R8-STUDIE PRÄSENTIERT 27.05.2015, 12:59 Uhr

Audi baut Autopilot in Elektro-Sportwagen

462 PS, 450 Kilometer Reichweite und in 3,9 Sekunden auf Tempo 100: Mit der Weiterentwicklung seines R8 e-tron will Audi das sportliche und zugleich alltagstaugliche Elektroauto auf den Markt bringen. Auf der Consumer Electronics Show in Schanghai präsentierten die Ingolstädter aber vor allem ihre Visionen in Sachen „pilotiertes Fahren“.

In einen marktreifen A7 Sportback hat Audi einen Laserscanner eingebaut, der dem autopilotierten Fahren dient. Auf der Consumer Electronics Show in Schanghai wurde er gezeigt. 

In einen marktreifen A7 Sportback hat Audi einen Laserscanner eingebaut, der dem autopilotierten Fahren dient. Auf der Consumer Electronics Show in Schanghai wurde er gezeigt. 

Foto: Audi

Die Fortschritte sind schon gewaltig: Von 215 auf 450 Kilometer hat Audi die Reichweite seines Elektro-Sportlers R8 e-tron gesteigert – wenn auch bisher nur in einer Studie, die der Hersteller jetzt bei der Consumer Electronics Show in Schanghai vorstellte. Die wichtigsten Bestandteile dieses Leistungssprungs sind eine fast verdoppelte Energiedichte in der Batterie und ein deutlich reduziertes Gewicht des gesamten Fahrzeugs, das zu einem guten Teil aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) besteht. Mit den Leistungsdaten reicht Audi schon ziemlich dicht an den E-Sportwagenpionier Tesla heran.

Als „mobiles Hightech-Labor“ sieht Audi seinen R8 e-tron, der nur auf Kundenwunsch auch wirklich gebaut wird. 

Als „mobiles Hightech-Labor“ sieht Audi seinen R8 e-tron, der nur auf Kundenwunsch auch wirklich gebaut wird. 

Foto: Audi

Allerdings wird der neue R8 e-tron im Gegensatz zu dem US-Modell nicht einfach so zu kaufen sein. Auf direkten Kundenwunsch wird er zwar zu einem unbekannten Preis gebaut, aber Audi selbst bezeichnet das Fahrzeug vor allem als „mobiles Hightech-Labor“, in dem immer neue technische Entwicklungen getestet werden – ein Prototyp im besten Sinne, und einer mit beeindruckenden Stärken: Von 0 auf 100 beschleunigt der 462 PS starke Antrieb in 3,9 Sekunden; die Spitzengeschwindigkeit liegt je nach Bereifung bei 210 beziehungsweise 250 km/h.

Laserscanner ist der neue Clou

In Schanghai setzt Audi aber weniger auf seine Leistungsstärke in Sachen E-Mobilität, sondern will sich vor allem als Pionier des selbstfahrenden Autos präsentieren. Genauer: Des „pilotierten Fahrens“, wie der Hersteller die Technik relativ bescheiden nennt. Der R8 ist deshalb schon mit allem ausgestattet, was die Audi-Ingenieure in petto haben. Ein kompaktes Steuerungssystem, das die Signale von hochauflösenden Kameras und bis zu zwölf Ultraschall-Sensoren verarbeitet, ermöglicht dem Fahrer entspanntes Fahren vor allem auf monotonen Strecken. Die Audi-Technik soll besonders im Stau eine Erleichterung bieten, indem sie dem Fahrer bei Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h das Lenken abnimmt.

Im A7 Sportback konnten Journalisten auf der CES in Schanghai das „pilotierte Fahren“ selbst ausprobieren. 

Im A7 Sportback konnten Journalisten auf der CES in Schanghai das „pilotierte Fahren“ selbst ausprobieren. 

Foto: Audi

Der Clou ist aber wohl der Laserscanner, den Audi auch schon in einen marktreifen A7 Sportback eingebaut hat, der Journalisten in Schanghai für Testfahrten zur Verfügung stand. Das Gerät liefere hochpräzise Daten zu Objekten in einer Entfernung bis zu 80 Meter und decke auf vier Ebenen einen weiten Winkel von 145 Grad ab, wodurch einscherende Fahrzeuge sehr früh erkannt werden könnten. Weiterer Vorteil gegenüber Kameras: „Der Scanner arbeitet auch im Dunklen ohne Einschränkung. Er kann beliebige Objekte erkennen – auch solche, die wie Zäune ein gleichmäßiges Muster aufweisen oder die wie weiße Wände keine sichtbare Struktur haben“, erklärt Audi.

Autonomes Einparken per App

Der Autobauer sieht die Autopiloten-Technik vor allem Bequemlichkeits-Feature für den Besitzer – anders als beispielsweise Konkurrent Daimler, der besonders mit Sicherheitsargumenten wirbt (LINK). Audi bietet beispielsweise ein System an, das bei beengten Platzverhältnissen das Einparken völlig autonom übernimmt. Wenn der Fahrer ausgestiegen ist, muss er nur eine Taste auf Smartphone oder Funkschlüssel drücken, dann erkennt es eine geeignete Lücke, parkt ein, stellt den Motor ab und sichert das Auto gegen Wegrollen. Künftig soll der Besitzer seinen Wagen auch über eine App steuern und so etwa zu einer bestimmten Zeit zur Ausfahrt eines Parkhauses beordern können.

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