SUVs mit Hybrid-Antrieb 01.03.2016, 15:56 Uhr

Borgward will wieder Autos in Deutschland bauen

Der deutsch-chinesische Automobilhersteller Borgward will sich noch in diesem Jahr für einen Produktionsstandort in Deutschland entscheiden. Derweil präsentiert der Autobauer am Rande des Genfer Automobil-Salons seine beiden neuen Hybrid-Modelle BX5 und BX6 TS.

Die beiden SUV Borgward BX5 und BX6 haben Premiere auf dem Genfer Automobil-Salon. Der Hersteller produziert zwar derzeit in seinem Werk in China, will aber auch in Kürze über einen Produktionsstandort in Deutschland entscheiden.

Die beiden SUV Borgward BX5 und BX6 haben Premiere auf dem Genfer Automobil-Salon. Der Hersteller produziert zwar derzeit in seinem Werk in China, will aber auch in Kürze über einen Produktionsstandort in Deutschland entscheiden.

Foto: Borgward

Die beiden SUV Borgward BX5 und BX6 haben Premiere auf dem Genfer Automobil-Salon. Der Hersteller produziert zwar derzeit in seinem Werk in China, will aber auch in Kürze über einen Produktionsstandort in Deutschland entscheiden.

Foto: Borgward

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Pünktlich zum Genfer Autosalon, der vom 3. bis 13. März stattfindet, stellt Borgward seine neuen Modelle BX5 und BX6 TS „als Weltpremiere“ vor und hat auch sonst Neuigkeiten zu verkünden. „Borgward ist sich seiner Verpflichtung als deutsches Unternehmen ebenso bewusst wie auch seiner erfolgreichen Geschichte. Daher werden wir noch in diesem Jahr eine Entscheidung bezüglich unseres Produktionsstandortes in Deutschland treffen“, sagte Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der Borgward Group AG, am Montagabend in Genf. Derzeit würden mögliche Standorte, Lieferketten und Prozesse im Rahmen einer Machbarkeitsstudie intensiv geprüft.

Deutsche Traditionsmarke soll wiederbelebt werden

Spätestens seitdem im Herbst letzten Jahres der Borgward BX7 als mittelgroße Geländelimousine mit Hybrid-Antrieb auf der Automobilausstellung in Frankfurt vorgestellt wurde, liegen Enthusiasmus und Skepsis beim Publikum dicht beieinander. Enthusiasmus, weil die deutsche Traditionsmarke aus der Nachkriegszeit, die für Qualität und Pioniergeist stand, ein Comeback feiern will. Skeptiker dagegen halten die Hindernisse für unüberwindbar, die 1961 pleite gegangene und inzwischen – zumindest im Ausland – unbekannte Marke aus der Versenkung zu holen.

Der Borgward BX7 wird derzeit in China gebaut und soll im Sommer auf den chinesischen Markt kommen. 

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Christian Borgward, Enkel des legendären Firmengründers Carl Friedrich Wilhelm Borgward, und Ulrich Walker, der seine Expertise als Chef für das Asiengeschäft von Daimler in die Borgward Group mitbrachte, gehören selbstredend zu den Enthusiasten. Mit dem chinesischen Lkw-Hersteller Beiqi Foton als alleinigem Anteilseigner wurde 2014 ein Investor gewonnen, der auf dem wachsenden Markt der SUVs vor allem in China ein Wörtchen mitreden will. Rund 2500 Mitarbeiter beschäftigt die Borgward Group weltweit, 50 davon in Stuttgart.

Markteintritt in deutschsprachige Länder 2017

In Peking wird derzeit die Nullserie des BX7 produziert, der noch in diesem Halbjahr auf den chinesischen Markt kommen soll. Dann folgen Indien und Brasilien, bevor „Ende 2017 der Markteintritt in den deutschsprachigen Ländern erfolgen soll“, sagte Walker. Den Preis des ersten neuen Borgwards will man auf der Pekinger Automesse im April bekanntgeben. Mittelfristig, das bekräftigte Walker in Genf, soll der Absatz auf 500.000 Einheiten pro Jahr steigen. Gleichzeitig strebe Borgward „den Börsengang in naher Zukunft in Frankfurt an“.

Bis zur Insolvenz 1961 wurden im Borgward-Werk in Bremen-Sebaldsbrück mehr als eine Million Fahrzeuge gebaut.

Bis zur Insolvenz 1961 wurden im Borgward-Werk in Bremen-Sebaldsbrück mehr als eine Million Fahrzeuge gebaut.

Foto: Borgward AG

Momentan richten sich die interessierten Blicke der Borgward-Fans auf einen Hangar am Genfer Flughafen. Dort sind derzeit die beiden neuen Modelle, der kleinere SUV BX5 und der BX6 TS mit „coupéhafter Dachlinie“ zu sehen. Beide Modelle sind mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb mit Verbrennungsmotor und Elektromotor sowie einem elektronisch geregelten permanenten Allradantrieb ausgestattet.

Während der fünfsitzige BX5 eine Leistung von 105 + 85 kW (in PS 143 + 115) hat, koppelt der viersitzige BX6 TS seinen 200 kW (272 PS) starken Vierzylindermotor mit 110 kW (150 PS) des Elektromotors. Die komplette Technik der neuen Borgwards, das betonen Christian Borgward und Ulrich Walker, sei deutsche Ingenieurskunst.

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