Testfahrt in Kalifornien 30.04.2014, 15:25 Uhr

Google testet selbstfahrendes Auto jetzt auch in der Stadt

Nach erfolgreichen Tests auf der Autobahn hat IT-Gigant Google sein selbstfahrendes Auto jetzt in den Straßenverkehr geschickt. Baustellen, Radfahrer und Kreuzungen hat der Bordcomputer souverän gemeistert. Probleme gab es allerdings bei roten Ampeln. 

Der Computer des selbstfahrenden Autos von Google misst permanent mit Radarwellen den Abstand zu vorausfahrenden Wagen und scannt mit einem Laser die Umgebung nach allen Seiten ab. Probleme bekam er lediglich an roten Ampeln. Hier blieb er selbst dann stehen, wenn er nach amerikanischem Recht eigentlich rechts abbiegen dürfte. 

Der Computer des selbstfahrenden Autos von Google misst permanent mit Radarwellen den Abstand zu vorausfahrenden Wagen und scannt mit einem Laser die Umgebung nach allen Seiten ab. Probleme bekam er lediglich an roten Ampeln. Hier blieb er selbst dann stehen, wenn er nach amerikanischem Recht eigentlich rechts abbiegen dürfte. 

Foto: Google

Noch bewegen sich die Fahrzeuge nur in Googles Heimatstadt Mountain View in Kalifornien. „Nur“, weil der Straßenverkehr dort im Vergleich zu einem chaotischen Paris oder Bombay eher gemächlich ist. Aber man fängt immer klein an. Noch vor zwei Jahren sei man ganz weit davon entfernt gewesen, die Autos überhaupt in einer Stadt einzusetzen, schreibt Chris Urmson, Leiter des Google-Fahrzeugprogramms, in einem Blog.

Auto achtet ganz genau auf Radfahrer

Jetzt zeigt Google in einem Reklamevideo, was das selbstfahrende Auto alles kann: Zum Beispiel erkennt es abgestellte Fahrzeuge, verhält sich an Baustellen mit Signalen genauso korrekt wie an belebten Kreuzungen. Der Computer gibt zum Überqueren eines Bahnübergangs erst grünes Licht, wenn dort kein anderes Fahrzeug mehr ist.

Und vor Radfahrern nimmt sich der Wagen absolut in acht: Er hält sicheren Abstand, wenn Radler die Hand zum Abbiegen ausstrecken. „Ein automatisch fahrendes Auto kann sich auf all diese Dinge in einer Weise konzentrieren, die Menschen nicht schaffen – und ist niemals abgelenkt“, schwärmt Urmson.

Noch nicht ganz so fit ist das Fahrzeug allerdings an roten Ampeln: Es bewegt es sich keinen Zentimeter vom Fleck weg, wenn es als Erstes an einer roten Ampel steht – obwohl es losfahren könnte. Denn in vielen US-Staaten ist es erlaubt, bei Rot rechts abzubiegen, wenn kein anderer Verkehrsteilnehmer dadurch gefährdet wird.

Unübersichtlicher Stadtverkehr ist besonders herausfordernd

Gestartet ist Google mit seinem Projekt im Jahr 2009. Zuerst wurde die selbstfahrende Autoflotte auf Freeways getestet. Die Stadt ist eine größere Herausforderung, weil dort viele Schilder sind, Fußgänger plötzlich hinter Lastwagen auftauchen und andere Autos ausscheren.

Nicht nur Google experimentiert mit Roboterautos. Auch BMW tüftelt an selbstfahrenden Fahrzeugen. 

Nicht nur Google experimentiert mit Roboterautos. Auch BMW tüftelt an selbstfahrenden Fahrzeugen. 

Foto: BMW

Die Software der selbstfahrenden Autos wurde nach und nach mit immer mehr Informationen gespeist. Der Computer misst unter anderem permanent mit Radarwellen den Abstand zu vorausfahrenden Wagen und scannt mit einem Laser die Umgebung nach allen Seiten ab. Er muss hunderte verschiedene Verkehrssituationen richtig einschätzten und mögliche Szenarien abwägen.

Auch BMW und Volvo testen Roboterautos

Inzwischen haben die automatisierten Autos rund 700.000 Meilen zurückgelegt, mehrere Tausend davon in Mountain View. Nach Angeben von Google verlief der Test beslang ganz unfallfrei. Der US-Konzern setzt seine Selbstfahrer nur auf Straßen ein, die sie bereits genau kennen. Er will Pannen vermeiden, um seinen Ruf nicht zu schädigen.

Was Google kann, können aber auch andere: Die Autokonzerne BMW und Volvo zum Beispiel haben auch schon Roboterautos losgeschickt. Allerdings machen sie das ohne großes Tohuwabohu lieber im Stillen. 

Bis Roboterautos in Serie gehen, wird es noch Jahre dauern. Dazu müssen sie unter anderem Millionen Kilometer ohne Unfälle fahren. Und Kameras und Laser müssen so optimiert werden, dass sie sich beispielsweise auch im Schneetreiben blind zurechtfinden. Ist es mal soweit, können Menschen sehr davon profitieren – denn die größte Gefahr hinterm Steuer heute ist der Mensch selbst. Die Unfallzahlen sprechen Bände.

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