Projekt "Titan" 19.04.2016, 10:51 Uhr

Geheimlabor in Deutschland bastelt angeblich an Apple-Auto

Ein geheimes Labor mitten in Berlin, ein im Stillen entwickeltes Auto, 15 bis 20 brillante Köpfe aus Wissenschaft und Technik, dazu das Codewort „Titan“: Das ist der Stoff, aus dem Legenden sind – und an einer solchen baut Apple anscheinend mal wieder. 

Ein Portrait von Apple-Gründer Steve Jobs im Apple-Museum in Prag: Mit dem iCar würde Apple eine neue Seite in der Firmengeschichte schreiben. 

Ein Portrait von Apple-Gründer Steve Jobs im Apple-Museum in Prag: Mit dem iCar würde Apple eine neue Seite in der Firmengeschichte schreiben. 

Foto: Filip Singer/dpa

Wie es zu Legenden passt, gibt es bisher nur Spekulationen, Gerüchte und Vermutungen, die sich allerdings zunehmend verdichten: Das Telekommunikations- und Computerunternehmen, so heißt es, baue an einem eigenen Auto. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf gut unterrichtete Quellen und mit Verweis auf frühere Spekulationen. Apple selbst hat sich zu dem Projekt Titan bisher nicht geäußert.

Vermutlich Elektroauto der Kleinwagenklasse

Bei dem „iCar“, wie es auch bei vorhergehenden Gerüchten in vielen Medien vorläufig genannt wird, soll es sich um ein Elektroauto der Kleinwagenklasse handeln – zunächst wohl vom Fahrer zu lenken, allerdings mit der Option, in späteren Entwicklungsstufen eine computerbasierte autonome Steuerung einzubinden. Dass wohl dennoch kein konventionelles Auto zu erwarten sein dürfte, zeigt die Entwicklertruppe, die sich Apple seit einiger Zeit auf dem internationalen Markt zusammensucht.

Dazu zählt laut Nachrichtenagentur Reuters unter anderem der ehemalige Tesla-Ingenieur James Carlsson, der als US-Pionier für Elektroautos gilt. Mit an Bord seien auch Megan McClain von Volkswagen sowie verschiedene führende Wissenschaftler von renommierten Universitäten, heißt es bei der FAZ darunter auch von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Diese kooperiert derzeit mit dem Fahrdienst Uber im Rahmen der Entwicklung eines autonom fahrenden Wagens.

15 bis 20 hochkarätige Freidenker schüren die Erwartungen

Vor allem eine Gruppe junger Ingenieure, Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler, die in dem besagten geheimen Labor in Berlin arbeiten sollen, schüren die Erwartungen. Es seien 15 bis 20 „Hochkaräter aus der deutschen Automobilbranche“, so die Berichte. Sie kämen aus den Bereichen Softwareentwicklung, Ingenieurwesen, Vertrieb und anderen Bereichen. In ihren Ursprungsfirmen seien sie an den engen Grenzen, die ihnen gesetzt worden seien, gescheitert – jetzt lassen sie ihren Gedanken rund ums iCar freien Lauf.

Apple Store Berlin am Kurfürstendamm: Nicht hier, aber irgendwo mitten in Berlin soll Apple ein Geheimlabor haben und an der Entwicklung des iCar arbeiten. 

Apple Store Berlin am Kurfürstendamm: Nicht hier, aber irgendwo mitten in Berlin soll Apple ein Geheimlabor haben und an der Entwicklung des iCar arbeiten. 

Foto: Apple

Neben einer möglichen Neuerfindung des Autos an sich müssen sie sich jedoch auch mit ganz banalen Dingen beschäftigen: Zum Beispiel braucht Apple in Ermangelung eines Werkstattnetzes einen Kooperationspartner – die Apple-Stores könnten dann doch die falsche Adresse für die Jahresinspektion sein. Auch rechtliche Fragen rund um TÜV und Zulassung müssen geklärt werden. 

iCar wird für 2019 oder 2020 erwartet

Erste Gedankenmodell-Fragmente sind bereits durchgesickert: Vermutungen besagen, dass das iCar 2019 oder 2020 auf den Markt komme. Regulär zu kaufen soll es dann jedoch nicht sein, heißt es. Trotzdem könne es von jedermann gefahren werden – als kurzfristig zu mietendes und minutengenau abzurechnendes Car-Sharing-Vehikel. Schon jetzt gibt es solche Mietwagenmodelle zum Beispiel unter den Namen Car2Go und DriveNow.

Apple: Der IT-Gigant scheint sich ziemlich sicher mit der Entwicklung eines Elektroauto der Kleinwagenklasse zu beschäftigen. In Berlin.

Apple: Der IT-Gigant scheint sich ziemlich sicher mit der Entwicklung eines Elektroauto der Kleinwagenklasse zu beschäftigen. In Berlin.

Foto: John G. Mabanglo/dpa

Während die Denkarbeit wohl zumindest zu einem großen Teil in Berlin erfolgt, verorten Branchenkenner den Bau des Wagens in Österreich im Werk des Autozulieferers Magna. Hier gebe es Kapazitäten in sechsstelliger Stückzahl pro Jahr, nachdem der Mini dort nicht mehr produziert werde. Allerdings habe auch Magna diese Vermutung nicht bestätigt, so die FAZ.

Autobauer beobachten die Entwicklung mit Argwohn

Apple ist nicht das einzige Fremd-Unternehmen, das in die Automobilbranche drängt. Außer dem bereits erwähnten Unternehmen Uber sieht auch Google hier Potenzial: Das selbstfahrende Auto ohne Gaspedal und Lenkrad fährt testweise schon seit Mai 2015 durch die Gegend. Etablierten Unternehmen wie BMW, Daimler und Volkswagen passt diese Entwicklung natürlich gar nicht: Die ebenfalls existente Gerüchte-Version, dass sich Apple vielleicht doch nur auf die Entwicklung von neuem Car-Entertainment beschränkt, klingt da wie Pfeifen im Dunkeln und ist doch eher unwahrscheinlich.

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