Selbstfahrende Assistenzsysteme 21.07.2014, 08:35 Uhr

Autos von Nissan wechseln ab 2018 automatisch die Fahrbahnspur

Autobauer Nissan konzentriert sich auf die Entwicklung selbstfahrender Assistenzsysteme: Bis 2018 sollen Fahrzeuge automatisch die Fahrbahnspur wechseln können. Das soll nicht nur Fahrer entlasten, sondern auch die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. 

Nissans Autos sollen in Zukunft nicht nur automatisch die Spur wechseln können, sondern im Stau auch das nervige Stop-and-go übernehmen und schließlich selbstständig einparken. 

Nissans Autos sollen in Zukunft nicht nur automatisch die Spur wechseln können, sondern im Stau auch das nervige Stop-and-go übernehmen und schließlich selbstständig einparken. 

Foto: Nissan

Selbstfahrende Autos geraten zunehmend in den Fokus der großen Autoproduzenten. Auch der japanische Hersteller Nissan Motor will mit der Einführung entsprechender Technologien die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen und dem Fahrer anstrengende und langweilige Aufgaben abnehmen.

Bislang hatte Nissan-Chef Carlos Ghosn für die Markteinführung eines selbstfahrenden Autos das Jahr 2020 im Visier. Doch jetzt konzentrieren sich die Entwicklungsarbeiten vor allem auf die Verbesserung der Sicherheit und darauf, den Autofahrern die stressigen und langweiligen Tätigkeiten abzunehmen – etwa das seitliche Einparken oder das Fahren im Stop-and-go-Verkehr.

Automatischer Spurwechsel bei Nissan ab 2018

Möglich werden soll auch eine automatisierte Spurenwechsel-Funktion, die bis spätestens 2018 eingeführt werden soll. Bis Ende der Dekade will der Hersteller außerdem Autos auf den Markt bringen, die in der Lage sind, ohne das Zutun des Autofahrers Kreuzungen sicher zu überqueren.

Der Prius von Toyota verfügt bereits über einen Parkassistenten. Der Fahrer drückt lediglich einen Knopf, der Wagen beobachtet dann die Umgebung mit Kameras und steuert automatisch in die Parklücke. 

Der Prius von Toyota verfügt bereits über einen Parkassistenten. Der Fahrer drückt lediglich einen Knopf, der Wagen beobachtet dann die Umgebung mit Kameras und steuert automatisch in die Parklücke. 

Foto: Toyota

„Diese Techniken versprechen einen signifikanten technologischen Vorteil für diejenigen, die sie in den Griff bekommen“, erläutert Ghosn. Nach seinen Aussagen sei es wichtig, mit derartig bedeutenden Techniken der Erste zu sein, weil neue Techniken immer häufiger mit der Marke assoziiert werden, die sie eingeführt hat.

Konkurrenten Toyota und Ford arbeiten ebenfalls am autonomen Fahren

Nissan, Japans zweitgrößter Autohersteller hinter Toyota, muss sich einem harten Konkurrenzkampf bei der Einführung selbstfahrender Autos stellen: Einige große Autohersteller haben bereits Fahrzeuge mit automatischen Einparkfunktionen auf dem Markt. Bei Toyota handelt es sich um das Intelligent Parking Assist System im Hybridauto Prius. Ford bietet den Active Park Assist in einer Reihe von Modellen auf dem nordamerikanischen Markt und in Europa an.

Nissan, General Motors, Audi und Honda haben sich in diesem Jahr zudem mit IT-Gigant Google zusammengeschlossen, um dessen Betriebssystem Android in die Fahrzeuge zu bringen. Trotzdem will Nissan sich seine Unabhängigkeit und Markenidentität bewahren. „Wir wollen nicht zu einer Art einfacher und allgemeiner Hardware werden. Wir wollen die Attraktivität und die Kontrolle über das Produkt weiter behalten“, so Ghosn. 

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