Opel Adam gegen Fiat 500 02.05.2013, 12:00 Uhr

Der Adam: Bella Figura in der Stadt und auf kurvigen Landstraßen

Lifestyle liegt im Trend. Das gilt sogar zunehmend für das Kleinwagensegment, in dem sich nach Mini und Fiat 500 seit Anfang des Jahres auch der schick gestylte Opel Adam tummelt. Wer den Lütten fährt, will cool sein und dabei hilft ihm ein umfangreiches Individualisierungsprogramm. Denn kein Adam soll aussehen wie der andere. Im Autotest trifft der flotte 3,70-m-Winzling mit 1,4-l-Vierzylindermotor auf den schon etablierten Fiat 500 mit 0,9-l-Zweizylinder-Turbo.

Vielseitig im Design: Damit kein Adam wie der andere aussehen muss, bietet Opel mit einem um‧fangreichen Individualisierungspaket für sein neues City-Auto viel optischen und fahrwerkstechnischen Variabilitätsspielraum.

Vielseitig im Design: Damit kein Adam wie der andere aussehen muss, bietet Opel mit einem um‧fangreichen Individualisierungspaket für sein neues City-Auto viel optischen und fahrwerkstechnischen Variabilitätsspielraum.

Foto: Opel

Hält das neue City-Auto aus Eisenach, was es verspricht? Eigentlich ist der Opel Adam, der auf dem Corsa basiert, ein 2+2-Sitzer mit sehr eingeschränktem Gepäckabteil. Das bedeutet, vorn können in dem Kleinwagen auch große Erwachsene auf ordentlich gepolstertem Gestühl bequem sitzen und haben dabei sogar viel Kopffreiheit. Dahinter wird es eng, zumal sich Fondpassagiere in den Zweitürer regelrecht einfädeln müssen und dann auf die Gnade der vorne Sitzenden, genauer ihrer Sitzeinstellung, angewiesen sind.

Der Kofferraum des Adam fasst im Normalzustand gerade mal 170 l, aber auch das ist in diesem Fahrzeugsegment der Standard. Als störend erweist sich im Alltag allerdings die hohe Ladekante.

Wenig Platz, wenig Zuladung

In den Fiat 500 passen 15 l mehr als in den kleinen Opel, aber was ist das schon? Maximal kann der Adam mit bis zu 663 l etwas mehr bieten. Doch die um 90 kg höhere Zuladung (insgesamt 490 kg) verträgt der 500er, der auch bis zu 800 kg bei gebremster Anhängelast auf den Haken nehmen darf. Im Innenraum könnte der Fiat mehr Platz im Fußraum vertragen und auch in der Ellbogenbreite. Die hintere Bank ist klein und ziemlich hart.

Der Opel ist übersichtlicher gestaltet als der Fiat, beim 500er stören die kleinen Tasten und Drehknöpfe die wenigen Fächer und Ablagen sind unpraktisch angeordnet. Materialqualität und Verarbeitung können sich beim Adam sehen lassen, auch die Ablagemöglichkeiten bis hin zum großen Flaschenfach in der Tür.

Allerdings gibt es auch schon mal eine Schwäche, z. B. die hinter dem (verstellbaren) Lenkrad verdeckt liegenden Bedienelemente oder knarzende Geräusche in der Armaturentafel. Empfehlenswert beim Opel Adam ist das „Intellink“ genannte Radio mit 7-Zoll-Touchscreen für 300 € Aufpreis. Klassenüblich: Bei beiden muss die Klimaanlage extra bezahlt werden.

Der 1,4-l-Vierzylindermotor bringt den 1080 kg leichten Adam problemlos auf Trab. Nur in niedrigen Touren lässt er sich ein wenig Zeit, sonst zieht er gut durch, lässt sich, kurz übersetzt, präzise schalten und läuft geschmeidig. Die Fahrleistungen erlauben durchaus längere Autobahnfahrten, allerdings wird der Motor ab knapp 120 km/h akustisch aufdringlich und mancher wünscht sich dann ein in höheren Gängen länger übersetztes Getriebe oder eine sechste Stufe.

Fiat-Motor klingt wie eine Nähmaschine

Fiat tritt mit dem 0,9-l-Zweizylinder nach dem Downsizing-Prinzip an. Das ist grundsätzlich eine gute Idee zur Verbrauchseinsparung, in der Praxis kann der Italiener hier jedoch kaum punkten. Das Motörchen klingt zudem nicht nur bei niedrigem Tempo akustisch wie eine Nähmaschine, es verbraucht auch vergleichsweise viel Superkraftstoff: 5,1 l/100 km waren es im Autotest, gegenüber 5,3 l/100 km beim Adam 1.4. Strammes Fahren treibt den Verbrauch besonders des Turbos weiter hoch. Der Adam könnte es besser machen, immerhin war er im Test mit Start-Stopp ausgerüstet, aber richtige Fortschritte wird es erst mit den neuen Motoren geben, die kurz vor der Serieneinführung stehen.

Von der Fahrdynamik her kommt der Adam dem sportlichen Vorbild der wilden Truppe, dem Mini, am nächsten. Er fegt auf Landstraßen um die Kurven, dass es eine wahre Freude ist. Dabei liegt er stabil und sicher, nicht zuletzt weil er schon sehr früh vom ESP eingefangen wird. Aber auch der Fiat 500 wedelt flink um die Ecken, aber seine indirektere Lenkung vermittelt wenig Gefühl. Die Bremsleistung lässt sich bei beiden noch verbessern.

Wer sich das straffere Sportfahrwerk beim Adam gönnt, das zusammen mit den Alufelgen und 215/45-er Reifen für insgesamt 350 € geliefert wird, kann nicht nur fahrerisch und optisch ein Plus verbuchen, sondern bleibt immer noch unter der 15 000-€-Schwelle. Dort liegen die beiden Kontrahenten nah beisammen: Der Opel Adam 1.4 ecoFlex kostet 14 605 €, während Fiat den Basispreis des 500 0.9 TwinAir mit 14 900 € angibt.

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