einen Diesel mit serienmäßiger, hinterer Luftfederung und aktivem Fahrwerk startet bei stolzen 55 200 €.

Audi bietet mit dem A5 Sportback eine elegante und leichte Mischung aus Limousine, Coupé und Kombi. Ob das eine neue Nische ist, wird sich zeigen.

Peugeot feiert mit dem Kompaktvan 5008 ebenfalls Premiere. Wie der kürzlich eingeführte Crossover 3008, der als Dieselhybrid-Studie auf dem Stand steht, basiert er auf dem Peugeot 308.

Zweifellos wird den Kleinstwagen die Zukunft gehören – zumindest in der Stadt. Diese City-Cars werden dann konventionelle Verbrennungsmotoren, aber auch Elektroantrieb haben. Ein „ausgereiftes und bezahlbares E-Mobil“ verspricht VW-Vorstandschef Martin Winterkorn für das Jahr 2013. Auf der IAA präsentiert er den VW E-Up.

In die E-Up-Studie hat VW einen 40-kW-Elektromotor (210 Nm) eingebaut. Bereits Ende nächsten Jahres soll der zweitürige Kleinstwagen aus der Modellreihe „Small Family“ mit konventionellen Verbrennungsmotoren auf den Markt kommen. Der 3,20 m lange Mini ist für den Weltmarkt konzipiert.

Kleiner geht“s kaum, oder? Die Länge der Studie BB1 von Peugeot misst lediglich 2,50 m. Sie steht für ein spezifisches Stadtauto für vier Personen. Es wird rein elektrisch angetrieben durch zwei elektrische Radnabenmotoren an der Hinterachse. I. REUSS

Ein Beitrag von:

  • Ingo Reuss

    Der Autor Ingo Reuss ist Motorjournalist. Er ist seit vielen Jahren für große Tages- und Wochenzeitungen sowie Fachmagazine tätig.

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