Automobilindustrie 15.07.2011, 12:09 Uhr

Deutsche Autos mit großem Auftritt auf dem Weltmarkt

Mehr Produktion, mehr Absatz, mehr Export, mehr Neuzulassungen im Inland – von Topmanagern der deutschen Autoindustrie sind derzeit nur Erfolgsmeldungen zu hören. Die positiven Zahlen aus den Unternehmen werden eingerahmt vom Branchenverband VDA, der 2011 mit einem Produktionsrekord von 5,9 Mio. Pkw in Deutschland rechnet.

Ob Audi, BMW, Mercedes, Ford, Porsche oder VW – alle liefern bislang Erfolgszahlen ausgenommen Opel, wo erst 2012 ein „substanziell dreistelliger Millionen-€-Gewinn“ erwartet wird. Dank globaler Nachfrage läuft die Produktion deutscher Zulieferer auf Hochtouren. So bei Bosch, weltweit größter Kfz-Zulieferer, wo 2011 die Umsatzschwelle von 30 Mrd. € übertroffen werden soll.

Bernd Bohr, Vorsitzender des Bosch-Unternehmensbereichs Kfz-Technik, ist zufrieden: „Im ersten Quartal 2011 hat unser Geschäft mit Kraftfahrzeugtechnik gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 15 % zugelegt.“ Dass die Zukunft weiterhin Positives verspricht, zeigen die Zahlen eines großen Kunden von Bosch, dem Volkswagen-Konzern.

VW will 2011 Rekordmarke brechen

VW, Europas größter Autohersteller, will 2011 erstmals 8 Mio. Autos verkaufen. Bereits im ersten Halbjahr verzeichnete der Konzern einen Rekordabsatz von weltweit mehr als 4 Mio. ausgelieferten Fahrzeugen.

2010 seien 7,3 Mio. Autos abgesetzt worden, sagte Konzernchef Martin Winterkorn bei der Präsentation des neuen Beetle am 11. Juli in Berlin. „Ich gehe davon aus, dass wir noch kräftig zulegen werden.“ Der Konzern habe in allen Weltregionen zugelegt, „nicht nur in China, sondern in West- und Osteuropa und auch in Nord- und Südamerika“, sagte der Vorstandschef.

Erfolgsgarant sei die Kernmarke VW, die „im ersten Halbjahr erstmals mehr als 2,5 Mio. Fahrzeuge ausgeliefert hat, so viel wie nie zuvor“, sagte Winterkorn. „Mit einem Plus von 11,8 % sind wir fast doppelt so stark gewachsen wie der Weltmarkt.“

Der weiter steigende globale Pkw-Absatz und die anhaltend wachsende Beliebtheit deutscher Marken treibt die hiesige Autoindustrie an Produktionsgrenzen.

Automobilindustrie-Präsident Matthias Wissmann zuversichtlich

Der Weltmarkt soll nach 61,7 Mio. Verkäufen 2010 dieses Jahr auf einen Absatz von 65 Mio. Autos steigen, 2012 auf 70 Mio. Pkw. Der Absatzboom führt zu ungewöhnlich langen Lieferzeiten auch auf dem deutschen Markt. Wenn Kunden ihr Fahrzeug beim Kauf individuell konfigurieren und nicht auf einen ab Lager verfügbaren Pkw zurückgreifen, müssen sie sich im Durchschnitt fast 13 Wochen bis zur Auslieferung gedulden – bei einigen Modellen sogar Lieferzeiten bis zu sieben Monaten akzeptieren. Das hat das Automotive Institute der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC festgestellt. Üblich waren laut PwC vormals Lieferzeiten in Deutschland von lediglich acht Wochen.

„Wir sind weiter auf Wachstumskurs“, frohlockte dieser Tage Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), der für 2011 „neue Höchststände beim Pkw-Export und in der Produktion“ ankündigte.

In Deutschland ist die Zahl der Neuzulassungen in den ersten sechs Monaten gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 gestiegen. Es wurden rund 1,6 Mio. neue Pkw zugelassenen, 10 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Mehr als zwei Drittel davon waren Modelle deutscher Marken.

Auch der Export in der Automobilindustrie legt zu

Der Export deutscher Autos stieg laut VDA im ersten Halbjahr 2011 um 6 % auf 2,3 Mio. Pkw und schob die Inlandsproduktion auf fast 3 Mio. Einheiten kräftig an, sodass der Verband insgesamt für 2011 von 5,9 Mio. in Deutschland produzierten Pkw ausgeht. „Das würde auch das Volumen des Rekordjahres 2008 toppen“, erklärte Wissmann.

Bei der Autoindustrie herrschen rosige Zeiten – auch für die Beschäftigten. Ihre Zahl bei Festangestellten stieg gegenüber 2010 um 13 000 auf nunmehr 718 100 – ohne die steigende Zahl von Zeitarbeitern.  

Von Wolfgang Pester/Peter Trechow

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