Genfer Autosalon 2014 04.03.2014, 15:35 Uhr

Fahrerassistenzsysteme: Mercedes, Volvo und Ferrari kooperieren mit Apple

Mercedes, Volvo und Ferrari spiegeln zukünftig die Benutzeroberfläche des iPhones auf die Monitore der Mittelkonsolen ihrer Fahrzeuge. Mit der Apple-Softwareplattform Carplay kann der Fahrer dann Basisfunktionalitäten des Smartphones nutzen. BMW, General Motors, Ford und weitere Hersteller sollen folgen. 

Mercedes bietet Apples Carplay in der neuen C-Klasse an. Auf dem Monitor der Mittelkonsole kann der Fahrer wie gewohnt die Basisfunktionalität des iPhones nutzen. Sprachassistent Siri hilft bei der Navigation und liest Texte vor.

Mercedes bietet Apples Carplay in der neuen C-Klasse an. Auf dem Monitor der Mittelkonsole kann der Fahrer wie gewohnt die Basisfunktionalität des iPhones nutzen. Sprachassistent Siri hilft bei der Navigation und liest Texte vor.

Foto: Mercedes

Der Genfer Autosalon, der in zwei Tagen öffnet, hat auch einige ungewöhniche Aussteller: So ist erstmals der Computerkonzern Apple vertreten. Doch so ungewöhnlich ist Apples Teilnahme nicht, denn der IT-Gigant hat derzeit Autohersteller im Visier und möchte sein Betriebssystem iOS in möglichst viele Fahrzeuge integrieren.

Sprachassistent Siri liest Textnachrichten vor

Technisch funktioniert das mit der neuen Softwareplattform Carplay. Sie spiegelt die gesamte Benutzeroberfläche des Smartphones auf den Monitor der Mittelkonsole. Der Fahrer kann wie gewohnt seine Musik hören, telefonieren, Textnachrichten verschicken und das Navigationssystem nutzen. Auch der Sprachassistent Siri lässt sich über einen Sprachsteuerungsknopf am Lenkrad integrieren. Er kann wie gewohnt Anrufbefehle entgegennehmen, aber auch Texte vorlesen. Das soll die Fahrt sicher machen. Spiele- und Videoanwendungen sind deswegen übrigens auch gesperrt.

Mercedes hat sich bereits vom System überzeugen lassen und bietet in der neuen C-Klasse eine Schnittstelle für das iPhone an. Einziges Manko: Der Bildschirm im Auto ist kein Touchscreen, der Benutzer muss deshalb mit einem Dreh-Drück-Knopf mit Touchfunktion navigieren. Anders ist das beim Konkurrenten Volvo, der Carplay in den Volvo XC 90 integriert. Hier wird der Bildschirm der Mittelkonsole dank Touchscreen-Funktion zu einer Art iPad.

Freuen über die Verschmelzung von Auto und Internet dürfen sich übrigens auch Ferrarifans. Der italienische Autobauer stattet das FF-Modell zukünftig ebenfalls mit einer Schnittstelle für Carplay aus.

Nissan präsentiert auf dem Genfer Autosalon einen elektronischen Innenspiegel mit Videofunktion. Das Bild der Heckkamera lässt sich bei schlechtem Wetter digital optimieren. 

Nissan präsentiert auf dem Genfer Autosalon einen elektronischen Innenspiegel mit Videofunktion. Das Bild der Heckkamera lässt sich bei schlechtem Wetter digital optimieren.

Foto: Nissan

BMW, Ford und General Motors sollen folgen

„iPhone-Nutzer wollen überall per Fingertipp auf ihre Inhalte zugreifen können. Carplay macht genau das bei minimierter Ablenkung möglich“, sagt Greg Joswiak, Vizepräsident des iOS-Produktmarketings. „Eine Reihe toller Autohersteller wird Carplay zukünftig einsetzen“. Zu diesen zählen laut Apple-Angaben BMW, Ford, General Motors, Honda, Hyundai, Jaguar, Kia, Mitsubishi, Nissan, PSA Peugeot Citroën, Subaru, Suzuki und Toyota.

VW nicht an Apples Carplay interessiert

Auf Apples Liste der Carplay-Interessenten fehlt allerdings der zweitgrößte Autobauer der Welt, nämlich der Volkswagen-Konzern mit all seinen Marken. Das liegt daran, dass der Konzern die Technologie Mirrorlink als neuen Standard definiert hat. Auch damit wird es künftig möglich, Inhalte und Funktionen der Smartphones parallel auf dem Touchscreen im Cockpit darzustellen. Das Smartphone verbindet sich dabei über die Schnittstelle Comfort drahtlos mit der Außenantenne des Fahrzeugs. Diese Technik zeigt VW auf dem Genfer Autosalon in neuen Modellen des Polos.

Auf dem Genfer Autosalon kann man noch weitere High-Tech-Neuheiten bestaunen. Nissan hat beispielsweise einen elektronischen Innenspiegel entwickelt. Er kann neben seiner klassischen Spiegelfunktion auf Wunsch das Bild einer Heckkamera darstellen. Dieses hat einen besonders breiten Betrachtungswinkel und lässt sich bei schlechtem Wetter sogar digital optimieren. Ab 2015 soll der Spiegel in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen.

 

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