VW verkauft Luxusmarke 06.07.2021, 08:46 Uhr

Bugatti Rimac: Join Venture baut Hyper-Sportwagen

Mit Bugatti Rimac entsteht eine Hypersportwagenschmiede. Volkswagen verkauft seine Luxusmarke Bugatti. Geplant sind zwei Hypercars der Extraklasse. Das Join Venture tüftelt an einem 2.000 PS-Elektro-Motor.

zwei Bugatti auf der Strecke

Das neue Unternehmen Bugatti Rimac wird die Gene beider Marken Bugatti und Rimac Automobil vereinen.

Foto: Bugatti Automobiles S.A.S.

Sportwagen-Fans aufgepasst: Volkswagen (VW) stößt Bugatti ab. Die Luxusmarke wird vom kroatischen Elektrobauer Rimac übernommen, Porsche behält eine Beteiligung an einem Join Venture. Damit umfasst VW nun elf Marken. Rimac ist für das schnellste E-Auto der Welt bekannt („Concept One“, 355 km/h).

Bugatti Rimac nennt sich das neue Join Venture von Porsche, Rimac und Bugatti. Rimac hält 55 Prozent, bei Porsche verbleiben 45 Prozent. Da Porsche eine Konzerntochter von VW ist, bleibt der Autobauer indirekt an Bugatti beteiligt. Sei 1998 gehörte die Marke zu Volkswagen. 2018 stieg Porsche als Investor bei Rimac ein. Seit März 2021 lagen 24 Prozent an Rimac beim deutschen Sportwagenhersteller. CEO von Bugatti-Rimac wird Rimac-Gründer Mate Rimac. Im vierten Quartal des Jahres soll die Transaktion vollständig abgeschlossen sein.

„Wir bündeln die starke Expertise von Bugatti im Hypercar-Geschäft mit der großen Innovationskraft von Rimac auf dem zukunftsträchtigen Gebiet der Elektromobilität. Bugatti bringt eine traditionsreiche Marke, ikonische Produkte, eine treue Kundenbasis und ein weltweites Händlernetz in das Joint Venture ein. Rimac steuert neben der Technologie neue Denkansätze für die Entwicklung und Organisation bei“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG.

Diese Modelle will Bugatti-Rimac bauen

Im Join-Venture sollen zwei Hypercars entstehen – und die haben es in sich. Zum einen der Bugatti Chrion, zum anderen der vollelektrische Rimac Nevera. Ob ein Bugatti mit Elektroantrieb folgt, ist noch nicht klar.

Superteuer und schnell: Der Bugatti Chiron übertrifft sie alle

Vier Motoren sollen den Rimac Nevera antreiben, die an den Rädern montiert sein werden. Die beiden Motoren an den Vorderrädern leisten je 220 Kilowatt. An den Hinterrädern sind je 480 Kilowatt Motorenleistung verbaut. In unter zwei Sekunden beschleunigt das Auto aus dem Stand auf 100 km/h. Der elektrische Super-Sportwagen hat 2000 PS unter der Haube. Von 0 auf 300 km/h dauert es 9,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Hersteller bei 412 km/h.

550 Kilometer weit sollen Fahrende mit dem Rimac kommen. Im Unterboden wird ein H-förmiger Akku verbaut. Die Kapazität beträgt 120 Kilowattstunden. Mit einer Leistung von maximal 500 Kilowatt soll der Akku in 22 Minuten von 0 auf 80 Prozent geladen werden.

Lediglich 150 Modelle des Rimac Nevera soll es auf dem Markt geben.

„Wir werden nur 150 Exemplare des Nevera herstellen“, kündigte Rimac an.

Diese Verknappung steigert den Preis. Ein Rimac Nevera wird zwei Millionen Euro kosten. Das zweite Modell Bugatti Chiron soll mindestens 2,4 Millionen Euro kosten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 420 Kilometer pro Stunde. Die Hypercars werden im französischen Molsheim hergestellt.

Ein Beitrag von:

  • Sarah Janczura

    Sarah Janczura

    Sarah Janczura ist Content Manager und verantwortliche Redakteurin für ingenieur.de. Nach einem Volontariat mit dem Schwerpunkt Social Media war sie als Online-Redakteurin in einer Digitalagentur unterwegs. Sie schreibt über Technik, Forschung und Karrierethemen.

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