Automobilbau 10.10.2008, 19:37 Uhr

Deutscher Folienspezialist will US-Automobile attraktiver machen  

VDI nachrichten, Detroit. 10. 10. 08, Si – Bei hochwertigen Innenraummaterialien für die Automobilindustrie will Benecke-Kaliko nach Europa auch in Amerika Marktführer werden. Der zur Contitech-Gruppe gehörende Spezialist für technische und dekorative Flächenmaterialien baute in den USA seine Marktpräsenz aus und will im ersten Quartal 2009 in Mexiko den ersten Produktionsstandort auf dem Kontinent eröffnen.

Über die Übernahme des Mutterkonzerns Continental durch die Schaeffler-Gruppe, Herzogenaurach, äußerte sich Liebing gelassen: „Wir bekamen von Schaeffler konkrete Zusagen, dass unsere Strategien fortgeführt werden können.“ Andererseits sei es kein Geheimnis, dass das Gesamtportfolio immer wieder mal überdacht werden müsse. Mit seiner Globalisierungsstrategie brauche sich Benecke-Kaliko laut Liebing aber auch nicht zu verstecken. Schon im Jahr 2006 startete das mittelständische, in Hannover ansässige Unternehmen in China mit einem Produktions- und Vertriebsstandort in Zhangjiagang. Und in Auburn Hills bei Detroit sitze jetzt eine 14-köpfige Crew, die den nord- und mittelamerikanischen Markt bearbeitet.

Mit der Stationierung der neuen Produktion in Mexiko – dem ersten auf dem amerikanischen Kontinent – habe man nicht darauf geschielt, einen Niedrigkostenstandort auszuwählen, wie Dirk Leiß, der Vorstandsvorsitzende von Benecke-Kaliko, versicherte. Vielmehr handele sich dabei um eine strategische Investition in dieser wichtigen Region, denn in Mexiko seien viele Kunden ansässig, insbesondere Sitzhersteller.

Leiß sieht gute Chancen, mit seinem Produktportfolio den Marktanteil des Automobilzulieferers erheblich steigern zu können. Denn über eine hochwertige Innenraumqualität könnten die Fahrzeughersteller eine deutlich höhere Akzeptanz beim Automobilkäufer erzielen. „Hartplastik“, so Leiß, „kann in Zukunft keine Lösung mehr sein für das mittlere, gehobene und Highend-Segment.“

Davon wolle man nun die amerikanischen Automobilhersteller überzeugen, so der Vorstandsvorsitzende von Benecke-Kaliko. Als „Second-Tier“-Lieferant, der mit Firmen wie Lear, Visteon, Johnson Controls, Faurecia und Intier zusammenarbeitet, bietet das deutsche Unternehmen nach Ansicht von Leiß „dem amerikanischen Markt Technologien an, mit denen Automobilhersteller in anderen Teilen der Welt schon erfolgreich sind“.

In Mexiko werden künftig Schaumfolien aus Polyvinylchlorid (PVC), PVC-Kunstleder sowie Kompakt- und Schaumfolien auf Basis Thermoplastischer Polyolefine (TPO) für den nord- und mittelamerikanischen Markt produziert. Mittelfristig soll von dort aus auch der südamerikanische Markt beliefert werden.

Der neue Produktionsstandort in Mexiko soll unter anderem die Logistik und den Einkauf erleichtern und das Unternehmen unabhängiger vom Dollarkurs machen. „Ein aus unternehmerischer Sicht profitables Geschäft lässt sich in Amerika nicht von einem Produktionsstandort in Europa oder Asien aus machen“, umriss Leiß die Beweggründe, in Amerika zu produzieren.

Die Voraussetzungen für den Start seien gut. „Benecke-Kaliko ist weltweit Ausrüster der Epsilon-2-Plattform von General Motors und profitiert von der Modellausweitung im Chrysler-Programm ab 2009“, erläuterte Leiß. Darüber hinaus habe das Unternehmen die amerikanischen Werke der koreanischen, japanischen und deutschen Fahrzeughersteller als Kunden im Visier. Leiß: „Wir sind der einzige global aufgestellte Soft-Trim-Lieferant und können aus jedem Werk identische Qualität liefern.“

Auf einer großen Kundenveranstaltung des Kfz-Zulieferers Anfang September in Detroit zeigten die Gäste besonderes Interesse für dessen Oberflächentechnologie. Die amerikanischen Hersteller sahen darin eine Möglichkeit, beim Interieur den Abstand zu europäischen Herstellern verringern zu können. LARS WALLERANG

Mittelständischer Kfz-Zulieferer auf Globalisierungskurs

Von Lars Wallerang
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